111,99 €
- Produktnummer SW18409
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer KDA172-4008
- Gewicht 0.583 kg
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Mikado Jaws FD
Die Jaws FD ist eine Stationärrolle aus dem Programm des Herstellers Mikado. Im Shop läuft sie als Variantenartikel über die Achse Modell, und zur Auswahl stehen die beiden Modelle 3008 und 4008. Das Kürzel FD benennt die Bauart der Bremse: Das Stellrad sitzt vorn an der Spule, die Rolle arbeitet also mit Frontbremse. Diese Anordnung erreicht man mit dem Daumen der Rutenhand, ohne die Rute abzulegen oder den Griff zu wechseln.
Der Platz dieser Rolle ist das Raubfischgerät. Wer mit Kunstködern auf Hecht, Zander oder Barsch unterwegs ist, setzt eine Rolle dieser Bauform unter eine Spinnrute und arbeitet den Tag über mit kurzen, oft wiederholten Würfen. Ebenso trägt die Jaws FD ein Ansitzgerät mit Köderfisch, bei dem die Schnur nach dem Wurf ruhig auf der Spule liegt und der Bissanzeiger die Beobachtung übernimmt. Zwischen diesen beiden Arten zu fischen liegt ein deutlicher Unterschied in der Belastung, und die Frontbremse lässt sich für beide einstellen.
Daraus ergeben sich die Situationen, in denen die Rolle am Wasser steht:
- Spinnfischen mit Gummifisch und Jigkopf an Kanal, Fluss und Baggersee
- Führen von Wobblern und Blinkern entlang von Kanten und Krautfeldern
- Ansitz mit Köderfisch an der Pose oder am Grundblei
- Vertikales Fischen vom Boot, wenn die Schnur senkrecht unter der Rutenspitze steht
- Langsames Schleppen über kurze Strecken
Die Größenwahl läuft über die Zahl im Modellnamen. 3008 ist die kleinere der beiden Ausführungen, 4008 die größere. Das kleinere Modell passt zu leichterem Gerät und kurzen bis mittleren Ruten, wie sie beim Fischen mit feinen Gummiködern und beim Barschangeln auf engem Raum zum Einsatz kommen. Das größere Modell deckt das kräftigere Ende ab: längere Ruten, schwerere Köder, Hechtgewässer mit Hindernissen und Strecken, auf denen weit geworfen wird. Wer beide Bereiche abdeckt, nimmt für jede Rute die passende Größe, statt eine Rolle hin und her zu schrauben.
Beim Zusammenstellen von Rute und Rolle zählt das Gleichgewicht. Die Rolle sitzt im Rollenhalter und soll das Gewicht der Rute so ergänzen, dass die Kombination in der Hand ruhig liegt. Eine Rute, die mit montierter Rolle nach vorn kippt, ermüdet die Hand über Stunden. Eine passend gewählte Größe nimmt dieses Kippen heraus. Dazu kommt die Länge des Rollenfußes: Der Schraubring der Rute muss sich vollständig über den Fuß ziehen lassen und fest sitzen, damit nichts arbeitet, wenn der Anschlag kommt.
Die Spule füllt man bis knapp unter die Kante des Spulenrandes. Liegt die Schnur höher, springt sie beim Wurf in Schlaufen ab; liegt sie deutlich tiefer, bremst die Kante jeden Wurf. Eine Unterfütterung aus einfacher Monofilschnur unter der Hauptschnur bringt eine zu kleine Schnurmenge auf das richtige Niveau. Geflochtene Schnur braucht entweder eine Lage Monofil darunter oder einen Streifen Klebeband auf dem Spulenkern, damit sie nicht durchrutscht. Nach dem Aufspulen zieht man die Schnur unter Spannung von der Rute ab und wickelt sie erneut auf, dann liegt sie gleichmäßig.
Die Frontbremse stellt man am Wasser ein, nicht zu Hause. Bewährt hat sich, die Bremse so weit zu öffnen, dass sich Schnur mit gleichmäßigem Zug von Hand abziehen lässt, und sie im Drill nach Bedarf nachzuziehen. Bei kurzem, hartem Anhieb auf Zander gibt die Bremse besser etwas Schnur frei, als dass das Vorfach die Last trägt. Nach dem Angeltag wird die Bremse geöffnet. So bleibt der Druck von den Bremsscheiben, und sie behalten ihren weichen Lauf über die Saison.
Zur Pflege genügen einfache Handgriffe. Sand und Schlamm vom Rollenfuß und aus dem Spulenspalt nimmt ein feuchtes Tuch ab, keinesfalls ein harter Strahl aus dem Schlauch. Nach Tagen am Salzwasser wird das Gehäuse mit Süßwasser abgewischt und offen getrocknet. Die Spule lässt sich abnehmen, darunter sammelt sich der feine Schmutz. Gelagert wird die Rolle trocken, mit geöffneter Bremse und entspanntem Bügel, am besten in einem Beutel, damit die Schnur beim Transport nichts streift.
Die Handhabung am Wasser folgt wenigen Regeln. Der Bügel wird von Hand geschlossen, nicht über die Kurbel, denn das hält die Mechanik ruhig und legt die Schnur sauber über die Rolle. Beim Einholen bleibt die Kurbel in Bewegung, solange der Fisch Schnur nimmt, sonst entsteht Drall in der Hauptschnur. Zwei Finger vor dem Rollenfuß geben beim Wurf Halt, der Zeigefinger hält die Schnur, bis die Rute den Köder auf die Strecke bringt.
Weitere Rollen für andere Arten des Angelns finden sich in der Übersicht Angelrollen. Wer zusätzlich eine Rolle für das leichte Kunstköderfischen sucht, schaut bei den Spinnrollen; für Tage an der Küste führen wir eigene Salzwasserrollen. Die Auswahl zwischen 3008 und 4008 erfolgt oben auf dieser Seite über das Feld Modell.
- Produktnummer SW18409
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer KDA172-4008
- Gewicht 0.583 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/