Jenzi Surfcasting-Haken 2 Haken je Schenkel
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Surfcasting-Haken 2 Haken je Schenkel
Brandungsangeln heißt weit werfen, lange warten und mit Wind, Welle und Strömung umgehen. Jenzi führt für diesen Einsatz gebundene Haken, bei denen laut Bezeichnung zwei Haken auf einem Schenkel sitzen. Diese Anordnung stammt direkt aus der Brandungspraxis und zielt darauf, lange Wurmköder über ihre ganze Länge zu führen.
Der Grundgedanke der Doppelbestückung ist einfach. Ein Wattwurm oder Seeringelwurm misst oft deutlich mehr als die Breite eines einzelnen Hakenbogens. Hängt er nur an einem Punkt, flattert der freie Teil in der Strömung und ein zupfender Plattfisch kann genau dort abreißen, ohne den Haken zu berühren. Zwei hintereinander angeordnete Haken fassen den Köder vorn und hinten, sodass er gestreckt liegt und Bisse am Köderende ebenfalls auf Hakenkontakt treffen.
Beim Aufziehen wird der Wurm zunächst auf den hinteren Haken genommen und über den Schenkel nach oben geschoben, dann folgt der vordere. Zwischen beiden sitzt der Köder gespannt, ohne überzogen zu wirken. Diese Reihenfolge lässt sich auch im Dunkeln und mit kalten Händen einhalten, was in der Brandung regelmäßig vorkommt. Ebenso möglich sind zwei kürzere Würmer, je einer pro Haken, oder eine Kombination aus Wurm und einem Fischfetzen.
Gefischt wird damit auf das übliche Brandungsspektrum. Scholle, Kliesche und Flunder nehmen den Köder vom Sand, Wittling und Dorsch greifen auch im Absinken zu. Gerade bei Plattfischen hilft die gestreckte Köderführung, weil sie den Wurm vom Ende her aufnehmen. Aalmutter und Hornhecht in Saisonzeiten kommen dazu, je nachdem, was der Küstenabschnitt hergibt.
- Gebundene Brandungshaken von Jenzi in Surfcasting-Ausführung
- Zwei Haken je Schenkel laut Produktbezeichnung
- Hakengrößen 4, 2, 1, 1/0 und 2/0
- Für Wattwurm, Seeringelwurm und Fischfetzen
- Gedacht für Brandungs- und Weitwurfmontagen
- Beschreibung gilt für sämtliche Hakengrößen der Serie
In der Montage arbeitet dieser Haken mit einem Krallenblei zusammen, das sich im Sand verankert und die Schnur trotz Seitenströmung auf Spannung hält. Üblich sind Aufbauten mit einem oder zwei Schenkeln, die in unterschiedlicher Höhe vom Hauptstrang abgehen: einer dicht am Blei für Plattfisch, einer höher für Fische, die über Grund jagen. Die fertige Bindung wird dabei eingehängt und bleibt als Einheit erhalten.
Die Bedingungen am Strand wechseln schnell. Auflandiger Wind trübt das Wasser und bringt Nahrung in Bewegung, was Plattfische dicht unter Land zieht; bei ruhiger See stehen die Fische dagegen oft weiter draußen. Zwischen den Sandbänken bilden sich Rinnen, in denen sich Nahrung sammelt und die als erste Anlaufstelle gelten. Weil der Köder in solchen Rinnen länger ruhig liegt, kommt es dort besonders auf die Haltbarkeit der Bestückung an.
Der Wurf selbst verlangt Sorgfalt. Schwere Bleie und ein langer Vorlauf bringen Kräfte ins Spiel, die den Köder vom Haken reißen, wenn er nicht sauber aufgezogen ist. Hier wirkt die zweifache Fixierung stabilisierend: Der Wurm bleibt zwischen den Haken, statt beim Beschleunigen nach hinten zu rutschen. Vor dem Wurf gehört der Blick nach hinten dazu, und die Köder werden am Boden ausgelegt, statt frei zu pendeln.
Die Nummernstaffel bietet 4, 2, 1, 1/0 und 2/0. Die feineren Nummern passen zu zurückhaltend beißenden Plattfischen und zu dünneren Würmern, wie sie im Sommer verwendet werden. Mit 2 und 1 wird die Breite der Saison abgedeckt. Die Größen 1/0 und 2/0 nehmen kräftige Wattwürmer und größere Köderpakete auf, was bei Dorsch im Herbst und Winter sowie bei grober Montage an steinigem Grund von Bedeutung ist.
Über die Nacht verteilt ist ein Wechsel der Ködergröße sinnvoll. In den ersten Stunden nach Dämmerung sind die Fische häufig in Fahrt und nehmen kräftige Köderpakete, später fallen die Bisse zurückhaltender aus und kleinere Portionen bringen mehr Kontakte. Wer mehrere Nummern vorbereitet hat, hängt die passende Bindung ein, ohne im Dunkeln arbeiten zu müssen. Dieselbe Reserve hilft nach einem Hänger an steinigem Grund.
Salzwasser verlangt Nachsorge. Nach dem Angeln wird die Bindung in Süßwasser abgespült, abgetrocknet und offen gelagert, bevor sie zurück in die Tasche wandert. Angetrockneter Sand wird vorher entfernt, weil er beim nächsten Einsatz an der Schnur scheuert. Vor dem Aufbau wird jede Spitze geprüft, da Steine und Muschelschill in der Brandung schnell für Beschädigungen sorgen.
Zum Ablauf am Strand gehört eine klare Ordnung: vorbereitete Bindungen auf einem Vorfachbrett, Blei und Köder in Reichweite, Montagen in der Reihenfolge, in der sie gebraucht werden. Je ruhiger dieser Teil läuft, desto weniger Zeit verstreicht zwischen zwei Würfen. Weitere Haken für die Brandung führt die Kategorie Brandungshaken.
Produktdetails
- Produktnummer 64641
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7364002
- Gewicht 0,0032 kg