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Mikado Sasori Tele Spin WG 10-30g
Mikado Sasori Tele Spin WG 10-30g

Mikado Sasori Tele Spin WG 10-30g

Beim leichten Spinnfischen entscheidet die Köderführung über den Erfolg, nicht die Wurfweite. Genau darauf zielt die Sasori Tele Spin mit ihrer Wurfgewichtsspanne von 10-30g: Ein kleiner Gummifisch will am Grund angetippt und wieder abgesenkt werden, ein Spinner braucht eine gleichmäßige Geschwindigkeit, und ein Wobbler lebt von kurzen Impulsen aus dem Handgelenk. All das geschieht über die Rutenspitze, weshalb in dieser Klasse Dosierbarkeit wichtiger ist als Kraft. Wer mit 30g noch sauber auslädt, deckt damit das gesamte Programm vom Mikrojig bis zum mittleren Blinker ab.

Barsch und Forelle sind die typischen Zielfische. Barsche stehen an Kanten, Spundwänden, Hafenbecken und Krautfeldern und reagieren auf kurze, unregelmäßige Köderwege; weil sie beim Biss oft nur kurz zupacken, zählt ein Blank, der die Berührung bis in die Hand bringt. Forellen in Flüssen und Seen verlangen dagegen eine ruhigere Führung und ein weicheres Einsteigen beim Anhieb, da ihr Maul weich ist und große Haken leicht ausschlitzen. Döbel, Rapfen und kleinere Hechte lassen sich im selben Fenster mitnehmen, ohne das Gerät zu überfordern.

Welche Köder in den Bereich bis 30g fallen, ist in der Praxis schnell beantwortet: Gummifische in kleiner und mittlerer Größe an leichten Köpfen, Spinner der gängigen Größen, kompakte Blinker, schlanke Wobbler und Mikro-Metallköder. Entscheidend ist, dass das Gesamtgewicht aus Köder und Montage zählt und nicht der Köder allein. Ein 15g-Blinker mit zusätzlichem Wirbel und Stahlvorfach liegt bereits näher an der Mitte des Bandes als an seinem unteren Rand, und genau diese Mitte ist die Zone, in der sich eine Rute am angenehmsten werfen lässt.

Die drei Baulängen verändern die Art der Führung:

  • 2,10m — kurze Wege, direkte Impulse: ideal für das Fischen unter überhängenden Bäumen, am kleinen Bach und vom Boot aus, wenn der Köder dicht geführt wird.
  • 2,40m — ausgeglichen in der Handhabung, mit genug Spitze für ruckartige Führung und trotzdem ausreichend Weite am mittelgroßen Gewässer.
  • 2,70m — mehr Hebel für weite Würfe mit leichten Ködern und bessere Schnurkontrolle, wenn über Kraut, Steine oder eine flache Uferzone hinweg geführt wird.

Die Montage bleibt im Feinen schlank. Üblich ist eine dünne geflochtene Hauptschnur, an die ein Stück Fluorocarbon als unsichtbare Verbindung zum Köder geknotet wird; das verbessert vor allem im klaren Wasser die Zahl der Bisse. Die Rolle darf klein ausfallen, muss aber eine Bremse besitzen, die sich in kleinen Schritten regeln lässt, weil beim feinen Fischen zwischen Hakenhalt und Schnurbruch wenig Spielraum liegt. Kleine Drillinge und Einzelhaken bleiben nur scharf, wenn sie nach Kontakt mit Steinen kontrolliert werden — eine stumpfe Spitze verursacht mehr Fehlbisse als jede falsch gewählte Ködergröße.

Gewässer und Jahreszeit verschieben das Vorgehen. Im Frühjahr stehen Barsche flach und folgen schnell geführten Ködern bis unter die Rutenspitze, im Hochsommer lohnt die schattige Seite von Stegen und Brücken, und im kalten Wasser des Spätherbstes funktioniert eine langsame, fast schleppende Führung dicht über Grund am besten. Fließgewässer verlangen zusätzlich, die Strömung mitzudenken: Der Köder wird stromauf eingeworfen und arbeitet beim Abtreiben, während die Schnur gerade gehalten wird. An Seen und Hafenbecken ist dagegen das systematische Abfächern eines Platzes die wirksamere Methode.

Leichtes Spinnfischen lebt vom Ortswechsel. Ein Platz wird abgefischt, dann geht es weiter — und weil die Teile ineinander geschoben werden, braucht es dafür keine Zerlegerei am Ufer. Die Rute wird eingeschoben, über die Schulter mitgenommen und am nächsten Spot wieder ausgezogen. Dabei gilt dieselbe Reihenfolge wie bei jeder ausziehbaren Bauweise: Segmente gerade herausziehen, mit leichtem Druck festsetzen, Ringe ausrichten, Schnur einfädeln. Wird die Rute mit eingefädelter Schnur eingeschoben, sollte die Schnur vorher locker gelegt werden, damit sie nicht zwischen den Teilen eingeklemmt wird.

Die Pflege fällt in dieser Klasse besonders leicht, weil wenig Gewicht und wenig Schmutz im Spiel sind. Trotzdem gilt: Nach dem Angeln ausgezogen lassen, Übergänge mit einem Tuch abwischen, Sandreste entfernen und trocknen lassen. Dünne geflochtene Schnüre, wie sie hier häufig gefischt werden, reagieren empfindlich auf beschädigte Ringeinlagen; ein Wattestäbchen, das in einem Ring hängen bleibt, zeigt eine Kerbe zuverlässig an. Gelagert wird die Rute trocken, ohne Druck auf der Spitze.

Wer das feine Fischen weiter ausbauen will, findet verwandtes Gerät bei den Spoonruten für das Fischen mit kleinen Blechködern. Weitere Wurfgewichtsklassen derselben Methode zeigt die Übersicht der Spinnruten für Barsch, Forelle und Hecht, und einen Blick über alle Bauarten hinweg erlaubt der Bereich Angelruten vom Ansitz bis zum aktiven Fischen.

  • Produktnummer SW20886
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer WAA608-210
  • Gewicht 0.196 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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