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- Produktnummer SW24740
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8586030
- Gewicht 0.0318 kg
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Jenzi Gewicht zum Heringsangeln länglich
Heringsangeln läuft über das Paternoster. Am Ende der Hauptschnur hängt das Gewicht, darüber sitzen mehrere kurze Seitenarme mit kleinen, bunten Haken. Die Montage wird abgelassen oder geworfen, bis das Gewicht Grund erreicht, und dann in kurzen Zügen durch die Wassersäule geführt. Trifft die Kette auf einen Schwarm, hängen oft mehrere Fische gleichzeitig an den Armen. Das Gewicht am Fuß der Montage hat dabei eine klare Doppelaufgabe: Es bringt die Kette auf Tiefe und hält sie gestreckt, damit die Seitenarme abstehen und nicht an der Hauptschnur anliegen.
Die längliche Bauform ist auf genau diese Montage abgestimmt. Ein gestreckter Körper hängt senkrecht unter der Schnur, dreht beim Absinken kaum und zieht die Paternosterkette gerade nach unten. Eine breite oder flache Form würde im Wasser taumeln, die Arme verwirbeln und damit Tüddel erzeugen. Beim Einholen setzt der schlanke Körper außerdem weniger Widerstand entgegen, sodass die ruckartige Führung an den Armen ankommt und nicht im Gewicht verpufft.
Die Reihe setzt bei 30,0g an und führt über 40,0g und 50,0g zu 60,0g. Welche Stufe gewählt wird, richtet sich nach Tiefe, Strömung und Länge der Kette. Von der Seebrücke oder vom Kutter in ruhigem Wasser arbeiten 30,0g und 40,0g gut und lassen die Arme lebhaft spielen. Steht Strömung an, oder soll die Montage zügig durch eine tiefere Wassersäule geführt werden, greifen 50,0g und 60,0g. Lange Paternoster mit vielen Armen verlangen generell die schwereren Stufen, weil die Kette im Wasser Fläche bietet.
Hinweise für die Praxis:
- Gewicht an das untere Ende der Kette setzen, Seitenarme darüber verteilen
- Montage bis zum Grundkontakt ablassen und anschließend stufenweise anheben
- In kurzen, gleichmäßigen Zügen arbeiten, damit die Haken an den Armen flattern
- Bei Drift eine Stufe höher wählen, damit die Kette senkrecht bleibt
- Nach dem Drill die Arme entwirren, bevor der nächste Zug erfolgt
Auf Hering wird vor allem von Seebrücken, Molen und Hafenanlagen sowie vom Kleinboot geangelt, wenn die Schwärme küstennah stehen. Die Fische ziehen in Gruppen und wechseln dabei die Tiefe, weshalb die Montage in verschiedenen Lagen der Wassersäule geführt wird. Eine passend gewählte Stufe erlaubt es, diese Lagen sauber abzufischen: tief ansetzen, langsam hochführen und bei Kontakt die erreichte Tiefe halten.
Zum Gerät gehört eine Rute mit weicher, gut sichtbarer Spitze, denn sie zeigt die Kontakte an den Armen deutlich an, während ein steifes Blank feine Bisse überspielt. Mehrere Heringe an einer Kette bringen zudem Last auf die Montage, die beim Heben aus dem Wasser getragen werden muss. Die Kette wird deshalb nicht gerissen, sondern gleichmäßig eingeholt, und das Gewicht am Fuß hält sie dabei in der Senkrechten.
Ein Wort zur Ordnung an Bord: Paternoster werden am besten auf Wickelbrettern vorbereitet, das Gewicht wird erst unmittelbar vor dem Ablassen eingehängt. So bleiben die Arme sortiert, und ein Wechsel der Stufe gelingt zwischen zwei Driften, ohne die ganze Montage neu aufzubauen.
Die Heringsfischerei folgt einem klaren Zeitfenster. Sobald sich das Wasser im Frühjahr erwärmt, ziehen die Schwärme in Küstennähe und in die Förden, und für einige Wochen stehen sie dort in großer Zahl. In dieser Phase sammeln sich Angler an Seebrücken und Hafenkanten, und die Montagen gleichen sich: ein Paternoster mit mehreren Armen und am Fuß ein Gewicht, das die Kette senkrecht hält. Später im Jahr verlagert sich das Geschehen in tiefere Bereiche, womit die oberen Stufen der Reihe in den Vordergrund treten.
Beim Ablassen von einer Brücke oder vom Kutter ist die Länge der Kette der begrenzende Faktor. Sie muss gestreckt ins Wasser gehen, sonst verwickeln sich die Arme bereits über der Oberfläche. Mit ausreichendem Gewicht am Fuß zieht die Montage von selbst gerade nach unten, und der Angler muss sie nur noch nachführen. Beim Werfen gilt dasselbe Prinzip: Die Kette wird in flachem Bogen hinausgebracht, das Gewicht läuft voran und die Arme folgen in einer Linie.
Die Zahl der Seitenarme bestimmt mit, welche Stufe sinnvoll ist. Drei kurze Arme bieten dem Wasser wenig Fläche und kommen mit einem leichteren Fuß aus. Sechs oder mehr Arme, womöglich mit größeren Federn besetzt, bremsen die Montage deutlich und brauchen Masse am Ende, damit sie überhaupt senkrecht steht. Wer die Armzahl erhöht, greift daher zugleich eine Stufe höher.
Neben Hering kommen an derselben Montage regelmäßig weitere Fische an die Haken, etwa Makrelen oder Wittlinge, wenn sie zur Saison küstennah stehen. Für das Gewicht ändert das nichts: Es hält die Kette gestreckt, und die Arme arbeiten unabhängig davon, welcher Fisch gerade zubeißt.
Im Shop liegt die Familie bei den Heringsgewichten. Für das Ausloten der Wassertiefe vor dem Angeln stehen Lotbleie bereit, und als klassische Variante derselben Anwendung führt der Shop Heringsblei.
Angelegt ist die Familie bei Jenzi; die Stufen erscheinen als SW24740, SW24741, SW24742 und SW24743 und tragen die Herstellernummern 8586030, 8586040, 8586050 und 8586060.
- Produktnummer SW24740
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8586030
- Gewicht 0.0318 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com