Mikado Crystal Line 30 m
Mikado
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Beschreibung
Mikado Crystal Line 30 m
Die Crystal Line von Mikado ist eine monofile Angelschnur in zwei ausgesprochen feinen Durchmessern, aufgespult auf eine Einheit von 30 m. Diese knappe Spulenlänge verrät bereits den Zweck: Gedacht ist das Material nicht als Füllung für eine Stationärrolle, sondern als Vorrat für selbst gebundene Endstücke, der in der Montagebox mitfährt. Daraus entstehen am Wasser Hakenlängen, Seitenarme und kurze Übergänge, die auf den erwarteten Fisch und die Beißlaune des Tages zugeschnitten sind.
Die Achse Schnurdurchmesser umfasst diese beiden Werte:
- 0,080mm bildet die feinere Abstufung. Sie geht an kleine Haken mit schmalem Öhr, an Stippmontagen und an winterliche Rotaugenfischerei, bei der jede überflüssige Kontur im Wasser auffällt.
- 0,100mm bietet mehr Querschnitt. Das Material liegt dadurch besser zwischen den Fingern, lässt sich leichter knoten und trägt Endstücke an der Matchrute, leichte Grundmontagen und Köder für Forelle und Schleie.
Selbst gebundene Vorfächer haben gegenüber fertiger Ware einen klaren Vorzug: Länge, Hakengröße und Zahl der Knoten bestimmt der Angler nach Lage am Platz. An der Pose bleibt ein Endstück oft nur zwanzig bis vierzig Zentimeter lang, am Grund darf es deutlich länger ausfallen, damit der Köder frei pendelt. Mit einer Spule feiner Mono in der Tasche sind diese Abstufungen in zwei Minuten gebunden, ohne dass eine fertige Länge zurechtgekürzt werden muss.
Beim Angeln mit feinem Gerät hängt viel an diesem letzten Stück Schnur. Eine dünne Monofile folgt der Strömung weicher als geflochtenes Material, sie steht lockerer im Wasser und lässt einen leichten Köder natürlicher absinken. Viele Angler verbinden deshalb eine dünne Geflechtschnur auf der Rolle mit einem monofilen Endstück. Die Rutenspitze gibt dann weiter deutliche Rückmeldung, während das vordere Ende der Montage nachgiebig bleibt und ein vorsichtiger Fisch den Köder ohne Widerstand aufnehmen kann.
Knoten entscheiden bei dünner Mono über den Verlauf des Tages. Folgende Punkte haben sich am Wasser eingespielt:
- Jeden Knoten vor dem Zuziehen anfeuchten, damit die Windungen gleiten und sich nicht gegeneinander einschneiden.
- Bei 0,080mm lieber eine Windung mehr legen als bei stärkerem Querschnitt und den Knoten langsam und gleichmäßig schließen.
- Mono auf Mono gelingt mit dem Blutknoten oder einer doppelten Schlaufe sauber und flach.
- Am Hakenöhr halten der Grinnerknoten und der Palomarknoten auch bei kleinen Haken zuverlässig.
- Nach jedem gelandeten Fisch die letzten Zentimeter zwischen den Fingern abtasten und bei rauer Stelle neu binden.
Im klaren Wasser rückt die Sichtbarkeit des Vorfachs nach vorn. Je kleiner der Querschnitt, desto weniger Kontur bietet die Schnur dem Licht, und desto eher nimmt ein Fisch den Köder ohne Zögern auf. An Baggerseen, an winterlichen Kanälen und an stehenden Forellengewässern macht der Schritt von 0,100mm auf 0,080mm im Bissverhalten einen merkbaren Unterschied. Dort, wo das Wasser getrübt ist oder Kraut und Muschelbänke am Grund liegen, wiegt die größere Abstufung schwerer als die Tarnung.
Typische Einsätze lassen sich rasch benennen, auch wenn sie am Wasser verschieden aussehen. An der Kopfrute bildet ein kurzes Stück 0,080mm den Übergang zur stärkeren Hauptschnur und gibt im Hänger zuerst nach, sodass Pose und Montage erhalten bleiben. Am Feeder dient dasselbe Material als Seitenarm für den Haken, weil es im Wurf wenig verdrillt und auf dem Grund flach liegt. Beim Angeln auf Forelle am kleinen See trägt 0,100mm Teig, Bienenmade oder eine kleine Spirale, ohne dass die Montage grob gerät.
Im Zusammenspiel mit dem übrigen Kleinzeug zeigt sich, warum zwei Durchmesser sinnvoll sind. Haken mit schmalem Öhr nehmen 0,080mm ohne Mühe auf, während ein weiteres Öhr mit 0,100mm besser gefüllt wird und der Knoten dort ruhiger sitzt. Bei der feineren Abstufung lohnt der Blick darauf, dass keine Kante am Durchlass an der Schnur scheuert.
Damit die Spule über Monate brauchbar bleibt, helfen wenige Gewohnheiten:
- Die 30 m dunkel und trocken aufbewahren und nicht dauerhaft hinter der Windschutzscheibe liegen lassen.
- Das Schnurende nach dem Abziehen sichern, damit sich keine Wicklung löst und die Lage nicht aufspringt.
- Beim Abziehen ruhig und gegen die Wickelrichtung arbeiten, dann bleibt die Lage glatt und es entstehen keine Schlaufen.
- Abschnitte vom Binden niemals am Ufer zurücklassen, sondern in Tasche oder Beutel stecken.
Die Wahl zwischen den beiden Werten richtet sich nach der Größe der erwarteten Fische und nach der Klarheit des Wassers. Bei kleinen Weißfischen im spiegelglatten See führt 0,080mm die Montage unauffälliger; bei Brassen, Schleien und kräftigen Forellen über Struktur ist 0,100mm die ruhigere Entscheidung. Beide Spulen zusammen decken diesen Übergang ab, sodass am Wasser nicht improvisiert werden muss.
Die Spule fügt sich in das übrige Schnurprogramm ein. Weitere feine Mono steht in der Abteilung Monofile Angelschnur bereit, konfektionierte Endstücke sind unter Vorfachschnur zu finden, und wer die Hauptschnur auf der Rolle erneuern möchte, sieht sich bei der geflochtenen Angelschnur um.
Die Durchmesser 0,080mm und 0,100mm treffen genau den Bereich, in dem das Vorfach über Biss und Fehlbiss entscheidet. Zwei Spulen im Gepäck genügen, um am Wasser zwischen vorsichtigem und etwas robusterem Aufbau zu wechseln.
Produktdetails
- Produktnummer SW11573
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer ZOC-008
- Gewicht 0,032 kg