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Tarnung

Was ist Tarnung? – Tarnung bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Du als Jäger optisch, akustisch und geruchlich mit der Umgebung verschmilzt, damit das Wild Dich nicht wahrnimmt. Durch angepasste Farben, Muster und Materialien löst Du Deine Silhouette auf und kommst näher an das scheue Wild heran, ohne es zu vergrämen.

Wie funktioniert Tarnung bei der Jagd?

Tarnung setzt genau dort an, wo das Wild seine Umwelt wahrnimmt: am Auge, am Ohr und an der Nase. Das Auge von Reh, Hirsch oder Wildschwein reagiert vor allem auf Bewegung, harte Konturen und ungewohnte Glanzpunkte, weniger auf feine Farbnuancen. Genau deshalb lösen unregelmäßige Tarnmuster Deine menschliche Silhouette auf und lassen Kopf, Schultern und Hände optisch mit Rinde, Laub und Schatten verschmelzen. Ergänzend achtest Du auf leise Bewegungen und den Wind, denn selbst die beste optische Tarnung nützt nichts, wenn Deine Witterung dem Wild in den Wind trägt. Wer diese drei Ebenen zusammendenkt, erhöht die Chance auf einen sauberen Anblick deutlich. Einen breiten Überblick über passende Ausrüstung findest Du in der Kategorie Tarnung & Sichtschutz.

Woraus besteht Tarnung und welche Arten gibt es?

Tarnung ist kein einzelnes Produkt, sondern ein System aus mehreren Bausteinen. Zur klassischen Ausstattung gehören Tarnbekleidung mit gedeckten Mustern, Gesichtsmasken und Handschuhe, Tarnschminke sowie großflächige Hilfsmittel, die den Ansitzplatz kaschieren. Elastisches Tarnband umwickelst Du um Gewehr, Fernglas oder Ansitzstock, damit blanke Flächen nicht spiegeln. Großflächige Tarnnetze verhängst Du an Kanzel, Ansitz oder Erdversteck, um Deine Bewegungen dahinter zu verbergen. Dazu kommen dreidimensionale Ghillie-Elemente und Tarngewebe, die die Struktur von Gras und Blattwerk nachbilden. Erst die Kombination dieser Teile ergibt eine stimmige, wirksame Tarnung, die zur jeweiligen Umgebung passt. Die gesamte technische Ausstattung rund um den Ansitz bündelt der Bereich Jagdausrüstung & Jagdtechnik.

Welche Tarnmuster passen zu welchem Revier?

Ein Tarnmuster wirkt nur dann, wenn es zum Lebensraum passt, in dem Du jagst. Im sommergrünen Laubwald greifst Du zu Mustern mit viel Grün und braunen Schattenpartien, während der herbstliche Mischwald eher warme Braun-, Ocker- und Rottöne verlangt. Im Nadelwald und an dunklen Ansitzen dominieren tiefe Grün- und Schwarzanteile, im Schilf und an Feldrändern helfen Halm- und Grasstrukturen. Auf abgeernteten Feldern oder im Winter arbeitest Du dagegen mit hellen, gedeckten Tönen, damit Du nicht als dunkler Fleck auffällst. Als Faustregel gilt: Lieber ein universell gedecktes Muster, das über mehrere Jahreszeiten trägt, als ein zu spezielles, das nur wenige Wochen im Jahr passt. Passende Jagdbekleidung stimmst Du auf Dein Hauptrevier ab.

Wann ist Tarnung besonders wichtig?

Nicht bei jeder Jagdart ist Tarnung gleich entscheidend, doch bei einigen macht sie den Unterschied. Bei der Ansitz- und Pirschjagd auf scharf äugendes Niederwild wie Rehwild, bei der Fuchs- und Lockjagd sowie bei der Jagd auf Gänse und Tauben zahlt sich konsequente Tarnung unmittelbar aus. Auch beim Fotografieren und Beobachten von Wild kommst Du getarnt deutlich näher heran. Weniger kritisch ist sie auf der Drückjagd, wo aus Sicherheitsgründen sogar Signalfarben vorgeschrieben sein können. Gerade bei der Lockjagd, bei der Du das Wild aktiv heranrufst, entscheidet Deine Tarnung darüber, ob das misstrauische Tier die letzten Meter wirklich zieht.

Weshalb reicht optische Tarnung allein nicht aus?

Wild verlässt sich vor allem auf seine Nase, und die überlistet keine noch so gute Kleidung. Deshalb ist die konsequente Beachtung des Windes der wichtigste Teil jeder Tarnstrategie: Du sitzt und pirschst immer so an, dass Dir der Wind entgegenkommt und Deine Witterung vom Wild wegträgt. Auch Geräusche verraten Dich schnell, etwa knackende Äste, klappernde Ausrüstung oder das Reiben von Kleidung. Ergänze die optische Tarnung daher um leise Stoffe, gedämpfte Bewegungen und geruchsarmes Verhalten. Erst dieses Zusammenspiel aus Auge, Ohr und Nase macht Tarnung wirklich vollständig. Beim langen, konzentrierten Ansitz hilft es außerdem, kleine Werkzeuge wie einen MFH Feldspaten griffbereit zu haben, um einen Erdansitz sauber und unauffällig anzulegen.

Wofür brauchst Du Tarnung neben dem eigentlichen Schuss?

Tarnung ist mehr als nur die Voraussetzung für einen sicheren Schuss. Sie hilft Dir beim Kirren und Beobachten, beim Ansprechen des Wildes über längere Zeit und beim ungestörten Studium des Wildverhaltens. Wer sich unbemerkt bewegen kann, sammelt wertvolle Erkenntnisse über Wechsel, Einstände und Rhythmus des Wildes, die später jede Jagd erleichtern. Auch für die Wildbeobachtung und Naturfotografie ist eine gute Tarnung Gold wert. Zum ruhigen Beobachten aus der Deckung gehört gute Optik dazu, etwa ein lichtstarkes MFH Fernglas 20x50 aus dem Bereich Optik & Beobachtung.

