Jenzi Siluro Catfish Single-Hook
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Siluro Catfish Single-Hook
Siluro ist der Gattungsname des Welses, und genau dorthin gehört dieser Einzelhaken aus dem Jenzi-Programm. Er kommt lose, also ohne vorgebundenes Vorfach, und wird vom Angler selbst in die Montage eingebunden. Das ist beim Welsangeln der übliche Weg, weil Montagen hier auf das Gewässer, die Strömung und den geplanten Köder zugeschnitten werden und ein fertiges Standardvorfach diesen Spielraum nicht abdeckt.
Unterschieden wird allein nach Hakengröße, und die Staffel liegt deutlich über dem, was an Friedfisch- oder Zandergerät gewohnt ist. Die vollständige Auswahlhilfe:
- Hakengröße 4/0 als Einstieg dieser Serie, für mittlere Köder und kleinere Welse
- Hakengröße 6/0 für die gängige Köderstufe am Fluss
- Hakengröße 8/0 für große Köder und schwere Fische
- Hakengröße 10/0 als größte Stufe dieser Serie, für die größten Köderportionen
Die Hakengrößen dieser Serie beginnen dort, wo andere Serien enden. Werte mit Schrägstrich bezeichnen die großen Stufen der Hakenskala, und innerhalb dieser Schreibweise steht die höhere Zahl für den größeren Haken. Wer von Zander- oder Karpfengerät kommt, sollte die Sprünge zwischen den vier Werten nicht unterschätzen.
Erster Block: die Montage. Weil der Haken lose vorliegt, bestimmt der Angler Anbindung, Länge und Aufbau selbst. Üblich sind kurze, kräftige Verbindungen zwischen Haken und Hauptschnur, bei denen jede Verbindungsstelle belastbar sein muss, denn beim Wels konzentriert sich alle Kraft auf wenige Punkte. Der Haken wird so eingebunden, dass die Spitze frei vom Köder steht. Große Köderportionen neigen dazu, den Bogen zuzudecken; dann hilft es, zur nächsten Größe zu greifen, statt den Köder kleiner zu schneiden. Nach jedem gefangenen Fisch und nach jedem Grundkontakt gehört die Verbindung geprüft, nicht nur der Haken.
Zweiter Block: die Verbindungen im Einzelnen. Eine Welsmontage besteht aus wenigen Teilen, und jedes einzelne entscheidet über das Ganze. Lose Haken geben hier den Spielraum, die Anbindung selbst zu wählen: angeknotet, über eine Schlaufe geführt oder in eine vorbereitete Montage eingesetzt. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Haken nicht auf Kante belastet wird, sondern gerade im Zug steht. Jede Verbindung wird nach dem Binden von Hand durchgezogen, um sie zu setzen, und vor dem nächsten Ansitz noch einmal angesehen. Was bereits einen Fisch getragen hat, wird ersetzt und nicht ein zweites Mal gefischt.
Dritter Block: die Abstimmung des Geräts. Hakengröße und Gerätestufe müssen zusammenpassen. Eine schwere Rute mit viel Rückgrat setzt einen großen Haken erst durch, während eine zu weiche Rute selbst bei bester Spitze kaum Druck aufbaut. Umgekehrt reißt eine harte Rute einen kleinen Haken schneller aus. Als Orientierung gilt: 4/0 und 6/0 passen zur unteren und mittleren Welsstufe, 8/0 und 10/0 verlangen schweres Gerät und eine Bremse, die den ersten Zug kontrolliert hält. Der Anhieb erfolgt mit langem, gleichmäßigem Zug statt mit kurzem Schlag, weil die Strecke zwischen Rute und Fisch bei Welsmontagen meist lang ist.
Vierter Block: Bremse und Drill. Ein großer Einzelhaken braucht Druck, um zu fassen, und Druck entsteht nur, wenn die Bremse nicht zu früh nachgibt. Gleichzeitig darf sie den ersten Zug nicht blockieren, weil die Belastung dann allein auf dem Haken steht. Eine fest eingestellte Bremse, die über Rutengriff und Körper nachgeführt wird, trifft diese Mitte am besten. Im weiteren Drill bleibt der Zug tief und seitlich, um den Fisch aus seiner Deckung zu drehen. Pausen gehören dazu: Wer ununterbrochen zieht, arbeitet gegen das Material statt gegen den Fisch.
Fünfter Block: der Platz. Welse stehen im Fluss an tiefen Löchern, an Buhnen und unter Hindernissen, am Stillwasser eher an Kanten und über weichem Grund. Je mehr Holz und Stein im Spiel ist, desto wichtiger wird die Prüfung der Hakenspitze zwischen den Würfen. Eine Spitze, die nach dem Kontakt mit einem Hindernis über den Fingernagel rutscht, richtet an einem harten Welsmaul nichts mehr aus und wird getauscht.
Im Zusammenspiel mit dem übrigen Gerät decken verschiedene Hakenformen verschiedene Köder ab. Für Montagen mit mehreren Haltepunkten führen Drillinge weiter, als Zwischenstufe mit zwei Spitzen stehen Zwillinge bereit, und für Hecht und Zander in der mittleren Gerätestufe sind Raubfischhaken die passende Linie.
Aufbewahrt werden lose Haken dieser Größe am besten einzeln in Fächern oder auf Schaumstoff, damit die Spitzen sich nicht gegenseitig beschädigen. Nach dem Einsatz werden sie in klarem Wasser abgespült und vollständig getrocknet; feuchte Haken in einer geschlossenen Box setzen Flugrost an, der die Spitze zuerst trifft. Eine kurze Sortierung nach Größe nach jedem Ansitz macht beim nächsten Mal das Suchen im Dunkeln unnötig.
Verfügbar sind Hakengröße 4/0, Hakengröße 6/0, Hakengröße 8/0 und Hakengröße 10/0. Die Wahl richtet sich nach der Köderportion und nach der Gerätestufe, die tatsächlich gefischt wird, denn ein Haken bringt nur so viel Durchsetzungskraft, wie Rute und Bremse hergeben.
Produktdetails
- Produktnummer 64673
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7391004
- Gewicht 0,0095 kg