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Jenzi Hooklink Braid 20 m

Beschreibung

Jenzi Hooklink Braid 20 m

Der Jenzi Hooklink Braid 20 m ist geflochtenes Vorfachmaterial aus dem Haus Jenzi, aufgespult mit 20 Metern und erhältlich in drei Ausführungen: Olive/Grün, schwarz/grün und Superfine Downforce. Der Name benennt die Aufgabe unmittelbar, denn ein Hooklink ist das Hakenvorfach am Karpfenrig, also das Stück zwischen Wirbel und Haken. Einsortiert ist die Reihe bei der Geflochtene Vorfachschnur.

Am Karpfenrig übernimmt das Hakenvorfach eine eigene Rolle. Geflochtenes Material verhält sich hier anders als steifes: Es legt sich nachgiebig auf den Grund, folgt der Bewegung des Köders und lässt dem Boilie oder Pellet beim Aufsaugen Spiel. Genau darauf bauen die bekannten Rigvarianten auf. Das Haarrig führt den Köder an einer kurzen Schlaufe hinter dem Hakenbogen, das D-Rig arbeitet mit einem beweglichen Stück am Hakenschenkel, das Blowback-Rig nutzt einen Ring auf dem Schenkel. Alle drei verlangen ein Material, das Knoten und Spleiße annimmt, und genau dafür ist ein Braid-Hooklink gedacht.

Zwanzig Meter sind für Rigs eine erhebliche Länge. Hakenvorfächer am Karpfenplatz messen üblicherweise zwischen zehn und fünfundzwanzig Zentimetern, sodass aus einem Spulchen eine ganze Serie entsteht. Praktisch ist das Vorbinden am Tisch: Eine Handvoll gleicher Rigs wandert in eine Rigwallet, und am Wasser wird nur noch eingeklippt. Nach einem Fisch kommt das benutzte Rig in das Fach für die Nachkontrolle und ein frisches an die Montage, womit die Zeit ohne Köder im Wasser kurz bleibt.

Die Wahl der Ausführung richtet sich nach dem Grund des Gewässers, auf dem das Vorfach liegt:

  • Olive/Grün (65820): abgestimmt auf krautige und grünlich wirkende Böden, auf Seerosenfelder und auf Flachbereiche mit Pflanzenresten.
  • schwarz/grün (65821): für dunkle Gründe, also Torf, dunklen Schlamm, Mulm und Bereiche mit Totholz oder Laubauflage.
  • Superfine Downforce (65822): die dritte Ausführung der Reihe, als eigene Variante neben den beiden farbigen Ausführungen wählbar.

Die Überlegung dahinter ist einfach. Karpfen gründeln dicht über dem Boden, und je unauffälliger das Hakenvorfach dort aufliegt, desto weniger stört es beim Aufnehmen des Köders. Eine kurze Grundbeprobung mit dem Markerblei oder ein Blick auf das, was beim Einholen am Blei hängt, verrät die Beschaffenheit der Stelle: Kraut, Muschelbänke, Sand oder Faulschlamm. Daraus ergibt sich die passende Ausführung, und wer beide Farbvarianten in der Tasche hat, wechselt am Platz ohne Umbau der übrigen Montage.

Ein Rig besteht aus mehreren Teilen, die zueinander passen müssen. Zum geflochtenen Hakenvorfach kommen ein Haken in abgestimmter Größe, ein Gegengewicht aus Knetblei oder ein Stück Schrumpfschlauch am Schenkel sowie der Clip oder Wirbel am Blei. Beim Binden in Serie liegen alle Teile vorher in Schalen bereit, und eine Variante wird nach der anderen durchgearbeitet. So entstehen Stücke in gleicher Länge und mit gleichem Aufbau, was den Vergleich am Wasser erleichtert, weil nur noch Platz und Köder sich unterscheiden.

Über das Jahr wechseln die Plätze und mit ihnen der Boden darunter. Im Frühjahr stehen die Fische häufig über flachen, erwärmten Bereichen mit alten Pflanzenresten, im Sommer an den Kanten der Krautfelder, im Herbst über tieferem Mulm. Eine Tasche mit beiden Farbvarianten deckt diesen Wechsel ab, ohne langen Umbau am Platz. Für längere Sessions mit mehreren Ruten bietet sich eine fertige Serie je Ausführung an, damit an jeder Rute das zum Boden passende Stück hängt.

Beim Binden selbst gelten einige Gewohnheiten. Geflochtene Hakenvorfächer werden mit dem knotenlosen Knoten am Haken festgelegt, wobei die Wicklungen eng und ohne Überkreuzung am Schenkel liegen. Vor dem Zuziehen wird das Material angefeuchtet, und das überstehende Ende bleibt kurz. Am anderen Ende entsteht eine kleine Schlaufe für den Clip oder den Wirbel, entweder geknotet oder mit der Schlaufennadel gespleißt. Nach dem Binden wird jedes Rig einmal zwischen den Händen auf Zug geprüft, bevor es in die Wallet wandert.

Nach dem Ansitz gehört ein kurzer Durchgang zur Pflege dazu. Benutzte Rigs werden abgespült, trocknen offen und wandern erst dann zurück; alles, was Schlamm oder Sand führt, wird ausgespült statt abgerieben. Rigs mit aufgeriebener Stelle am Hakenbogen werden ausgetauscht, nicht nachgebunden. Die Spule bleibt verschlossen in der Tasche, damit das Ende nicht ausfädelt.

Benachbarte Abteilungen ergänzen den Rigbau. Steife Alternativen für dasselbe Stück der Montage stehen beim Hardmono-Vorfach, der Übergang zur Hauptschnur wird oft mit Leadcore aufgebaut, und monofile Stücke für leichtere Montagen führt die Monofile Vorfachschnur.

Produktdetails

  • Produktnummer 65820
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 8133002
  • Gewicht 0,0148 kg

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