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Jenzi Nymphe mit Goldkopf Hares Ear
Jenzi Nymphe mit Goldkopf Hares Ear

Jenzi Nymphe mit Goldkopf Hares Ear

Hares Ear zählt zu den bekanntesten Nymphenmustern des Fliegenfischens und steht seit Generationen in den Dosen erfahrener Fischer. Diese Ausführung trägt einen Goldkopf und wird in den Hakengrößen 12 und 14 geführt. Entscheidend für den Erfolg ist bei dieser Art von Bindung weniger das Aussehen als das, was der Angler damit anstellt: Die Präsentation macht den Unterschied, und sie beginnt beim Vorfach.

Ein Vorfach für das Nymphenfischen darf länger ausfallen als beim Fischen an der Oberfläche. Länge bringt Abstand zwischen Fliegenschnur und Bindung und verhindert, dass die auffällige Schnur über den Standplatz zieht, bevor der Köder dort ankommt. Die Spitze wird so stark gewählt, wie Gewässer und Fische es erlauben: An klaren, ruhigen Strecken mit vorsichtigen Fischen geht man dünner, in schneller Strömung, bei Bewuchs und über steinigem Grund greift man zu einer kräftigeren Spitze, weil Abrieb und Hänger dort zum Alltag gehören. Die kleinere Größe verträgt dabei die feinere Spitze, die größere Bindung verlangt etwas mehr Reserve.

Der Aufbau des Vorfachs folgt einer einfachen Ordnung: ein kräftigerer Teil vorn an der Schnur, ein mittlerer Abschnitt als Übergang, ein feineres Endstück zur Bindung. Jeder Übergang wird sauber geknotet und nach ein paar Stunden am Wasser noch einmal durch die Finger gezogen, denn dort setzt der Verschleiß an. Nach Hängern wird das letzte Stück vor dem Haken geprüft und bei rauer Oberfläche gekürzt oder ersetzt. Diese kleinen Kontrollen dauern eine Minute und verhindern den Abriss im Drill, der sonst genau dann eintritt, wenn der Tag endlich seinen Fisch bringt.

Bei der Führung haben sich einige Grundmuster bewährt, die sich an einem einzigen Tag abwechselnd durchspielen lassen:

  • Die tote Drift: Die Bindung wird stromauf abgelegt und treibt ohne Zug mit der Strömung zurück. Die Schnurführung besteht dann vor allem darin, losen Kontakt zu halten, ohne zu bremsen.
  • Das Anheben am Ende der Drift: Kurz bevor die Montage unter dem Angler durchzieht, wird die Rutenspitze gehoben. Die aufsteigende Bewegung löst häufig den Biss aus.
  • Das kurze Zupfen: Mit minimalen Impulsen wird dem Muster Leben gegeben, wenn die tote Drift über mehrere Würfe unbeachtet bleibt.

Damit eine tote Drift wirklich tot bleibt, muss die Schnur mitspielen. Legt sie sich in einen Bogen und zieht die Bindung quer durch die Strömung, entsteht ein unnatürliches Bild, das erfahrene Fische sofort ablehnen. Abhilfe schafft das Umlegen des Schnurbogens unmittelbar nach dem Aufsetzen und, bei Bedarf, ein zweites Mal mitten in der Drift. Eine erhobene Rutenhaltung hält zusätzlich Schnur von der Wasseroberfläche fern, sodass weniger Strömung an ihr zerrt. Kurze Würfe sind dafür leichter zu beherrschen als weite, und sie reichen auf den meisten Strecken völlig aus.

Die Hakengröße spielt in die Führung hinein. 14 arbeitet unauffälliger und passt zu ruhigen Drifts und zurückhaltenden Impulsen, 12 verträgt kräftigere Strömung und deutlichere Bewegungen. Wer beide Größen dabeihat, kann auf derselben Strecke wechseln, ohne das ganze Konzept zu ändern: erst die größere Bindung zum Absuchen, dann die kleinere, wenn die Fische zwar reagieren, aber nicht zupacken.

Der Biss selbst ist beim Fischen unter Wasser selten spürbar. Sichtbar wird er meist als Stocken der Schnurspitze, als winziges Zögern in der Drift oder als Seitwärtsbewegung des Schnurbogens. Deshalb gehört der Blick nicht auf das Wasser allgemein, sondern auf den Punkt, an dem die Schnur eintaucht. Der Anhieb fällt kurz und aus dem Handgelenk aus, nicht weit nach hinten, damit die feine Spitze nicht überlastet wird. Im Zweifel wird angeschlagen: Ein Anhieb ins Leere bedeutet einen neuen Wurf, ein verpasster Biss dagegen den ganzen Durchgang durch die Stelle.

Nach dem Einsatz werden gebrauchte Bindungen offen getrocknet und erst danach verschlossen gelagert. Die Hakenspitze wird mit dem Fingernagel geprüft; greift sie nicht mehr, kommt das Muster aus der Dose. Ein kleiner Vorrat je Größe verhindert, dass ein Hänger den Tag beendet, und erlaubt es, an einer schwierigen Stelle zweimal hintereinander dasselbe Bild zu zeigen.

Wer sein Spektrum erweitern möchte, findet unter den weiteren Nymphenmustern Bindungen für andere Wasserstände. Für die Phase, in der Fische knapp unter der Oberfläche rauben, stehen Nassfliegen für das Fischen im Mittelwasser bereit, und sobald es oben losgeht, führt der Weg zu den Trockenfliegen für steigende Fische. Größere Räuber an derselben Strecke lassen sich mit Streamern für Hecht, Barsch und Forelle ansprechen.

  • Produktnummer SW24059
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 5915012
  • Gewicht 0.0011 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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