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- Produktnummer SW24754
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7720405
- Gewicht 0.0011 kg
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Jenzi Sabiki-Heringsvorfach mit Fischhaut 5 Haken
Wenn die Heringsschwärme im Frühjahr an die Küste ziehen, verlagert sich das Angeln an die Hafenbecken, Kaikanten und Molenköpfe. Dort zählt nicht der weite Wurf, sondern ein System, das mehrere Köderreize gleichzeitig durch den Schwarm führt. Genau dafür ist dieses Sabiki-Vorfach von Jenzi gemacht. Es trägt fünf Haken an einer durchlaufenden Hauptschnur und deckt damit beim senkrechten Fischen einen mehrere Meter hohen Abschnitt der Wassersäule auf einmal ab.
Als Reiz dient Fischhaut an den Haken. Sie bewegt sich bei jedem Rutenschlag und bei jeder Wellenbewegung, flattert beim Absinken nach und gibt im Wasser ein schmales, blinkendes Bild ab, das kleinen Beutefischen ähnelt. Zusätzlicher Naturköder ist bei dieser Bauart nicht vorgesehen, das System arbeitet allein über Bewegung und Lichtreflexe. Dadurch bleibt der Ablauf am Platz schlank: ablassen, anheben, absinken lassen und auf den typischen harten Schlag in der Rute warten.
Geführt wird das System mit einem Gewicht am unteren Ende, sodass es gestreckt steht. Am Molenkopf wird senkrecht abgelassen, bis das Gewicht Grund bekommt oder die vermutete Schwarmtiefe erreicht ist, danach folgt eine Serie kurzer, gleichmäßiger Hebebewegungen mit Absinkpausen. Nehmen Fische, geschieht das häufig in den Pausen. Nach dem ersten Fisch bleibt das System noch einige Sekunden im Wasser, weil weitere Haken im Schwarm nachfassen. An Kaikanten im Hafenbecken wird dagegen eng am Bauwerk gearbeitet, dort stehen die Schwärme oftmals in Fahrwasserkanten und Ecken mit Strömungsschatten.
Die Hakengröße bildet die Variantenachse dieses Systems:
- Hakengröße 12
- Hakengröße 10
Die 12 ist die feinere der beiden Abstufungen. Sie passt zu den kleineren Heringen früher Züge und zu Phasen, in denen die Fische vorsichtig fassen. Die 10 fällt eine Stufe kräftiger aus und ist die Wahl, wenn größere Fische durchziehen oder wenn in bewegter See und an windausgesetzten Köpfen mit mehr Nachdruck gearbeitet wird. Beide Abstufungen betreffen die gesamte Besetzung mit fünf Haken, die Bauart bleibt im Übrigen gleich.
Für die Rute gilt am Molenkopf eine einfache Überlegung: Sie muss das Gewicht samt mehrerer gehakter Fische tragen und gleichzeitig lang genug sein, um die Montage über die Kante zu heben. Eine Rolle mit ausreichend Schnurfassung und eine sauber eingestellte Bremse gehören dazu, denn beim Einholen zieht ein besetztes System spürbar. Auf hohen Bauwerken gehört ein Kescher mit Seil zur Grundausstattung, weil das freie Hochheben die Montage belastet und Fische verliert. Eingehängt wird das Vorfach mit einem Wirbel, damit der Wechsel zwischen zwei Systemen ohne neues Knoten geht.
An denselben Plätzen fassen über das Jahr noch weitere Fische zu. Im Frühsommer ziehen Hornhechte dicht unter der Fläche durch die Hafeneinfahrten, im Sommer und Frühherbst stehen Makrelen vor den Köpfen, und beide reagieren auf die gleiche senkrechte Führung in einer etwas höheren Schicht. Wer sein System dann nicht bis zum Grund ablässt, sondern im oberen Drittel der Wassersäule arbeitet, deckt diese Fische mit ab. Der Ablauf bleibt dabei unverändert, allein die Tiefe und das Tempo der Hebebewegungen passen sich an.
Die Monate von März bis in den Mai hinein sowie der Herbst sind die üblichen Zeiträume für den Hering an der Küste. Innerhalb eines Tages tragen die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag am besten, und bei steigendem Wasser zieht der Schwarm häufig näher an die Bauwerke heran. Vor Ort hilft Beobachten mehr als Ausprobieren: Wo Möwen arbeiten oder Fischerboote ankern, steht meistens Futterfisch. Auf Hafenanlagen gilt zudem, Treppen, Leitern und Poller freizuhalten und nur dort zu angeln, wo das Betreten erlaubt ist.
Ein zweiter Punkt betrifft die Schnurführung beim Ablassen. Wird das System zu schnell abgespult, legen sich die Mundschnüre um die Hauptschnur, und das Vorfach steht nicht mehr sauber. Deshalb wird kontrolliert abgelassen, mit leichtem Daumendruck auf der Spule, bis das Gewicht die Zielschicht erreicht hat.
Nach dem Einsatz wird das Vorfach in Süßwasser abgespült und offen getrocknet, weil Salz an Haken und Wirbeln zurückbleibt und das Material angreift. Zum Verstauen wird das System auf einen Vorfachhalter aufgewickelt, damit sich die fünf Haken nicht untereinander verhaken und die Fischhaut nicht geknickt lagert. Ein zweites System im Gepäck hat sich am Molenkopf bewährt, denn eine verhakte Montage frisst sonst die beste Beißzeit.
Bei purewild.de ist das Vorfach der Rubrik Heringsvorfächer zugeordnet. Pilker, Paternoster und weitere Garnituren für die Küste stehen im Bereich Meeressysteme. Darüber fasst die Rubrik Kunstköder das gesamte künstliche Programm für Süß- und Salzwasser zusammen.
- Produktnummer SW24754
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7720405
- Gewicht 0.0011 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com