3,70 €
- Produktnummer 64170
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7083012
- Gewicht 0.0011 kg
Versandfertig in 2 Tagen, Lieferzeit 1-3 Tage
Jenzi Powerflex 7x7 mit 2 Schlaufen 2 Stück
Die Bezeichnung 7x7 beschreibt den Aufbau: sieben Litzen aus je sieben Edelstahldrähten, zusammen 49 Einzelfäden, werden zu einem Seil verflochten. Jenzi führt dieses Material als Super Soft, weil die große Zahl feiner Fäden das Vorfach deutlich geschmeidiger macht als ein starres Einzeldrahtstück. Über dem Geflecht liegt eine weiche Ummantelung. Jede Packung enthält zwei Vorfächer mit einer Länge von 50 cm, an beiden Enden mit einer fertig gepressten Schlaufe versehen.
Der Sinn eines solchen Zwischenstücks liegt im Gebiss der Zielfische. Hechte tragen nach hinten gerichtete Fangzähne, die eine monofile Schnur in Sekunden durchtrennen; auch Zander und Rapfen setzen Schnüren zu. Ein bissfestes Stück vor dem Köder verhindert nicht nur den Verlust der Montage, es verhindert vor allem, dass ein Fisch mit Haken im Maul abzieht. Deshalb gehört ein solches Vorfach in jede Box, in der Kunstköder für Raubfische liegen.
Die beiden Schlaufen sind der eigentliche Charakter dieser Ausführung. Sie legen nichts fest und lassen die Entscheidung über Haken und Endverbindung beim Angler. Köderseitig lässt sich ein Drilling in der gewünschten Größe über einen Sprengring einhängen, ein Einzelhaken für den Köderfisch genauso, und ebenso ein Wirbel oder ein Schnellverbinder. Für selbst entworfene Systeme bekommt man mit diesem Vorfach also das bissfeste Zwischenstück und behält die Freiheit beim Rest.
Daraus entstehen ganz unterschiedliche Montagen. Mit einem Sprengring und einem Drilling wird aus dem Vorfach ein Vorschaltstück für Wobbler und Blinker. Mit einem Einzelhaken und einem zweiten, über eine Klemmhülse gesetzten Drilling entsteht ein kleines Köderfischsystem für die Pose. Beim Grundangeln auf Zander wandert ein Jigkopf direkt in die vordere Schlaufe. Weil die hintere Schlaufe offen bleibt, lässt sich dasselbe Stück nach dem Angeltag ohne Umbau an eine andere Rute hängen.
Rutenseitig wird die Schlaufe meist in einen Wirbel am Ende der Hauptschnur eingehängt oder direkt angeknotet. Ein Vorteil der Schlaufenverbindung zeigt sich auf Reisen und im Dunkeln: sie lässt sich mit kalten Händen bedienen, hält beim Anhieb ohne Spiel und gibt beim Verbinden ein deutliches Gefühl, ob alles sitzt. Nach einem Hänger genügt ein Blick auf die Presshülsen, um zu beurteilen, ob das Vorfach weiter verwendbar ist.
Die Tragkraft wählt man nach Zielfisch und Gewässer:
- 6 Kg – feine Montagen auf Barsch und mittlere Zander in klarem Wasser
- 9 Kg – Allroundbereich für Zander und Hechte normaler Größe
- 12 Kg – kräftige Hechte, auch an Hindernissen und über Steinpackungen
- 15 Kg – große Hechte sowie schwere Köder mit viel Zugwiderstand
- 20 Kg – Reserve für sehr grobes Gerät und schwierige Bedingungen
Zwischen den Stufen unterscheiden sich nicht nur die Belastungswerte, sondern auch die Fülle des Seils. Ein dünneres Vorfach hängt lockerer am Köder und bremst dessen Eigenbewegung weniger; ein stärkeres trägt mehr Material in die Montage und richtet kleine Köder mitunter aus. Für zögerlich beißende Fische lohnt deshalb der Griff zur schwächeren Stufe, solange das Gewässer keine groben Hechte erwarten lässt. Umgekehrt ist an Gewässern mit Totholz und Krautfeldern die höhere Stufe die ruhigere Wahl, weil sie auch dann noch hält, wenn ein Fisch die Montage um einen Ast wickelt.
Die Länge von 50 cm ist ein bewusster Kompromiss. Sie reicht über das Maul eines großen Hechtes hinaus und schützt damit auch dann, wenn der Fisch den Köder tief genommen hat. Gleichzeitig bleibt sie kurz genug, um beim Werfen nicht gegen den Rutenring zu schlagen und beim Landen noch gut in der Hand zu liegen. Für sehr große Köder, bei denen der Abstand zwischen Haken und Vorfachende knapp wird, lassen sich zwei Stücke über einen Wirbel zu einer längeren Strecke verbinden.
Dass gleich zwei Vorfächer in der Packung liegen, hat einen praktischen Grund: Ein Stück bleibt an der Rute, das zweite wartet in der Mappe. Nach einem Hänger oder nach einem Fisch, der die Montage verdreht hat, ist der Tausch damit in einer Minute erledigt, und die Beurteilung des beanspruchten Stücks kann in Ruhe zu Hause erfolgen.
Im Umgang mit beschichtetem Stahlgeflecht hilft eine einfache Regel: Knicke vermeiden. Ein geknicktes Stück lässt sich nicht mehr richten und bricht im entscheidenden Moment. Dazu gehört, das Vorfach nach dem Angeln nicht lose in die Tasche zu stecken, sondern aufgerollt in einer Mappe oder Dose zu verwahren. Salzwasser wird mit Süßwasser abgespült und das Vorfach anschließend trocken gelagert, bevor es zurück in die Box geht.
Die Übersicht Stahlvorfach zeigt weitere bissfeste Varianten. Für den vollständigen Eigenbau von Montagen findet sich Material unter Vorfachschnur, etwa Fluorocarbon für zahnlose Zielfische oder Wolframvorfach als weitere knickempfindliche Alternative.
- Produktnummer 64170
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7083012
- Gewicht 0.0011 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com