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- Produktnummer SW24566
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8601070
- Gewicht 0.0795 kg
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Jenzi Paravan-Schleppblei
Beim Schleppen entscheidet nicht nur, wie tief ein Köder läuft, sondern auch, wo er seitlich steht. Hinter dem Boot liegt eine Spur aus Schraubenwasser und Schall, die vorsichtige Fische meiden. Ein Paravan-Blei arbeitet gegen diese Einschränkung: Der anströmende Wasserdruck drückt es während der Fahrt nach unten und gleichzeitig zur Seite, sodass der Köder außerhalb der direkten Bootsspur läuft.
Diese doppelte Wirkung macht die Bauform zum Werkzeug für zwei Aufgaben. Die erste ist die Tiefenführung: Mit steigender Masse und zunehmender Schnurlänge wandert der Köder in tiefere Bänder, ohne dass schweres Zubehör an Bord nötig wird. Die zweite ist die Seitenauslenkung: Mehrere Ruten lassen sich nebeneinander fischen, weil die Montagen auseinanderlaufen und in verschiedenen Spuren arbeiten. Wer schon einmal mit drei dicht beieinander geführten Ködern gefischt hat, kennt den Unterschied, wenn sich die Bahnen trennen.
Die Auswahl in dieser Familie läuft über zwei Merkmale gemeinsam. Der Kunde legt zuerst die Masse fest und wählt dann den Packungsinhalt, denn beide Angaben gehören zu einer Variante. Nicht jede denkbare Paarung ist Teil der Familie; die Auswahlliste zeigt, welche Verbindung von Masse und Inhalt tatsächlich bereitsteht. Vorhanden sind diese vier:
- 30,0g mit dem Inhalt 2 Stück, Artikel SW24620, die leichteste Paarung für flaches Schleppen und langsame Fahrt.
- 50,0g mit dem Inhalt 2 Stück, Artikel SW24565, der Doppelsatz für zwei Ruten in mittlerer Führung.
- 70,0g mit dem Inhalt 1 Stück, Artikel SW24566, einzeln abgegeben für die tiefere Spur.
- 100,0g mit dem Inhalt 1 Stück, Artikel SW24567, die kräftigste Masse für tiefe Führung und Strömung.
Die Aufteilung folgt der Praxis. Leichte Massen kommen oft paarweise zum Einsatz, weil links und rechts gleichzeitig gefischt wird und beide Seiten dieselbe Führung brauchen. Schwerere Stücke übernehmen dagegen meist die eine tiefe Rute in der Mitte des Fächers, und dafür genügt ein einzelnes Blei. Wer seinen Satz ergänzen möchte, greift zur Einzelabgabe; wer neu einsteigt, beginnt sinnvoll mit einer der beiden Doppelvarianten.
Das Zusammenspiel mit der Fahrtstufe verlangt etwas Aufmerksamkeit. Zieht das Boot schneller, steigt der Wasserdruck, die Auslenkung nimmt zu und die Tiefe verringert sich; bei langsamer Fahrt sinkt das Blei stärker ab und läuft dichter an der eigenen Spur. Zwei bis drei Durchgänge mit derselben Masse und verschiedenen Fahrtstufen reichen meist, um ein Gefühl für die Bahn zu bekommen. Markierungen auf der Hauptschnur halten die Schnurlänge reproduzierbar, sodass eine gefundene Einstellung am nächsten Tag wieder abrufbar ist.
Zum Aufbau gehört ein Vorfach hinter dem Blei, dessen Länge über die Freiheit des Köders entscheidet. Kurze Abstände übertragen jede Bewegung des Gewichts, lange Abstände lassen den Köder eigenständig arbeiten. Viele Schlepper fischen die äußeren Ruten mit längerem Abstand und die mittlere, tiefe Rute kürzer, weil dort die exakte Führung im Vordergrund steht.
Für die Auswertung genügt ein Notizbuch an Bord. Masse, Schnurlänge, Fahrtstufe und die Seite, auf der das Blei lief, ergeben zusammen eine Einstellung, die sich beim nächsten Mal wiederholen lässt. Weil die Familie zwei Massen paarweise und zwei einzeln führt, wächst ein Satz Schritt für Schritt: zuerst die beiden Doppelvarianten für die äußeren Ruten, danach die schweren Einzelstücke für die Mitte des Fächers.
Eingesetzt wird die Technik auf Lachs und Meerforelle in der Ostsee, auf Seeforelle in den Voralpenseen und auf Hecht über weiten Flachbereichen. Geschleppt werden schlanke Blinker, Wobbler und Fliegen am langen Vorfach. Je ruhiger der Köder hinter dem ausgelenkten Blei arbeitet, desto natürlicher wirkt er, weshalb der Abstand zwischen Gewicht und Köder zu den wichtigsten Einstellungen gehört.
Beim Setzen der Montage läuft die Schnur kontrolliert aus. Erst wenn das Blei zieht und die Rute im Halter Spannung zeigt, hat es seine Bahn gefunden. Beim Wenden geht die Fahrt kurz zurück, damit die ausgelenkten Montagen nicht nach innen fallen und sich kreuzen. Nach der Ausfahrt wird gespült und getrocknet; ein eigenes Fach schützt die Form und verhindert, dass sich Haken darin verfangen.
Im Blei-Regal gehört dieses Modell zu den Spezialformen für die Schleppstrecke. Weitere Bauformen für diesen Zweck führt die Kategorie Schleppbleie. Die Wassertiefe vor dem ersten Durchgang ermitteln Lotbleie, für das feine Fischen mit kleinen Ködern stehen Tremarellableie bereit, und am Grundsystem arbeiten Birnenbleie.
- Produktnummer SW24566
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8601070
- Gewicht 0.0795 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com