Was ist Tauwurm? – Der Tauwurm ist der größte heimische Regenwurm und einer der fängigsten natürlichen Angelköder überhaupt. Mit seinem kräftigen Duft, seiner Bewegung und seiner Größe lockt er beim Angeln zuverlässig Raub- und Friedfische an und gehört deshalb in jede gut sortierte Köderbox.
Wie funktioniert der Tauwurm als Angelköder?
Der Tauwurm wirkt gleich auf mehreren Sinnesebenen des Fisches und ist deshalb so verführerisch. Am Haken windet er sich lebhaft und sendet feine Druckwellen aus, die Fische über das Seitenlinienorgan wahrnehmen. Gleichzeitig gibt er Körperflüssigkeit und einen intensiven, erdigen Duft ins Wasser ab, der auch aus größerer Entfernung Fische anzieht. Diese Kombination aus Bewegung, Geruch und Größe macht ihn zu einem der wenigen Köder, die vom kleinen Barsch bis zum kapitalen Aal fast alles überlisten. Du findest ihn zusammen mit anderen frischen Ködern in der Kategorie Tauwürmer.
Woraus besteht ein Tauwurm und welche ähnlichen Köderwürmer gibt es?
Der Tauwurm (Lumbricus terrestris) ist ein Regenwurm, der nachts bei feuchter Witterung an die Oberfläche kommt – daher der Name. Er wird bis zu 30 Zentimeter lang und ist dadurch deutlich größer als seine Verwandten. Neben ihm nutzen Angler weitere Würmer, die Du alle in der Rubrik Lebendköder findest: kleinere, stark riechende Rotwürmer für Friedfische sowie robuste Laubwürmer, die sich am Haken besonders lange halten. Alle drei Wurmarten gehören zur großen Familie der natürlichen Köder, wie sie in der Übersicht Angelköder & Angelfutter gesammelt sind.
Wie ziehe ich einen Tauwurm richtig auf den Haken?
Beim Aufziehen entscheidest Du, wie lebhaft und wie widerstandsfähig Dein Köder präsentiert wird. Für vorsichtige Friedfische stichst Du den Wurm nur einmal mittig an, sodass beide Enden frei zappeln und maximale Bewegung entsteht. Für Aal, Zander oder Karpfen fädelst Du ihn ganz oder in größeren Stücken auf, damit er fest sitzt und nicht zerrissen wird. Bei kapitalen Räubern setzt Du sogar mehrere Tauwürmer als Bündel auf einen größeren Haken. Achte darauf, die Hakenspitze leicht herausschauen zu lassen, damit der Anhieb sicher sitzt. Die passende Ausstattung dazu findest Du unter Angelzubehör.
Wann setze ich den Tauwurm am besten ein?
Der Tauwurm ist ein Ganzjahresköder, spielt seine Stärken aber zu bestimmten Zeiten besonders aus. In der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind viele Zielfische aktiv und nehmen den duftenden Köder bereitwillig an. Nach Regenfällen, wenn natürlicherweise viele Würmer ins Wasser gespült werden, ist er unschlagbar. Auch im kalten Wasser des Winters, wenn Fische träge werden und wenig fressen, überzeugt der kräftige Reiz des Tauwurms oft dort, wo künstliche Köder versagen. Das ganze Thema Angeln mit seinen saisonalen Feinheiten findest Du gebündelt in der Rubrik Angeln.
Weshalb ist der Tauwurm so fängig?
Der Grund für seine Wirksamkeit liegt in seiner Natürlichkeit. Würmer gehören zur natürlichen Nahrung nahezu aller Süßwasserfische, weshalb sie ohne Zögern genommen werden. Anders als bei künstlichen Ködern gibt es beim Tauwurm keinen Fremdkörper-Effekt: Der Fisch schmeckt, riecht und fühlt echte Beute. Gerade misstrauische Großfische, die auf Kunstköder nicht reagieren, lassen sich mit einem lebenden Wurm oft doch noch überlisten. Diese Zuverlässigkeit macht ihn zum Joker für schwierige Tage.
Wofür eignet sich der Tauwurm – welche Fische fange ich damit?
