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Jenzi Raubfisch-Trace Stahlvorfach 5 m

Beschreibung

Jenzi Raubfisch-Trace Stahlvorfach 5 m

Dieses Material richtet sich an alle, die Vorfächer und Systeme selbst anfertigen. Es kommt als Meterware auf einer Spule mit 5 m Länge und wird dort abgeteilt, wo die eigene Montage es verlangt – ein kurzes Stück als Beißschutz vor dem Köder, eine lange Strecke für ein Köderfischsystem, ein Mittelstück für einen Nachläufer. Jenzi beschreibt den Trace als Verbund aus feingeflochtenem Dyneema und Stahl.

Der entscheidende Punkt dieses Aufbaus liegt in der Verarbeitung: Das Material lässt sich knoten wie eine Schnur. Damit fällt die Hürde weg, die reines Stahlgeflecht für den Selbstbau mit sich bringt, nämlich die Abhängigkeit von Presshülsen und Zange. Eine Schlaufe, eine Verbindung zum Wirbel, ein angeknoteter Haken – alles entsteht am Wasser mit den Händen und einer Schere. Gleichzeitig bleibt der Trace nach Herstellerangabe sehr geschmeidig und hechtsicher.

Für den Hausgebrauch heißt das: Eine Spule reicht für eine ganze Serie an Vorfächern. An einem Winterabend am Tisch entstehen aus 5 m etwa eine Handvoll Hechtvorfächer in gewohnter Länge oder eine größere Zahl kurzer Beißschutzstücke für das Barschangeln. Jedes Stück wird dabei genau so gebaut, wie es das eigene Gewässer verlangt, mit den Haken, Wirbeln und Ringen, die ohnehin in der Kiste liegen.

Die Bandbreite möglicher Montagen ist der eigentliche Gewinn. Für den Köderfisch an der Pose entsteht ein System mit Einzelhaken im Rücken und einem zweiten Haken auf Höhe der Schwanzwurzel. Für die Grundrute wird ein längeres Stück mit zwei Drillingen versehen. Beim Spinnfischen genügt ein knappes Stück zwischen Hauptschnur und Jigkopf, das kaum auffällt und dennoch gegen Zähne schützt. Und für vorsichtige Fische lässt sich die Länge so knapp halten, wie es der Beißschutz zulässt, statt eine starre Fertiglänge in Kauf zu nehmen.

Die fünf Tragkraftstufen decken ein breites Feld ab:

  • 6,0kg – feine Systeme, Barsch und kleinere Zander
  • 8,0kg – Zanderangeln mit mittleren Ködern
  • 10,0kg – Allroundstufe für gemischtes Wasser
  • 13,0kg – Hechtangeln im offenen Wasser
  • 16,0kg – große Hechte und Montagen an Hindernissen

Bei der Wahl der Stufe lohnt der Blick auf die geplante Knotenverbindung. Jeder Knoten zehrt an der Tragkraft, und bei Verbundmaterialien fällt dieser Verlust stärker ins Gewicht als bei gleichmäßig aufgebauter Monofilschnur. Eine Stufe über dem rechnerischen Bedarf liegt deshalb selten falsch. Wichtig ist außerdem, die Knoten sauber zu befeuchten und langsam zuzuziehen, damit sich das Geflecht gleichmäßig setzt und keine einzelne Faser die ganze Last trägt.

Ein Wort zur Länge der selbst gebauten Stücke. Für Kunstköder genügen meist zwanzig bis dreißig Zentimeter, weil der Beißschutz nur den Bereich unmittelbar vor dem Köder abdecken muss. Beim Angeln mit Köderfisch fällt die Strecke länger aus, denn Hechte nehmen den Fisch oft weit ins Maul. Da hier jedes Stück selbst abgeteilt wird, lässt sich diese Entscheidung am Platz und nach Gewässer treffen, statt sich auf eine fest vorgegebene Länge einzulassen.

Der Verbund aus Geflecht und Stahl bringt noch einen Vorzug mit: Er legt sich weich um den Köderfisch und steht nicht als Draht vom System ab. Gerade bei Posenmontagen bleibt die Darbietung dadurch natürlich, der Köderfisch hängt ruhig im Wasser und dreht sich nicht um die eigene Achse. Beim Spinnfischen überträgt sich dieselbe Geschmeidigkeit auf den Kunstköder, dessen Laufbild weitgehend unverändert bleibt.

An Werkzeug braucht es wenig. Eine scharfe Schere oder ein Schnurschneider trennt das Material sauber ab; eine Quetschzange bleibt zu Hause, solange man knotet. Das macht die Spule auch zum Begleiter in der Rutentasche: Reißt eine Montage am Hindernis, entsteht der Ersatz am Platz in wenigen Minuten, ohne dass ein fertiges Vorfach in der passenden Länge vorhanden sein müsste. Gerade auf Reisen mit knappem Gepäck ersetzt eine Spule eine ganze Mappe voller Fertigteile.

Vor dem ersten Einsatz lohnt ein Zugtest an jedem selbst gebauten Stück: beide Enden um die Hände wickeln und kräftig, aber kontrolliert belasten. Eine Verbindung, die am Tisch hält, hält auch am Fisch. Nach dem Angeln werden die Stücke abgetrocknet und flach in eine Mappe gelegt. Angekaute Abschnitte schneidet man heraus, statt sie weiterzufischen, denn eine beschädigte Stelle gibt genau dann nach, wenn der Fisch des Tages am Haken hängt – und ein verlorener Hecht trägt die Montage mit sich herum.

Fertige Montagen für denselben Zweck stehen unter Stahlvorfach. Weiteres Material zum Selbstbinden führt die Abteilung Vorfachschnur, darunter Geflochtene Vorfachschnur ohne Stahlanteil und Kevlarvorfach als weiterer bissfester Weg.

Produktdetails

  • Produktnummer 64284
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 7159016
  • Gewicht 0,0127 kg

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