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Jenzi Renkenpose mit Wirbel am Ende
Jenzi Renkenpose mit Wirbel am Ende

Jenzi Renkenpose mit Wirbel am Ende

Ihren Namen hat diese Pose von einem sehr speziellen Einsatzgebiet: dem Fischen auf Renken in tiefen, kalten Seen. Die klassischen Reviere sind die Voralpenseen und große Talsperren, oft vom verankerten Boot aus, über Wassertiefen, die mit normalem Posengerät nicht mehr zu bewältigen sind. Dort steht der Schwarm in mittlerer Höhe über dem Grund, und die Montage muss senkrecht und ruhig in dieser Zone hängen. Die kräftige Tragkraft dieser Pose ist genau dafür gedacht.

Über das Renkenfischen hinaus ist sie überall dort zuhause, wo eine Montage viel Gewicht zu tragen hat. An windigen Tagen auf freier Fläche, in Gewässern mit leichtem Zug und beim Ansitz mit schwerem Blei bleibt eine Pose mit reichlich Tragkraft stabil, während eine feine Ausführung ständig untertaucht. Auch am Kanal und an tiefen Baggerseen leistet sie gute Dienste, wenn der Köder zügig abgesenkt und auf Tiefe gehalten werden soll.

Ein typischer Tag auf dem See sieht so aus: Das Boot wird über einer Kante oder einem Plateau verankert, die Tiefe wird mit dem Echolot oder dem Lot abgesucht, und erst dann entscheidet sich, in welcher Höhe gefischt wird. Steht der Schwarm hoch, wird die Montage flacher eingestellt, zieht er tiefer, wandert der Stopper nach oben. Weil sich das über den Tag mehrfach ändert, ist eine Pose, die ihre Lage auch bei häufigem Umstellen behält, mehr wert als eine besonders feine. Treibt das Boot dagegen frei über eine Fläche, nimmt die kräftige Ausführung den Zug der Hauptschnur auf, ohne gleich wegzutauchen.

Der Aufbau folgt dieser Aufgabe. Entscheidend ist der Wirbel am unteren Ende: Dort wird das Vorfach oder eine mehrhakige Beiflugmontage direkt eingehängt, ohne zusätzlichen Knoten und ohne Übergang, an dem sich etwas verfangen könnte. Der Wirbel nimmt dabei die Drehbewegung auf, die beim Absenken und beim Einholen entsteht, und hält so den Drall aus dem feinen Vorfachmaterial heraus. Das ist in großen Tiefen der wichtigste Punkt überhaupt, denn ein verdrallter Nebenarm fischt nicht mehr sauber, und das Nachbinden auf dem Boot hält unnötig auf.

Weil die Montage am Wirbel endet, lässt sich das Vorfach zudem schnell wechseln. Wer mit unterschiedlichen Hakengrößen oder Beiflugmustern arbeitet, hängt einfach die nächste Montage ein und fischt weiter. Die Pose bleibt dabei an der Hauptschnur, die Einstellung der Tiefe muss nicht jedes Mal neu gesucht werden.

Zwei Ausführungen stehen zur Wahl, unterschieden nach der Tragkraft:

  • 30,0g für die gängigen Tiefen und ruhige Verhältnisse.
  • 40,0g für sehr tiefes Wasser, mehr Wind und schwerere Montagen.

Die Wahl richtet sich nach dem Gewicht, das unter der Pose hängt. Ausgewogen fischt eine Posenmontage, wenn das Blei die Tragkraft weitgehend ausnutzt, ohne sie zu überschreiten. Dann steht die Pose aufrecht und tief im Wasser, zeigt feine Bisse an und reagiert kaum auf Wellen. Bleibt zu viel Reserve, legt sich die Pose quer und wandert mit dem Wind. Wer beide Ausführungen an Bord hat, kann auf wechselnde Verhältnisse reagieren, ohne die ganze Montage umzubauen.

Gelesen wird eine solche Pose anders als eine feine Stippose. Weil sie viel Last trägt, zeigt sie den Biss selten durch ein langsames Absinken an, sondern durch ein kurzes Anheben, ein seitliches Wandern oder ein entschlossenes Wegtauchen. Ein Fisch, der eine Beiflugmontage von unten annimmt, nimmt dem Blei einen Teil des Gewichts ab, worauf die Pose ein Stück aus dem Wasser steigt. Wer darauf achtet, erkennt Bisse, die sonst unbemerkt bleiben. Hilfreich ist es, die Pose nach dem Einstellen einmal in Ruhe zu beobachten und sich ihre normale Lage einzuprägen, denn jede Abweichung davon ist ein Hinweis.

Beim Einstellen der Tiefe hilft ein Lotblei, das zunächst anstelle des Vorfachs eingehängt wird. Dieser Umweg ist sinnvoll, weil die Pose nur dann richtig steht, wenn Tiefe und Gewicht zueinander passen, und weil ein einmal sauber gesetzter Stopper über Stunden hält. Nach dem Loten wird der Stopper auf der Hauptschnur gesetzt, das Lot getauscht und die eigentliche Montage angehängt. Für den Transport empfiehlt sich ein Posenrohr oder ein langes Fach in der Tasche, damit Antenne und Wirbel nicht unter Druck geraten. Nach einem Tag auf dem Wasser wird die Pose abgespült und offen getrocknet, bevor sie zurück in die Tasche wandert, denn ein feuchtes Fach greift auf Dauer jedes Material an.

Eingeordnet ist die Pose bei den Allroundposen, weil sie sich nicht auf eine einzige Methode beschränken lässt. Das vollständige Sortiment steht unter Posen, Schwimmer und Waggler; für die Dämmerung und die Nacht sind die Knicklichtposen die naheliegende Ergänzung, und feine Ausführungen für den Ansitz auf Weißfisch führen wir bei den Friedfischposen.

Damit deckt diese Familie ein Feld ab, das sonst häufig mit improvisierten Lösungen gefüllt wird: eine tragfähige Pose mit sauberem Anschlusspunkt, die vom tiefen Renkenfischen bis zum schweren Ansitz an windigen Tagen ihren Platz hat.

  • Produktnummer 63419
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 6329030
  • Gewicht 0.0148 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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