3,99 €
- Produktnummer SW22910
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 6744103
- Gewicht 0.0077 kg
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Jenzi Korkpose Durchlaufpose
Kork zählt zu den ältesten Werkstoffen im Posenbau und hat sich bis heute gehalten. Das Naturmaterial bringt bei wenig Eigenmasse viel Volumen mit und verträgt Stöße gegen Steine, Bootswand oder Kescherbügel. Seine Oberfläche zeigt die bekannte unregelmäßige Struktur, weshalb kaum ein Stück dem anderen gleicht. Dieser Korpus aus Kork trägt bei Jenzi eine Durchlaufpose, die in sechs Gewichten geführt wird.
Bei einer Durchlaufpose läuft die Hauptschnur durch den Körper hindurch. Der Schwimmer steht damit nicht fest an einer Stelle, sondern gleitet frei auf der Schnur, bis er oben an einem Stopper anschlägt. Daraus ergibt sich die freie Wahl der Angeltiefe: Der Stopper gibt vor, wie viel Schnur zwischen Schwimmer und Blei bleibt, und wandert auch dann noch, wenn die Montage längst fertig gebunden ist. In tiefem Wasser ist das der entscheidende Punkt, weil die Montage beim Wurf kurz bleibt und erst nach dem Aufsetzen auf Tiefe geht.
Sechs Gewichte gehören zur Reihe:
- 3g für flaches, stilles Wasser
- 4g für den Ansitz nahe am Ufer
- 6g als Mittelstufe mit Reserve für den Wurf
- 8g für tiefere Stellen und bewegtes Wasser
- 10g, wenn Blei und Köder zusammen mehr Tragkraft verlangen
- 15g als kräftigstes Gewicht für Weite und Zug im Wasser
Der Aufbau folgt einer festen Reihenfolge: zuerst der Stopper auf der Hauptschnur, dann der Schwimmer, darunter eine Perle und schließlich das Laufblei, das auf einem Wirbel vor dem Vorfach zur Ruhe kommt. Die Perle hält Blei und Kork auseinander, damit beim Wurf nichts aufeinander schlägt. Das Blei wird so gewählt, dass es zur Angabe des Schwimmers passt und die Spitze mit einem kurzen Stück aus dem Wasser ragt.
Der Stopper ist in dieser Montage das Maß aller Dinge. Ein Gummistopper oder ein Knoten aus kräftigem Monofil hält den Schwimmer an der gewählten Stelle, lässt sich mit den Fingern aber verschieben. Gelotet wird mit einem Lotblei am Haken: Steht die Spitze zu hoch, sitzt der Stopper zu weit oben, verschwindet sie ganz, ist zu wenig Schnur im Spiel. Zwei oder drei Korrekturen genügen, dann liegt die Montage genau über dem Grund, den der Angler absuchen will.
Seine Stärke zeigt dieser Aufbau dort, wo das Wasser tiefer steht als die Rute lang ist. Am Steilufer eines Baggersees, an der Kanalkante und über abfallendem Grund lässt sich mit demselben Schwimmer in zwei wie in sechs Metern angeln. Brassen, Schleien und Karpfen, die den Grund absuchen, nehmen den Köder mit wenig Widerstand, weil die Schnur beim Abziehen durch den Korpus gleitet und das Blei liegen bleibt.
Beim Wurf hängt der Schwimmer unten am Blei, die Montage bleibt dadurch kurz, was unter überhängenden Ästen und auf engem Platz hilft. Nach dem Aufsetzen läuft die Schnur durch den Körper, bis das Blei den Grund erreicht und der Schwimmer sich aufstellt. Dieser Moment dauert mit 15g nur Sekunden, mit 3g deutlich länger, weshalb die leichten Gewichte im flachen Bereich bleiben und die schweren an der tiefen Kante arbeiten.
Die Bissanzeige unterscheidet sich von der festen Montage. Ein Fisch, der den Köder aufnimmt und zieht, lässt die Spitze erst wandern und dann abtauchen; hebt er den Köder samt Blei an, legt sich der Schwimmer flach. Beide Zeichen verlangen einen zügigen Anschlag mit gestreckter Schnur, deshalb wird die Hauptschnur nach dem Auswerfen nachgeholt, bis kein Bogen mehr auf dem Wasser liegt.
Als Köder passen Mais, Wurm, Made oder ein Teig am Haar zur Montage, je nach Zielfisch und Jahreszeit. Angefüttert wird zurückhaltend auf den Punkt, den der Schwimmer markiert, damit die Fische über dem Blei bleiben. Bei Wind, der von der Seite drückt, hilft ein größeres Gewicht aus der Reihe, weil es die Montage auf Position hält, statt sie am Ufer entlangzuziehen.
Im Frühjahr sammeln sich Brassen auf den ersten warmen Flachstellen, im Sommer ziehen sie über die Kante, im Herbst stehen sie tief. Derselbe Schwimmer folgt ihnen, weil allein der Stopper wandert. Auch für Aal und Karpfen in der Dämmerung bleibt der Aufbau brauchbar: Die Schnur gleitet beim Abzug durch den Korpus, das Blei liegt still, und der Fisch zieht ohne Warnung ab.
Kork saugt an den Schnittflächen mit der Zeit Wasser auf, daher trocknet der Schwimmer nach dem Angeln offen und wandert nicht feucht in die Box. Kleine Macken an der Oberfläche wirken sich kaum aus, solange der Durchgang frei bleibt. Schnurreste im Kanal werden vorsichtig entfernt, damit sie beim nächsten Ansitz nicht bremsen.
Diese Beschreibung ist am Hauptartikel geführt und deckt alle sechs Gewichte ab. Wer ein leichtes und ein kräftiges Stück zusammen dabeihat, bleibt bei wechselnder Tiefe handlungsfähig. Weitere Schwimmer für den breiten Gebrauch stehen unter Allroundposen.
- Produktnummer SW22910
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 6744103
- Gewicht 0.0077 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com