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Mikado Katsudo Match
Mikado Katsudo Match

Mikado Katsudo Match

Matchangeln lebt von Feinheit. Wer eine schlanke Pose über Rotaugen, Brassen oder Schleien führt, fischt mit dünner Hauptschnur, kleinen Haken und Bissen, die sich oft nur als langsames Absinken der Antenne zeigen. Die Katsudo Match aus dem Mikado-Programm ist eine Stationärrolle für dieses zurückhaltende Fischen. Sie hält den Schnurfluss ruhig, statt Unruhe in eine sorgfältig ausgelotete Montage zu tragen.

Beim Matchangeln zählt weniger rohe Kraft als ein gleichmäßiger Schnureinzug. Die Hauptschnur soll in sauberen Lagen auf die Spule laufen, damit sie beim nächsten Wurf wieder ohne Stocken abspringt und die Pose zuverlässig auf Distanz geht. Dieses gleichmäßige Aufspulen ist die eigentliche Daueraufgabe einer Matchrolle: bei zwanzig Würfen am Vormittag ebenso wie bei zweihundert an einem langen Tag am Wasser. Wer zusätzlich mit Stopperknoten und feiner Lotung arbeitet, merkt rasch, wie stark ein ruhiger Lauf das Ergebnis trägt.

Das Einsatzfeld reicht vom Vereinsteich bis zum Baggersee. Am stehenden Wasser steht die Pose still, und die Rolle muss vor allem beim Einholen sauber arbeiten. An leicht ziehenden Flussabschnitten kommt das Nachführen hinzu: Die Montage treibt ab, Schnur wird kontrolliert freigegeben und anschließend wieder aufgenommen. Beide Situationen stellen dieselbe Grundanforderung — ein Einzug, der nicht stottert und keine losen Schlaufen auf der Spule zurücklässt.

Geführt wird die Familie über die Achse Modell mit den Werten 2012, 3012 und 4012. Dahinter steht eine Größenstaffel des Herstellers: Mit der Zahl wächst der Rollenkörper, und mit dem Rollenkörper wächst die Spule. Die größeren Modelle nehmen dadurch mehr Schnur auf und harmonieren mit kräftigeren Ruten, während die kleinste Abstufung dem leichten Gerät näher steht. Welche Größe passt, entscheidet damit vor allem die Rute, die ohnehin schon im Futteral liegt.

  • 2012 — die kompakteste Abstufung der Reihe, gedacht für leichte Matchruten und feine Posenmontagen auf kurze bis mittlere Entfernung.
  • 3012 — die mittlere Größe, die den größten Teil des klassischen Posenfischens am See und am ruhigen Fluss abdeckt.
  • 4012 — die größte Variante mit der größten Spule dieser Reihe, passend zu längeren Ruten und weiten Würfen über offenes Wasser.

Zur Rolle gehört die Schnur. Beim Matchangeln wird meist monofil gefischt, weil die Dehnung kleine Haken im Drill schont und weil eine absinkende Schnur den Anhieb auf Distanz besser überträgt. Die Spule sollte bis knapp unter den Rand gefüllt sein: zu wenig Schnur bremst den Wurf, zu viel bringt lose Wicklungen über die Kante. Eine dünne Unterfütterung gleicht den Unterschied aus, wenn die gewünschte Schnurmenge den Spulenkörper nicht ganz ausfüllt.

Am Wasser zeigt sich eine Matchrolle in Kleinigkeiten. Der Schnurclip hilft, eine einmal gefundene Entfernung über den ganzen Tag zu halten, damit Futter und Montage am selben Platz landen. Die Bremse wird bei dünnen Vorfächern bewusst weich eingestellt, damit eine unerwartet große Brasse Schnur nehmen kann, ohne dass die Rutenspitze blockiert. Und weil beim Posenfischen ständig nachgeführt und wieder eingekurbelt wird, empfiehlt sich ein Blick auf die Stellung des Kurbelknaufs: Er sollte dort sitzen, wo die Hand ihn ohne Suchen trifft.

Im Drill arbeitet das Zusammenspiel aus weicher Rutenspitze, gedehnter Schnur und nachgebender Bremse. Fluchten werden über die Bremse abgefangen, nicht über die Kurbel. Wer mit der Hand gegen eine laufende Spule kurbelt, verdrallt die Schnur und handelt sich im nächsten Wurf Perücken ein. Ruhig stehen lassen, Druck halten, erst bei nachlassendem Zug wieder aufholen — damit landen auch größere Fische an feinem Gerät sicher im Kescher.

Auch der Umgang mit der Spule gehört zum Handwerk. Vor dem ersten Wurf wird die Schnur unter leichtem Zug aufgespult, damit die unteren Lagen fest sitzen und sich die oberen später nicht hineinschneiden. Steht am Folgetag eine andere Angelei an, wird die oberste Lage abgezogen und erneuert, statt über eine gekringelte Schnur hinwegzufischen.

Nach dem Angeltag gehört die Rolle kurz in die Hand: Schnurreste und Futterkrümel vom Spulenrand streifen, das Gehäuse mit einem feuchten Tuch abwischen, danach trocken lagern. Wer am Brackwasser oder küstennah unterwegs war, spült vorher mit klarem Süßwasser nach. Vor der Winterpause wird die Bremse gelöst, damit die Scheiben entlastet bleiben; im Frühjahr genügt ein Durchdrehen von Hand, um zu hören, ob alles rund läuft.

Im Sortiment steht die Rolle in guter Gesellschaft. Weitere Modelle derselben Bauform stehen bei den Stationärrollen für das Friedfischangeln, ein zweites Spulenpaket für eine andere Hauptschnur findet sich unter den passenden Ersatzspulen. Wer vom Posenfischen gelegentlich auf das Grundangeln mit Futterkorb wechselt, wird bei den Rollen für das Feederangeln fündig.

  • Produktnummer SW21546
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer KDA185-2012
  • Gewicht 0.328 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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