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Mikado Intro Tele Carp II 3,0 lbs
Mikado Intro Tele Carp II 3,0 lbs

Mikado Intro Tele Carp II 3,0 lbs

Die Angabe 3,0 lbs im Namen bezeichnet die Testkurve und damit das zentrale Maß, nach dem Karpfenruten eingeordnet werden. Sie beschreibt, welche Zuglast am Spitzenring nötig ist, um den Blank in einen rechten Winkel zum Griff zu biegen. Drei Pfund liegen im mittleren bis kräftigen Feld: genug Rückgrat, um eine Grundmontage mit Boilie auf Entfernung zu bringen und einen starken Fisch von Hindernissen fernzuhalten, zugleich noch weich genug, dass Kopfstöße nicht ungefiltert auf den Hakenhalt durchschlagen.

Im Drill zeigt sich, wofür diese Auslegung gedacht ist. Ein schwerer Karpfen zieht nicht ruckartig, sondern anhaltend; er sucht Kraut, Totholz oder die Schilfkante und wechselt mehrfach die Richtung. Ein Blank mit dieser Testkurve arbeitet über die gesamte Länge mit, nimmt lange Fluchten auf und baut gleichzeitig genug Gegendruck auf, um den Fisch aus der gewählten Richtung herauszudrehen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel mit der Bremse: Sie darf unter Dauerzug Schnur abgeben, ohne dass der Rutenwinkel flach wird – gehalten wird hoch, damit der Blank die Arbeit übernimmt und nicht die Schnur allein.

Drei Längen gehören zur Familie, und sie unterscheiden sich im Einsatzbild deutlich:

  • 3,30m – kompakt am kleinen Vereinsgewässer, im bewachsenen Winkel und beim Angeln vom Boot oder vom schmalen Steg aus.
  • 3,60m – das übliche Maß für Seen mittlerer Größe, bei dem Wurfweite und Handhabung ausgeglichen bleiben.
  • 3,90m – mehr Hebel beim Abwurf und ein höherer Schnurverlauf über Kraut und Flachzonen, wenn der Platz weiter draußen liegt.

Als Teleskopbauweise verhält sich diese Karpfenrute anders als ein geteiltes Modell im langen Futteral. Sie lässt sich zusammengeschoben an den Platz tragen, auch wenn der Weg über Trampelpfade, durch Unterholz oder mit Sitzkiepe und Eimer in der anderen Hand führt. Wer kurzfristig an ein Gewässer fährt und keinen festen Sitzplatz aufbaut, kommt damit in wenigen Minuten ins Angeln.

Welches der drei Maße sinnvoll ist, hängt weniger vom Fisch ab als vom Platz und vom Weg dorthin. An einem kleinen Weiher, an dem die Montage ohnehin nur zwanzig Meter weit muss, bringt zusätzliche Länge wenig und nimmt zwischen Büschen Bewegungsfreiheit; an einem weiten See, an dem der Futterplatz hinter einer Flachzone liegt, hilft jeder zusätzliche Zentimeter beim Abwurf und beim Hochhalten der Schnur über das Kraut. Wer mit zwei Ruten nebeneinander angelt, wählt sinnvollerweise dasselbe Maß, damit beide Montagen gleich hoch über dem Wasser stehen und sich die Schnüre nicht kreuzen.

Hauptschnur und Vorfach sind auf die Testkurve abzustimmen. Eine Rute dieser Klasse verträgt kräftige Monofile ebenso wie geflochtene Schnur mit einem dehnbaren Vorfachstück; wichtig ist, dass das schwächste Glied bewusst gewählt wird und nicht zufällig der Knoten am Wirbel ist. Beim Karpfenangeln über Muschelbänken oder an steinigem Grund kommt abriebfestes Material zum Einsatz, das regelmäßig zwischen den Fingern auf raue Stellen geprüft wird. Nach einem langen Drill wird der erste Meter Schnur gekürzt, bevor die nächste Montage gebunden wird.

Rund um die Montage gilt das Übliche beim Karpfenangeln: Ein Grundblei läuft auf der Hauptschnur oder sitzt im Safety-Clip, darunter folgt ein kurzes, abriebfestes Vorfach mit Haar für Boilie, Pellet oder Mais. Eine Rolle mit Freilauf oder eine weit geöffnete Bremse verhindert, dass die abgelegte Rute bei einem heftigen Abzug vom Halter gerissen wird. Abhakmatte, großer Kescher und Desinfektion für den Hakenbereich gehören zur schonenden Behandlung des Fangs dazu.

Beim abgelegten Angeln wird die Rute gegen einen plötzlichen Abzug gesichert. Auf einem Rod Pod oder einem Paar Banksticks liegt sie in zwei Auflagen, vorne im Bissanzeiger, hinten in einem Halter mit geschlossenem Bügel. Eine weit geöffnete Bremse oder der Freilauf der Rolle gibt im Ernstfall Schnur frei, bevor Zug auf das Gestell kommt. Beim Aufnehmen wird zuerst die Rute gegriffen, dann der Freilauf geschlossen und erst danach angeschlagen – in dieser Reihenfolge bleibt der Haken sicher im Maulwinkel.

Nach dem Angeln werden die Auszüge gereinigt, bevor die Rute eingeschoben wird; Sandkörner zwischen den Gliedern sind die häufigste Ursache für Verklemmungen. Feuchte Ruten trocknen ausgezogen, der Rollenhalter wird gelegentlich ausgebürstet, und das Futteral bleibt nur dann die richtige Aufbewahrung, wenn der Blank vollständig trocken ist.

Ergänzend passen zu dieser Rute die weiteren Modelle aus der Abteilung für das gezielte Angeln auf Karpfen, wenn ein zweites oder drittes Gerät am Platz liegen soll. Wer den Vorteil der zusammenschiebbaren Bauweise auch bei anderen Angelarten nutzen möchte, findet ihn bei den ineinander versenkbaren Ruten im Programm. Einen Gesamtüberblick nach Einsatzzweck gibt die Übersicht sämtlicher Ruten im Sortiment.

  • Produktnummer SW19629
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer WAA988-360
  • Gewicht 0.41 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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