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Lüneburger Stülper Strohkorb

Beschreibung

Lüneburger Stülper Strohkorb

Der Lüneburger Stülper ist die klassische Korbbeute der norddeutschen Heideimkerei: ein glockenförmiger, aus Stroh gewickelter Bienenkorb ohne Rähmchen, in dem das Volk seinen Wabenbau frei von oben nach unten anlegt. Der Hersteller beschreibt ihn als traditionelles Bienenhaus mit robuster Bauweise, das von vielen Imkern für die Haltung von Bienenvölkern verwendet wird. Laut Hersteller ist der Korb handgefertigt.

Auf dem Produktbild zeigt sich ein hoher Korb mit leicht nach außen schwingender Wandung und gerundeter Kuppe. Die Strohwülste liegen eng übereinander und sind mit hellen, flachen Bändern in kurzen Abständen vernäht. Etwa auf halber Höhe sitzt ein schmales, waagerechtes Flugloch. Die untere Kante ist offen, denn der Name Stülper bezieht sich darauf, dass der Korb mit der Öffnung nach unten auf ein Bodenbrett gestülpt wird.

Technische Angaben laut Hersteller:

  • Höhe: 35 cm
  • Wandstärke: 2 cm
  • handgefertigt

Die Wandstärke von 2 cm sorgt laut Hersteller für gute Isolation und Stabilität. Stroh ist ein natürlicher, atmungsaktiver Werkstoff, der Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann und Temperaturschwankungen dämpft. Die Höhe von 35 cm bietet nach Herstellerangabe ausreichend Platz für die Bienen. Für eine Völkerführung mit großen Honigernten ist der Stülper allerdings nicht gedacht, denn ohne Zargen und Rähmchen fehlen die Erweiterungsmöglichkeiten moderner Magazinbeuten.

Wofür der Lüneburger Stülper eingesetzt wird:

  • Schwarmaufnahme: Ein großer Korb nimmt einen Vorschwarm problemlos auf und dient anschließend als vorläufige Unterkunft, bis der Schwarm in eine Magazinbeute einlogiert wird.
  • Naturnahe Bienenhaltung: Wer Bienen im Naturwabenbau halten und die historische Korbimkerei pflegen möchte, findet hier die passende Behausung.
  • Lehrbienenstand und Museum: Der Stülper veranschaulicht die Imkerei vergangener Jahrhunderte und eignet sich für Führungen und Vorführungen.
  • Bienenstand-Gestaltung: In einem Bienenzaun oder unter einem Vordach aufgestellt, prägt er das Bild eines traditionellen Standes.

Beim Besiedeln wird der Korb mit der Öffnung nach unten auf ein ebenes Bodenbrett gesetzt. Der Schwarm kann von oben eingeschlagen und der Korb anschließend umgedreht oder über ein schräg angelegtes Brett eingelaufen werden. Wichtig ist ein regengeschützter Platz, etwa unter einem Dach, in einem Bienenhaus oder unter einer Korbhaube, denn Stroh verträgt Dauernässe schlecht. Das Flugloch sollte nach Süden bis Südosten weisen.

Für die Kontrolle des Volkes lässt sich der Korb vorsichtig kippen und von unten einsehen. Eine Wabendurchsicht wie bei Rähmchenbeuten ist dabei nicht möglich. Rechtliche Pflichten zur Varroakontrolle und zur Seuchenvorsorge gelten auch bei der Korbhaltung. Deshalb sollte vorab geklärt werden, wie sich Behandlung und Diagnose im Korb umsetzen lassen.

Pflege: Den Korb trocken und gut belüftet lagern, Schimmel- und Mäusebefall vorbeugen und Wachsreste mit einem Holzspatel entfernen. Abflammen scheidet bei Stroh aus. Lose Bänder lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick nachbinden.

Beim Einschlagen und Kippen des Korbes gehören Schleier und Handschuhe zur Ausrüstung. Gearbeitet wird langsam und mit wenig Rauch, damit der Wabenbau, der im Korb nur an der Kuppe und den Wänden befestigt ist, nicht abbricht.

Weitere Schwarmkörbe und Fangkisten bietet die Kategorie Schwarmfang & Bannwaben. Ständer und Untersätze für die Aufstellung finden sich unter Beutenböcke & Stände, und Abdeckungen sowie sonstiges Zubehör unter Beutenzubehör.

Zur Aufstellung gehört traditionell ein Bodenbrett aus Holz, auf dem der Korb ruht, sowie ein Schutz von oben. In der Lüneburger Heide standen die Körbe in offenen Bienenzäunen unter einem gemeinsamen Dach, heute genügt oft ein einfaches Pultdach oder eine Haube aus Holz oder Stroh. Der Korb sollte so stehen, dass Regenwasser nicht in die Fluglochöffnung läuft und von unten keine Feuchtigkeit aufsteigt. Ein leicht erhöhter Platz auf einem Bock oder Ständer hält zudem Ameisen, Mäuse und Spritzwasser fern.

Wer zum ersten Mal mit einem Stülper arbeitet, profitiert vom Austausch mit erfahrenen Korbimkern, etwa in Vereinen oder bei Heideimkereien, die das Wissen um Treiben, Spundlöcher und Korbaufsätze bis heute weitergeben.

Der Lüneburger Stülper ist damit eine langlebige, handgefertigte Strohbehausung für alle, die traditionelle Imkermethoden pflegen, Schwärme aufnehmen oder ein Stück Imkereigeschichte zeigen möchten.

Produktdetails

  • Produktnummer SW43801
  • Hersteller Bienen Ruck GmbH
  • Herstellernummer 1800
  • Gewicht 1.908 kg

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