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Swedteam Herren Ridge 3 Jagdjacke Desolve Fire
Swedteam Herren Ridge 3 Jagdjacke Desolve Fire

Swedteam Herren Ridge 3 Jagdjacke Desolve Fire

Landregen im Oktober stellt andere Anforderungen als ein kurzer Schauer. Das Wasser kommt über Stunden, von oben und vom Wind getrieben seitlich, und der Körper gibt in der Bewegungslosigkeit immer weniger Wärme nach. Die Ridge 3 von Swedteam ordnet sich als Herren-Jagdjacke in der Farbbezeichnung Desolve Fire in solche Tage ein. Die Familie wird in den Größen 46, 48, 50, 52, 54, 56 und 58 geführt.

Wetterschutz entsteht bei Jagdbekleidung nie durch ein einzelnes Teil, sondern durch die Abstimmung mehrerer Lagen. Der übliche Aufbau von innen nach außen:

  • Basislage direkt auf der Haut, deren einzige Aufgabe der Feuchtigkeitstransport nach außen ist. Baumwolle leistet das nicht.
  • Isolationslage aus Fleece, Wolle oder einer Weste, deren Dicke sich nach Außentemperatur und geplanter Stillstandszeit richtet.
  • Wetterlage als äußere Hülle gegen Niederschlag und Wind, unter der die beiden inneren Lagen trocken bleiben sollen.

Wird eine dieser Lagen zu dick gewählt, entsteht Stau; wird sie zu dünn gewählt, kühlt der Rumpf aus. Deshalb gehört die Jacke immer gemeinsam mit der geplanten Unterziehlage betrachtet, nicht für sich.

Am oberen Abschluss liegt bei Dauerregen der kritische Punkt. Eine Kapuze an einer Wetterjacke wird daran gemessen, ob sie der Kopfdrehung folgt, ohne dass die Sicht nach links und rechts verloren geht, und ob sie am Hinterkopf und im Gesichtsbereich so weit geregelt werden kann, dass Wasser nicht in den Kragen läuft. Ein Kragen, der bis über das Kinn schließt, verhindert den Tropfweg in den Halsausschnitt. Beim Ansprechen und beim Blick durch das Glas bleibt der Gesichtsrahmen frei; eine Kapuze, die dabei vor die Augen rutscht, wird abgenommen und der Regen läuft in den Nacken. Dieses Zusammenspiel von Kopfabschluss und Kragen ist bei Regenbekleidung wichtiger als jedes Detail weiter unten.

Wasser kommt an langen Regentagen aus zwei Richtungen. Von außen fällt es auf Schulter, Kopf und Oberarm, von innen entsteht es beim Anmarsch, beim Steigen und bei jeder Arbeit mit dem Beil. Deshalb wird die äußere Lage unterwegs geöffnet und erst am Platz geschlossen. Jede Möglichkeit zum Lüften zählt am Hang mehr als auf der Kanzel.

Desolve Fire bezeichnet die Farbe dieser Familie. Gemusterte Oberflächen wirken bei Jagdbekleidung über das Aufbrechen der Körperkontur: Flächen unterschiedlicher Helligkeit lassen die geschlossene Silhouette eines Menschen weniger eindeutig erscheinen. Entscheidend bleibt daneben die Bewegungsruhe des Trägers.

Die Größen 46 bis 58 decken einen weiten Bereich ab. Für den Herbstansitz wird die Nummer so gewählt, dass Fleece oder Weste Platz finden, ohne dass sich der Ärmel am Oberarm festzieht; 46 und 48 setzen eine dünne Unterziehlage voraus, 50 bis 54 nehmen eine mittlere auf, 56 und 58 sind für kräftige Statur oder volle Winterlage gedacht. Ein Anhaltspunkt: Mit angelegter Innenlage sollte zwischen Brust und Jackeninnenseite eine Handbreite Spiel bleiben.

Unten und an den Händen entscheidet sich, wie lange eine Wetterlage trocken hält. Der Ärmelabschluss liegt im Regen über dem Handschuhschaft, damit das Wasser außen abläuft und nicht in den Ärmel zieht; beim Greifen über Kopf kehrt sich dieser Weg um, weshalb solche Arbeiten im Regen kurz gehalten werden. Der Saum sollte im Sitzen über dem Hosenbund bleiben und nicht in der Taille aufstehen.

Nasse Einsatztage sehen unterschiedlich aus. Vier Stunden auf der geschlossenen Kanzel im Landregen, bei denen fast nur der Rumpf zählt. Eine Nachsuche durch triefende Brombeeren, bei der Arme und Schultern am meisten Wasser abbekommen. Oder Revierarbeit im November, Kanzelreparatur bei Nieselregen, wobei Bewegung und Pausen sich abwechseln.

Benachbarte Bereiche vervollständigen die Ausstattung: reine Regenmodelle stehen bei den Regenjacken, Oberschichten für trockene Kälte bei den Funktionsjacken. Die Isolationslage findet sich bei Sweater & Hoodies, die Beinbekleidung bei den Jagdhosen.

Wetterbekleidung verliert ihre Oberflächenwirkung durch Schmutz und Hautfette. Regelmäßige Wäsche nach Herstellerangabe ohne Weichspüler erhält sie länger als seltenes Waschen, und eine Nachbehandlung der Oberfläche gehört nach mehreren Wäschen dazu. Getrocknet wird die Jacke hängend und geöffnet, damit auch die Innenseite durchlüftet.

Das Einsatzfenster dieser Warenart liegt zwischen dem ersten nassen Septembertag und dem letzten Schneeregen im März. In dieser Zeit wechseln die Innenlagen mehrfach, während die äußere Hülle gleich bleibt. Darin liegt der eigentliche Wert einer Wetterjacke: ausgewählt wird sie nach Niederschlag und Wind, die Wärme regelt der Träger darunter.

Vor dem ersten nassen Tag empfiehlt sich ein Trockenlauf im Hof: Lagen anlegen, den Kopfbereich schließen, den Kopf nach links und rechts drehen, das Glas ansetzen. Ein Aufbau, der sich dabei bewährt, trägt auch durch die dritte Stunde Regen.

  • Produktnummer SW27316
  • Hersteller Swedteam
  • Herstellernummer 22-1-338-46
  • Gewicht 1 kg