19,70 €
- Produktnummer 16630
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 30075
- Gewicht 1.06 kg
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Apicura Beutenschutz Lasur
Inhalt: 0,75 Liter Lasur in der Dose. Vier Farbtöne: kiefer, tannengrün, nussbaum und natur.
Eine Beute steht jahrzehntelang im Freien. Sie bekommt Regen ab, Frost, UV-Strahlung und im Sommer Temperaturen, bei denen sich das Holz spürbar bewegt. Was sie davor schützt, ist der Anstrich — und der muss zwei Dinge gleichzeitig können, die sich auf den ersten Blick widersprechen: Wasser draußen halten und das Holz trotzdem atmen lassen. Genau dafür ist die Apicura Beutenschutz Lasur gemacht.
Sie wurde eigens für Bienenkästen aus Holz und Styropor entwickelt und bildet eine diffusionsfähige, feuchtigkeitsregulierende und schmutzabweisende Oberfläche. Diffusionsfähig heißt: Feuchtigkeit, die von innen kommt, kann nach außen entweichen. Eine dichte Lackschicht würde sie einsperren, das Holz arbeitet darunter weiter und irgendwann platzt der Anstrich flächig ab. Eine Lasur legt sich stattdessen in die Poren und lässt den Austausch zu.
Der Punkt, an dem sich Beutenanstriche von normalen Holzschutzmitteln unterscheiden, ist die Unbedenklichkeit. Ein Bienenvolk sitzt praktisch rund um die Uhr in seiner Kiste, und im Sommer verdunstet an der Innenseite einiges. Die Apicura Lasur ist nach dem Trocknen unbedenklich für Mensch und Tier und zusätzlich nach DIN EN 71-3 zertifiziert, der Norm für die Sicherheit von Spielzeug. Diese Norm begrenzt die Abgabe von Schwermetallen aus Beschichtungen und ist der strengste Maßstab, den man an einen Anstrich anlegen kann.
Ebenfalls wichtig für die Praxis: Die Lasur ist besonders emissionsarm und nach den VOC-Richtlinien geprüft. Wer schon einmal im Frühjahr in der Garage mehrere Zargen gestrichen hat, weiß, warum das zählt. Man arbeitet ohne beißenden Lösemittelgeruch, und die Beuten sind schneller wieder einsatzbereit.
Zur Ergiebigkeit: Eine Dose reicht bei einfachem Anstrich für etwa 10 bis 12 Quadratmeter. Das klingt abstrakt, ist am Bienenstand aber leicht umzurechnen. Eine gängige Magazinbeute mit Boden, drei Zargen und Deckel kommt außen auf gut anderthalb Quadratmeter. Mit einer Dose bringst du also ungefähr sechs bis sieben komplette Beuten einmal durch, oder drei bis vier Beuten mit dem üblichen zweiten Anstrich.
Überstreichbar ist die Lasur nach rund sechs Stunden. In der Praxis bedeutet das: morgens der erste Anstrich, nachmittags der zweite, über Nacht durchhärten lassen. Zwei Aufträge sind bei neuem, saugendem Holz fast immer sinnvoll, weil der erste größtenteils in der Oberfläche verschwindet und erst der zweite den Film aufbaut, der das Wasser abweist.
Auf rohem Holz empfiehlt der Hersteller vorab einen Holzgrund. Der sättigt die Poren, verhindert, dass die Lasur ungleichmäßig einzieht, und verbessert Haftung wie Haltbarkeit spürbar. Besonders an Hirnholzkanten — den Stirnseiten der Zargenbretter — lohnt sich das, denn dort saugt Holz ein Vielfaches dessen auf, was die Fläche aufnimmt. Genau an diesen Kanten beginnt sonst nach ein paar Jahren die Verwitterung.
Gestrichen wird nur außen. Die Innenseiten der Zargen, die Rähmchenauflagen und alles, was mit Waben in Berührung kommt, bleiben roh. Das ist keine Frage der Unbedenklichkeit, sondern eine des Handwerks: Ein Film auf der Auflage macht das Lösen der Rähmchen zäh, und Propolis hält auf glatter Beschichtung schlechter. Auch der Flugloch-Innenbereich bleibt besser unbehandelt.
Die vier Farbtöne sind bewusst gewählt. Kiefer ist der klassische warme Holzton, tannengrün fügt sich am Waldrand fast unsichtbar ein, nussbaum geht ins Dunkle und bringt die Maserung stark heraus, natur bleibt nahezu farblos und lässt das Holz aussehen wie unbehandelt. Praktisch ist die Farbwahl auch am Stand selbst: Unterschiedliche Farben helfen den Bienen beim Anfliegen und dir beim Auseinanderhalten der Völker. Wer mehrere Beuten nebeneinander stehen hat, macht das Rückkehren an die richtige Kiste damit deutlich einfacher.
Zur Verarbeitung: Die Lasur wird auf trockenes, sauberes, angeschliffenes Holz aufgetragen. Alte, abblätternde Anstriche gehören vorher herunter, Restfeuchte im Holz verhindert die Haftung. Nicht in praller Sonne streichen — die Oberfläche trocknet dann schneller an, als sie verlaufen kann, und es bleiben Ansätze stehen. Ideal sind bedeckte, trockene Tage mit Temperaturen über zehn Grad.
Und zum Zeitpunkt: Gestrichen wird an leeren Beuten, nicht am besetzten Volk. Der beste Moment ist das Winterhalbjahr, wenn ohnehin Zargen frei sind, oder direkt nach der Reinigung ausgeschmolzener Kästen. Lass frisch gestrichene Teile ein paar Tage auslüften, bevor ein Volk einzieht — nicht, weil etwas Bedenkliches daran wäre, sondern weil restlicher Geruch die Annahme stören kann.
Passende Beuten und Zubehör findest du unter Bienenkästen und beim Beutenzubehör, kleinere Kästen unter Ablegerkästen aus Holz. Weitere Anstriche stehen unter Farben für Holzbeuten und in der Übersicht Beutenfarbe & Lasur.
- Produktnummer 16630
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 30075
- Gewicht 1.06 kg
Herstellerangaben
Bienen Ruck GmbH
Am Angertor 9
97618 Wülfershausen
Deutschland
Tel: 09762 305
Mail: info@bienen-ruck.de
Web: https://www.bienen-ruck.de