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Diotto Jagdstiefel Vortex
Diotto Jagdstiefel Vortex

Diotto Jagdstiefel Vortex

Der Vortex gehört zu den Jagdstiefeln im Programm von Diotto und läuft beim Hersteller unter der Kennung 35-2-011. Zehn Ausführungen dieses Modells stehen bereit, die sich einzig in der Schuhgröße unterscheiden. Die Staffel setzt bei EU 38 an und läuft ohne Lücke bis EU 47 durch. Jede einzelne Nummer trägt im Shop eine eigene Artikelnummer, sodass Bestellung, Lager und Versand eindeutig derselben Ausführung folgen. Als Gewicht sind 2,5 Kilogramm hinterlegt, abgerechnet wird mit 19 Prozent Umsatzsteuer.

Die Schuhgröße bildet bei diesem Artikel die einzige Variantenachse. Zur Auswahl stehen:

  • EU 38
  • EU 39
  • EU 40
  • EU 41
  • EU 42
  • EU 43
  • EU 44
  • EU 45
  • EU 46
  • EU 47

Über den Tragekomfort eines Jagdstiefels entscheidet die Größenwahl deutlicher als jedes andere Merkmal. Bewährt hat sich die Anprobe mit genau der Socke, die später auch im Revier am Fuß sitzt: eine kräftige Wintersocke verändert den Sitz spürbar gegenüber einer dünnen Ausführung für warme Tage. Die Zehen brauchen nach vorn etwas Luft, die Ferse dagegen sollte beim Abrollen möglichst ruhig im Schaft stehen. Jäger, die zwischen zwei Nummern liegen, entscheiden sich für den winterlichen Ansitz oft für die größere Ausführung, weil langes, ruhiges Sitzen mehr Luftraum und eine dickere Socke verlangt. Für zügige Gänge im Spätsommer fällt die Wahl umgekehrt häufiger auf die kleinere Nummer. Sinnvoll ist die Anprobe am späten Nachmittag, da der Fuß im Tagesverlauf leicht zunimmt.

Auf der Kanzel und im Ansitzbock steht der Fuß über Stunden still. Genau dort zeigt sich, ob die Nummer stimmt: drückt der Schaft an der Wade oder schnürt der Verschluss den Rist ein, wird aus einem ruhigen Abend rasch eine unruhige Angelegenheit. Ein Stiefel für diesen Einsatz darf ruhig etwas höher ausfallen und sollte sich auch mit klammen Fingern öffnen lassen. Bewährt hat es sich zudem, ein zweites Paar Socken im Rucksack mitzuführen und am Sitzplatz nicht bis zum Anschlag zu schnüren, damit die Durchblutung nicht leidet.

Bei der Auswahl eines Jagdstiefels spielen neben der Nummer mehrere Punkte eine Rolle, die sich unabhängig vom Modell beurteilen lassen. Die Schafthöhe bestimmt, wie weit Bewuchs, Schnee oder hohes Gras abgehalten werden und wie viel Bewegungsfreiheit dem Sprunggelenk bleibt. Das Sohlenprofil entscheidet über den Griff auf nassem Laub, auf Lehm und auf glatten Leitersprossen. Der Verschluss bestimmt, wie schnell der Stiefel an den Fuß kommt und wie fein sich der Sitz nachregeln lässt. Das Gewicht schließlich wirkt über den Tag hinweg, denn jeder Schritt hebt es mit an.

Neben dem Ansitz begleitet ein Stiefel dieser Art den Reviergang, die Kontrolle von Einrichtungen und das Bergen von Wild. Wechselnder Untergrund aus Waldboden, Schlag, Acker und Wiesenrand fordert die Sohle unterschiedlich stark. Bei Arbeiten an Kirrung, Leiter und Wildacker bleibt der Fuß in Bewegung, wodurch andere Ansprüche an Halt und Beweglichkeit entstehen als beim stundenlangen Verharren.

Grober Schmutz gehört nach dem Revier zügig vom Schuh, am besten mit klarem Wasser und weicher Bürste statt mit scharfen Mitteln. Zum Trocknen kommen Jagdstiefel an einen luftigen, schattigen Platz mit Abstand zu Heizkörper, Ofen und direkter Sonne. Herausnehmbare Einlagen trocknen getrennt deutlich schneller. Zeitungspapier im Schaft nimmt Restfeuchte auf und hält die Form, solange es regelmäßig gewechselt wird. Gelagert wird stehend und locker geschlossen, nicht zusammengedrückt in der Ecke der Garderobe.

Die Socke selbst verdient beim Stiefelkauf mehr Aufmerksamkeit, als ihr üblicherweise zukommt. Sie überträgt Feuchtigkeit, füllt Hohlräume und gleicht kleine Unterschiede in der Nummer aus. Eine zu dicke Socke in einem knapp gewählten Schaft engt ein und kühlt dadurch schneller aus als eine dünnere in einer Nummer mit Reserve. Zwei Paare unterschiedlicher Stärke im Schrank decken den Jahreslauf daher zuverlässiger ab als eine einzige Sorte. Auch das Einlaufen gehört dazu: Kurze Gänge auf befestigtem Weg vor dem ersten Revierabend zeigen rasch, ob an Ferse oder Rist nachgebessert werden muss.

Über das Jagdjahr hinweg wechseln die Anforderungen deutlich. Im Frühjahr zur Bockjagd steht kurzes, feuchtes Gras im Vordergrund, im Sommer trockener, harter Boden, im Herbst nasses Laub und weicher Waldgrund, im Winter Schnee und gefrorene Spurrillen. Ein einzelnes Paar deckt selten alles gleich gut ab; viele Reviernutzer halten daher zwei Paare vor und greifen je nach Witterung und Jagdart zum passenden.

Eingeordnet ist der Vortex im Bereich Jagdschuhe und Stiefel. Ergänzende Ausrüstung führt die Herrenlinie des Jagdsortiments, und mit den passenden Mützen und Hüten lässt sich eine durchgängige Ansitzausstattung zusammenstellen.

Die gewünschte Nummer wird direkt über die Variantenauswahl gesetzt; alle zehn Stufen der Staffel sind dort einzeln hinterlegt. Bei einer Neuanschaffung empfiehlt es sich, den ersten Tragetag nicht auf den Jagdtag zu legen, sondern den Stiefel vorab auf kürzeren Strecken einzulaufen.

  • Produktnummer SW25185
  • Hersteller Diotto
  • Herstellernummer 35-2-011-43
  • Gewicht 2.5 kg