Mikado Alga Nr. 2 Blinker 6,1 cm 20 g
Mikado
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Beschreibung
Mikado Alga Nr. 2 Blinker 6,1 cm 20 g
Bauform und Masse bestimmen bei einem Blinker fast alles. 6,1 cm Blattlänge treffen hier auf 20 g, und dieses Verhältnis ergibt einen mitteldichten Metallköder: schwer genug, um Wind und Strömung zu widerstehen, flächig genug, um beim Einholen deutlich zu arbeiten. Das Blatt kippt unter Zug um die Längsachse und läuft dabei nicht in engen, nervösen Schlägen, sondern in weiteren Bewegungen, die auf mittlere Entfernung noch sichtbar bleiben.
Gegenüber dem kleineren Modell derselben Reihe verschiebt sich das Verhalten merklich. Knapp ein Zentimeter mehr Blattlänge und acht Gramm mehr Masse bedeuten eine steilere Absinkkurve und ein festeres Gefühl in der Rute. Der Köder bleibt deshalb auch in schnellem Wasser kontrollierbar, in dem leichtere Modelle nach oben steigen und ihre Laufspur verlieren. Gleichzeitig verschiebt sich das Einsatzfenster nach unten: Ebenen jenseits von drei Metern werden ohne Mühe erreicht.
Daraus ergibt sich eine breite Palette an Führungsarten. Das gleichmäßige Einholen bleibt die Grundlage, also eine konstante Kurbelgeschwindigkeit, bei der das Blatt sauber rotiert, ohne zu überschlagen. Variiert wird darüber hinaus in drei Richtungen.
Beim Stop and Go folgen auf fünf bis acht Umdrehungen eine kurze Pause, in der der Blinker kippend absinkt; ein großer Teil der Bisse kommt genau in dieser Phase. Beim abgestuften Einholen wird die Geschwindigkeit innerhalb eines Wurfes zweimal gewechselt, sodass der Köder auf unterschiedlichen Ebenen durch das Blickfeld läuft. Beim Fächern vom Boot aus wandert der Wurfwinkel Schritt für Schritt weiter, bis die aktive Ebene gefunden ist und sich wiederholen lässt.
In der Strömung kommt eine vierte Technik hinzu. Der Wurf geht stromauf, der Blinker sinkt während des Abtreibens, und erst wenn die Schnur sich spannt, beginnt das Blatt selbsttätig zu arbeiten. Die Rolle steht dabei still, gelenkt wird allein über den Rutenwinkel. Diese Variante hält den Köder lange in Grundnähe und passt zu tiefen Rinnen hinter Wehren, zu Brückenpfeilern und zu Außenkurven mit festem Grund.
Bei den Zielfischen steht der Hecht an erster Stelle. Ein 6,1 cm langes Blatt liegt in dem Beutefenster, das mittelgroße Hechte im Sommer und Herbst bevorzugen, und die 20 g erlauben den Wurf bis an entfernte Krautfelder. Auch kapitale Barsche nehmen den Köder, besonders wenn er mit kurzen Pausen in Bodennähe geführt wird. Im Meerforellen- und Lachsfischen an Küsten und Flüssen ist ein Blinker dieser Größenordnung seit langem gesetzt, weil er gegen Wind noch Weite bringt. An Talsperren mit Zanderbestand zahlt sich die lange Absinkphase über steilen Kanten aus.
Drei Farbgebungen stehen zur Verfügung. Firetiger arbeitet mit starken Kontrasten und spielt seine Stärke bei getrübtem Wasser aus. Red Head setzt den roten Kopfbereich als Zielpunkt und wird gern bei kaltem, klarem Wasser angebunden. Roach bleibt naturnah und passt zu Gewässern mit sichtbarem Weißfischbestand. Das Blatt selbst ist in allen drei Fällen identisch, die Entscheidung betrifft nur die Optik.
Ein kleiner Wirbel mit Karabiner zwischen Vorfach und Köder erhält die freie Bewegung des Blatts und verkürzt den Wechsel auf wenige Sekunden. Beim Hechtfischen gehört ein bissfestes Vorfach dazu; an der Küste genügt eine kurze, möglichst unauffällige Verbindung. Eine Rute mit straffem Rückgrat setzt den Anhieb auf Entfernung noch durch, ohne dass der Köder beim Wurf aus der Bahn gerät.
Die Abstimmung von Kurbeltempo und Rutenwinkel entscheidet darüber, auf welcher Ebene das Blatt arbeitet. Eine gesenkte Rutenspitze lässt den Köder tiefer und langsamer laufen, eine angehobene hebt ihn an und beschleunigt ihn. Diese beiden Stellgrößen genügen, um ohne Köderwechsel von der mittleren in die obere Schicht zu gehen. An unbekannten Stellen verkürzt dieses Vorgehen die Suche erheblich, weil die Montage unverändert bleibt und allein die Hand über die Tiefe bestimmt.
Am Krautfeld wird der Wurf über die Kante hinaus gesetzt und der Blinker erst dann angezogen, wenn er die freie Fläche erreicht hat. Hechte folgen dem Köder häufig bis dicht unter die Rutenspitze, weshalb die letzten Meter ruhig weitergeführt werden. Barschschwärme verraten sich im Herbst durch jagende Weißfische an der Oberfläche; dort wird der Blinker durch den Schwarm geworfen und knapp darunter zurückgeholt. An der Brandungskante arbeitet derselbe Köder im auflaufenden Wasser, wobei die Würfe schräg mit der Strömung gesetzt werden.
Im Köderkasten bildet dieses Modell die mittlere Stufe zwischen dem kleinen Blinker für enge Bäche und den schweren Formen für tiefe Kanten. Wer mit drei Gewichtsklassen unterwegs ist, deckt den größten Teil der Spinnsaison ab und entscheidet am Wasser nur noch nach Licht und Trübung. Ein zweiter, gleicher Blinker in Reserve verhindert, dass ein Hänger den weiteren Verlauf des Tages bestimmt.
Vergleichbare Metallköder in weiteren Größen stehen unter Blinker, rotierende Alternativen für sehr langsame Führung unter Spinner, und das übrige Angelsortiment von der Rolle bis zum Kescher ist über den Bereich Angeln erreichbar.
Produktdetails
- Produktnummer SW13734
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer PMB-WAL-20-FT
- Gewicht 0,027 kg