Womit kombinierst Du Deine Tarnung sinnvoll?

Tarnung entfaltet ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit der übrigen Jagdausrüstung. Deine getarnte Waffe umwickelst Du mit Tarnband, das Fernglas und den Ansitzstock ebenso, damit keine harten Reflexe entstehen. Zur ruhigen Beobachtung aus der Deckung gehören Ferngläser und passende Zielfernrohre, die Du gedeckt hältst. Für die Dämmerungs- und Nachtstunden führst Du dezente Lichtquellen mit, etwa eine Tubertini Kopflampe für freie Hände oder eine Spro Lantern für die Ausleuchtung am Fahrzeug. So bleibt Deine Tarnung auch dann wirksam, wenn es dunkel wird.

Worauf solltest Du beim Kauf von Tarnausrüstung achten?

Achte beim Kauf auf ein Muster, das zu Deinem Hauptrevier und den Jahreszeiten passt, in denen Du am meisten jagst. Wichtig sind leise, mattierte Stoffe ohne glänzende Beschläge, ein Schnitt, der Bewegung erlaubt, und Materialien, die weder rascheln noch spiegeln. Bei Netzen und Bändern kommt es auf Reißfestigkeit, gute Farbtreue und einfaches Anbringen an. Lieber wenige, gut aufeinander abgestimmte Teile als ein bunter Mix aus unpassenden Mustern. Die passenden Grundlagen findest Du gebündelt in der Kategorie Tarnung & Sichtschutz, und einen Rundumblick über das Sortiment bietet der Bereich Jagen.

Für wen lohnt sich durchdachte Tarnung?

Von guter Tarnung profitiert praktisch jeder, der scheues Wild bejagt oder beobachtet. Ansitz- und Pirschjäger auf Rehwild, Ansteller bei der Lockjagd auf Fuchs und Krähe, Wasserwildjäger im Schilf und Naturfotografen kommen ohne wirksame Tarnung selten nah genug heran. Aber auch Einsteiger tun gut daran, von Anfang an auf gedeckte, leise Kleidung zu setzen, statt sich mit blanker Alltagsjacke am Ansitz zu verraten. Selbst erfahrene Jäger justieren ihre Tarnung immer wieder neu nach, wenn sich Revier oder Jahreszeit ändern. Beim ersten Ausrüstungskauf gehören auch praktische Kleinteile dazu, etwa eine Jenzi Ausweismappe für den Jagdschein und eine Jenzi Federzugwaage zum Wiegen des erlegten Wildes.

Welche Fehler solltest Du bei der Tarnung vermeiden?

Der häufigste Fehler ist zu viel Bewegung: Selbst perfekt getarnt verrätst Du Dich durch hastiges Aufrichten oder ruckartiges Anlegen. Ebenso schaden blanke, spiegelnde Flächen an Waffe, Optik oder Uhr, die im Gegenlicht aufblitzen. Wer den Wind ignoriert, macht die beste optische Tarnung zunichte, und ein unpassendes Muster fällt manchmal mehr auf als gar keins. Vergiss auch Hände und Gesicht nicht, denn helle Hautpartien ziehen den Blick des Wildes an. Bei Drückjagden gilt das Gegenteil: Dort steht Sicherheit vor Tarnung, und vorgeschriebene Signalfarben sowie Sicherheit & Gehörschutz haben Vorrang, etwa ein MFH Kapselgehörschutz oder platzsparende MFH Gehörschutzstöpsel.

Wie pflegst und lagerst Du Tarnausrüstung richtig?

Damit Tarnkleidung und Netze lange gedeckt und leise bleiben, wäschst Du sie geruchsneutral, ohne aufhellende Waschmittel oder Weichspüler, die die Fasern zum Leuchten bringen können. Trockne alles gut durch, bevor Du es einlagerst, damit sich weder Schimmel noch Stockflecken bilden. Bewahre Tarnnetze und Bänder zusammengelegt und trocken auf, idealerweise im Bereich Transport & Aufbewahrung. Metallteile an Waffe und Ausrüstung schützt Du parallel mit einem dünnen Ölfilm vor Rost; wie das geht, liest Du in den Einträgen Waffenöl und Universalöl. So bleibt Deine gesamte Tarnausrüstung über viele Jagdjahre einsatzbereit. Für die Waffenpflege selbst findest Du alles im Bereich Waffenpflege & Reinigung, ein scharfes Jagdmesser gehört ebenso in jede gepflegte Ausrüstung.

Damit ist Tarnung weit mehr als ein Muster auf der Jacke: Sie ist ein durchdachtes System aus Optik, Akustik und Geruch, das Dich mit dem Revier verschmelzen lässt und Dich näher an das scheue Wild bringt. Wer Muster, Wind und leise Bewegung zusammendenkt und seine Ausrüstung pflegt, jagt erfolgreicher und waidgerechter. Die passende Tarnausrüstung für Deinen nächsten Ansitz findest Du direkt bei Purewild.

Die konsequenteste Form der Auflösung der Körperkontur ist ein Ghillie-Suit aus losen Fransen.

Auch von einer Ansitzleiter aus bleibt die Tarnung wichtig, weil die Silhouette gegen den Himmel besonders auffällt.

Am Boden ersetzt ein Ansitzsack die feste Kanzel und deckt gleichzeitig die Kontur ab.

Ein Hirschruf funktioniert nur zusammen mit sauberer Tarnung und beachtetem Wind.