339,90 €
- Produktnummer SW25233
- Hersteller Diotto
- Herstellernummer 35-2-001-43
- Gewicht 2 kg
Versandfertig in 2 Tagen, Lieferzeit 1-3 Tage
Diotto Jagdstiefel Woodland
Innerhalb der Stiefelreihe von Diotto wird das Modell Woodland unter der Kennung 35-2-001 geführt. Zehn Varianten bilden die Auswahl, unterschieden wird ausschließlich nach Schuhgröße. Die Achse setzt bei EU 38 an und schließt bei EU 47 ab, dazwischen liegt jede Stufe vor. Der Datensatz weist zwei Kilogramm aus, anzuwenden sind 19 Prozent Umsatzsteuer.
Ein Jagdstiefel steht im Revier selten allein für die Jagd im Einsatz. Ansitzeinrichtungen wollen im Frühjahr gerichtet, Sprossen nachgezogen, Schneisen freigeschnitten und Flächen begangen werden. Im Sommer folgen Kontrollgänge bei Hitze und hohem Aufwuchs, im Herbst das Verteilen der Stände und das Herrichten der Rückegassen für die kommende Saison. Diese Arbeiten fallen an, lange bevor die erste Karte gezogen wird, und beanspruchen das Schuhwerk regelmäßig stärker als der eigentliche Jagdtag.
Vor der Entscheidung für ein bestimmtes Paar zahlen sich fünf Prüfpunkte aus:
- Halt der Ferse: sie sollte beim Abrollen kaum anheben
- Weite im Ballenbereich: die Zehen brauchen seitlich Raum
- Abschluss des Schafts: kein Scheuern an der Wade beim Ausschreiten
- Bedienbarkeit des Verschlusses mit kalten Händen
- Lage der Einlage und ihr Zustand nach der ersten Saison
Zwei Kilogramm nennt der Datensatz für dieses Modell. Bei Jagdstiefeln wirkt sich eine solche Angabe vor allem dann aus, wenn längere Strecken am Stück zurückgelegt werden; beim überwiegend stehenden oder sitzenden Einsatz rückt sie in den Hintergrund. Sinnvoll ist deshalb, das eigene Nutzungsprofil ehrlich einzuschätzen, bevor allein nach der Zahl entschieden wird.
Viele Revierinhaber fahren zweigleisig und halten ein Paar für nasse, kalte Abschnitte sowie ein zweites für trockene und milde bereit. Der Wechsel im Tagesrhythmus gibt jedem Paar Zeit zum vollständigen Durchtrocknen, und gerade das verlängert die Nutzungsdauer nachhaltiger als jede Behandlung von außen. Einlagen wandern dabei mit heraus, damit die Feuchtigkeit nicht zwischen Sohle und Fußbett stehen bleibt.
Anprobiert wird stehend und mit vollem Körpergewicht auf beiden Beinen, da sich der Fuß unter Last messbar streckt. Einige Schritte auf ebenem Boden und, sofern erreichbar, über eine Treppenstufe geben rascheren Aufschluss als langes Stillstehen. Der Ristbereich verrät dabei am schnellsten, ob die Stufe passt: Drückt es dort bereits ohne Bewegung, bringt auch ein gelockerter Verschluss keine Abhilfe mehr.
Die zehn Stufen der Achse sind im Shop jeweils gesondert hinterlegt und tragen eigene Nummern, die sich aus der Grundkennung des Herstellers ableiten. Für eine spätere Nachbestellung notiert man sich die gewählte Stufe am besten bereits beim ersten Kauf, weil sich Fußlängen über die Jahre kaum, Sockenstärken jedoch durchaus verändern.
Die vollständige Staffel dieses Artikels umfasst die Stufen EU 38, EU 39, EU 40, EU 41, EU 42, EU 43, EU 44, EU 45, EU 46 und EU 47. Abgedeckt ist damit der Bereich, der im heimischen Jagdbetrieb am häufigsten nachgefragt wird.
Der Untergrund im Revier wechselt oft innerhalb weniger hundert Meter: Von der befestigten Forststraße geht es über weichen Nadelboden in ausgefahrene Rückegassen und weiter auf abgeerntete Flächen mit harten Schollen. Jeder dieser Abschnitte belastet Sohle und Schaft auf seine Weise, weshalb ein einzelnes Paar im Revieralltag immer einen Kompromiss darstellt.
Im Winter beginnt der Einsatz bereits beim Anziehen. Steht das Paar über Nacht im ungeheizten Vorraum, fällt der erste Kilometer deutlich unangenehmer aus als nötig. Ein Platz im Warmen am Vorabend, das Lockern des Verschlusses vor dem Hineinschlüpfen und eine trockene Socke unmittelbar am Fuß sind kleine Handgriffe mit spürbarer Wirkung über den gesamten Abend.
Nach dem Ende der Drückjagdzeit verschwinden Stiefel häufig für Wochen im Schrank, und genau dort entstehen die Schäden, die im Folgejahr auffallen. Vor dem Einlagern werden Erde und Laub entfernt, die Einlage kommt heraus, der Schaft in aufrechte Lage. Ein dunkler, trockener und belüfteter Platz ohne direkte Wärmequelle bewährt sich gegenüber dem Kofferraum, in dem Temperatur und Feuchte über den Sommer stark schwanken.
Über die Monate hinweg kommt es weniger auf einzelne Merkmale an als auf die Passung im Zusammenspiel mit dem übrigen Bein. Kniebundhose, Gamasche und Stiefelschaft sollten übereinander liegen, ohne sich gegenseitig hochzuschieben. Eine unpassende Zusammenstellung fällt im Stand nicht auf, macht sich aber nach zwei Kilometern im Bewuchs unangenehm bemerkbar. Ein kurzer Probelauf in vollständiger Montur vor dem ersten Revierabend klärt das zuverlässig.
Zu finden ist dieses Modell in der Abteilung Stiefel und Jagdschuhe. Der übergeordnete Einstieg in sämtliche Warengruppen rund um das Weidwerk liegt unter Jagen, während sich in der Herrenabteilung Hosen und Jacken finden, die mit dem Schaft harmonieren.
Die Auswahl der Stufe erfolgt unmittelbar über die Variantenliste dieses Artikels. Empfehlenswert bleibt, ein neues Paar zunächst außerhalb des Reviers zu tragen und erst danach in den Einsatz zu nehmen.
- Produktnummer SW25233
- Hersteller Diotto
- Herstellernummer 35-2-001-43
- Gewicht 2 kg