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Chinesische Umlarvnadel mit elastischer Zunge
Chinesische Umlarvnadel mit elastischer Zunge

Chinesische Umlarvnadel mit elastischer Zunge

Die Chinesische Umlarvnadel mit elastischer Zunge ist das Werkzeug für den Moment, in dem in der Königinnenzucht alles auf eine ruhige Hand ankommt: das Übertragen einer jungen Arbeiterinnenlarve aus der Brutwabe in ein Weiselnäpfchen. Ihr Kennzeichen ist die flexible Zunge an der Spitze. Sie ist so dünn und biegsam, dass sie sich am Zellboden flach unter die Larve schieben lässt, ohne die Larve anzustechen, zu drehen oder aus ihrem Futtersaft zu heben. Genau das macht diese Bauform bei Züchterinnen und Züchtern so beliebt.

Beim Umlarven wird die Nadel an der Zellwand entlang bis auf den Zellboden geführt. Die elastische Zunge passt sich dabei der Rundung der Zelle an und gleitet unter die gekrümmt liegende Larve. Die Larve liegt anschließend samt einem kleinen Polster aus Futtersaft auf der Zunge. Im Weiselnäpfchen wird die Zunge auf den Napfboden gesetzt, und über den Schieber im Griff wird die Larve von der Zunge abgestreift. Sie gleitet mit ihrem Futtersaft in das Näpfchen, ohne dass die Zunge erneut über die Larve gezogen werden muss. Dieser Abstreifmechanismus ist der wesentliche Vorteil gegenüber einfachen Umlarvlöffeln aus Metall.

Für die Annahme der Zellen ist entscheidend, dass die Larve unbeschädigt und mit der richtigen Seite nach oben im Näpfchen liegt. Eine Larve, die beim Umlarven gedreht wird, liegt mit den Atemöffnungen im Futtersaft und stirbt ab. Die flache, nachgiebige Zunge hebt die Larve gerade an und legt sie in derselben Lage wieder ab. Gerade bei sehr jungen Larven im Alter von etwa einem Tag, die für die Königinnenzucht bevorzugt werden, ist diese schonende Übertragung besonders wichtig, weil die Larven noch sehr klein und empfindlich sind.

Auch bei dunklen oder schon häufiger bebrüteten Waben, deren Zellen durch Puppenhäutchen enger und tiefer geworden sind, kommt die Zunge gut bis auf den Zellboden. Die Arbeit gelingt am leichtesten bei guter Beleuchtung und mit einer Lesebrille oder Stirnlupe. Viele Züchter arbeiten in einem warmen, feuchten Raum oder unter einem feuchten Tuch, damit Larven und Futtersaft nicht austrocknen. Zwischen den Zellen wird die Zunge nur kurz kontrolliert; Wachsreste oder angetrockneter Futtersaft lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen.

Die Umlarvnadel eignet sich für alle gängigen Zuchtverfahren, bei denen Larven in Näpfchen umgesetzt werden: für selbst gegossene Wachsnäpfchen ebenso wie für Kunststoffnäpfchen auf Zuchtlatten. Sie wird damit in der Regel zusammen mit Weiselpfropfen, Näpfchen und einem Zuchtrahmen eingesetzt. Wer ganz ohne Umlarven arbeiten möchte, greift alternativ zu einem geschlossenen Zuchtsystem, in dem die Königin direkt in die Näpfchen stiftet.

Die elastische Zunge ist das Verschleißteil des Werkzeugs. Wird sie mit der Zeit rau, ausgefranst oder steif, gleitet sie nicht mehr sauber unter die Larve. Viele Imkerinnen und Imker halten deshalb mehr als eine Umlarvnadel bereit, um während einer Zuchtserie ohne Unterbrechung weiterarbeiten zu können. Auch für Zuchtkurse, in denen mehrere Personen gleichzeitig üben, ist ein kleiner Vorrat sinnvoll.

Zur Pflege wird die Nadel nach dem Umlarven mit lauwarmem Wasser gespült und an der Luft getrocknet. Scharfe Reinigungsmittel und heißes Wasser sind ungeeignet, weil sie die Zunge verhärten können. Aufbewahrt wird die Nadel am besten trocken und so, dass die Zunge nicht geknickt wird, etwa in einer kleinen Schachtel zusammen mit dem übrigen Zuchtzubehör.

Für einen gleichmäßigen Zuchtablauf hilft eine feste Reihenfolge: Zuchtlatte mit den Näpfchen vorbereiten, die Brutwabe mit passenden Larven aus dem Volk holen, zügig umlarven und die Latte ohne lange Wartezeit in das vorbereitete Pflegevolk hängen. Mit einer leichtgängigen Umlarvnadel lassen sich so in wenigen Minuten zwanzig oder mehr Näpfchen belegen, bevor die Larven Wärme und Feuchtigkeit verlieren.

Die Chinesische Umlarvnadel ist ein Einzelstück und wird von Bienen Ruck geliefert, einem traditionsreichen Fachhändler für Imkereibedarf. Weiteres Material für die eigene Zucht findest du in der Kategorie Umlarven & Zuchtzubehör. Für die Aufzucht ohne Umlarven bietet sich das Nicot Zuchtsystem an, und für die Begattung der geschlüpften Königinnen stehen passende Begattungskästchen bereit.

  • Produktnummer 16543
  • Hersteller Bienen Ruck GmbH
  • Herstellernummer 18700
  • Gewicht 0.0106 kg

Herstellerangaben

Bienen Ruck GmbH
Am Angertor 9
97618 Wülfershausen
Deutschland

Tel: 09762 305
Mail: info@bienen-ruck.de
Web: https://www.bienen-ruck.de

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