Kaum ein Köder ist so vielseitig. Mit dem Tauwurm fängst Du Aal, Zander, Barsch, Karpfen, Schleie, Brasse, Döbel und sogar Forellen. Am Grund montiert ist er der klassische Köder für nächtliche Aale, an der Pose überlistet er Barsche und Rotaugen. Wer gezielt auf große Räuber angelt, kombiniert ihn häufig mit einer stabilen Rute aus der Kategorie Angelruten und einer kräftigen Rolle aus dem Bereich Angelrollen, damit der Anhieb bei einem kapitalen Fisch sicher durchkommt. Ein bewährter Fertigköder ist der FTM Tauwurm NBC.
Womit kombiniere ich den Tauwurm sinnvoll?
Der Tauwurm harmoniert hervorragend mit anderen natürlichen Ködern und mit Anfütterung. Am Haken kannst Du ihn mit Angelmaden als sogenanntes Cocktail-Rig kombinieren, um zusätzlichen Reiz zu schaffen. Fangfertige Maden wie die FTM Maden groß oder ein FTM Rotwurm Mix ergänzen den großen Wurm perfekt. Zum Anlocken der Fische an den Angelplatz nutzt Du klassisches Angelfutter, das den Duftteppich verstärkt. Beim Karpfenangeln funktioniert der Tauwurm zudem hervorragend neben Partikelködern wie Tigernüssen, Pellets und Boilies.
Worauf solltest Du beim Kauf von Tauwürmern achten?
Frische und Vitalität sind beim Wurmkauf entscheidend. Gute Tauwürmer sind kräftig, reagieren bei Berührung mit lebhafter Bewegung und fühlen sich prall an. Achte auf eine feuchte, aber nicht nässe Verpackung mit ausreichend Erde oder Streu, in der die Würmer transportiert werden. Kaufe lieber eine etwas größere Dose, wenn Du länger angeln willst, denn frische Würmer fangen deutlich besser als schlaffe. Neben Tauwürmern lohnt sich der Blick auf robuste FTM Laubwürmer, die sich am Haken besonders lange halten.
Für wen eignet sich der Tauwurm?
Der Tauwurm ist der ideale Köder für Einsteiger und Profis gleichermaßen. Anfänger schätzen ihn, weil er einfach zu handhaben ist und fast immer Bisse bringt – ein schönes Erfolgserlebnis für die erste Session. Erfahrene Angler setzen ihn gezielt auf kapitale Aale und Zander oder als Joker an schwierigen Tagen ein. Auch für Kinder und Familien am Wasser ist er dankbar, weil er unkompliziert funktioniert. Wer die Fische anschließend verwerten möchte, findet passendes Zubehör in der Kategorie Grillen & Räuchern.
Welche Fehler solltest Du beim Angeln mit Tauwurm vermeiden?
Der häufigste Fehler ist ein zu langes Warten mit dem Anhieb, sodass der Fisch den Wurm zu tief schluckt – gerade beim Aal ist ein zügiger Anschlag wichtig. Ebenso verschenkst Du Bisse, wenn Du alte, schlaffe Würmer verwendest, die keinen Reiz mehr abgeben. Ein zu großer Haken bei kleinen Zielfischen oder ein zu kleiner Haken bei kapitalen Räubern kostet ebenfalls Fische. Achte außerdem darauf, den Wurm nicht zu fest zu quetschen, damit er lebhaft bleibt. Kleine Zusatzteile wie Wirbel und Perlen findest Du im Bereich Wirbel & Verbinder.
Wie pflege und lagere ich Tauwürmer richtig?
Tauwürmer bleiben bei richtiger Lagerung erstaunlich lange fit. Bewahre sie kühl bei etwa vier bis acht Grad auf, zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks, aber niemals in der pralen Sonne oder im heißen Auto. Halte die Erde oder Streu leicht feucht und entferne regelmäßig tote oder träge Würmer, damit sie die anderen nicht verderben. In einer luftdurchlässigen Dose überleben sie so problemlos mehrere Wochen. Wenn Du zwischendurch andere Köder brauchst, findest Du etwa FTM Mehlwürmer groß und Mehlwürmer als haltbare Alternative.
Der Tauwurm ist und bleibt einer der fängigsten und vielseitigsten Naturköder für nahezu jeden Süßwasserfisch – einfach zu handhaben, natürlich im Reiz und zuverlässig auch dann, wenn andere Köder versagen. Ob für nächtliche Aale, kapitale Zander oder den entspannten Angeltag mit der Familie: Mit frischen, vitalen Würmern legst Du die Grundlage für sichere Bisse. Deine frischen Tauwürmer und das passende Zubehör für die nächste Session bekommst Du direkt bei Purewild.