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- Produktnummer SW23174.1
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8668010
- Gewicht 0.0163 kg
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Jenzi Futterkorb rund aus Stahl
Im stehenden Gewässer gelten andere Regeln als im Strom. Ohne ziehendes Wasser fehlt die Kraft, die eine Montage über den Boden schiebt, und damit verliert die Rollneigung eines runden Körpers ihre Bedeutung. Dort liegt das Revier dieses runden Stahlkorbs: Baggersee, Vereinsteich, altes Kiesloch, Altarm ohne merkliche Bewegung und Weiher mit dichtem Krautsaum.
Rund bedeutet: keine Kante, die festhält. Auf einer abfallenden Böschung oder einer schrägen Sandbank folgt der Körper daher der Neigung, bis er auf ebenem Untergrund zur Ruhe kommt. Daraus ergibt sich eine klare Vorgabe für die Platzwahl: ein flaches Plateau, eine Mulde oder der ebene Streifen vor einer Kante. Ein vorheriges Abtasten der Tiefen mit Lot oder Montage zeigt, wo diese Flächen liegen, und bündelt alle späteren Würfe auf derselben Stelle.
Die runde Form bringt im Stillwasser eigene Stärken mit. Sie taucht ohne Kante ein und erzeugt beim Aufsetzen wenig Unruhe, was über scheuen Fischen in klarem Flachwasser zählt. Der Inhalt löst sich rundum gleichmäßig, sodass ein kompakter, kreisförmiger Fleck entsteht statt einer langen Spur. Beim Einholen steigt der Körper rasch frei und bleibt seltener an Kraut, Zweigen oder Muschelbänken hängen, weil keine Ecke einhakt.
Die leichte Reihe führt zu anderen Fischen als eine Flussmontage. Rotaugen, Rotfedern, Schleien, Karauschen und mittlere Brassen nehmen einen kleinen Futterfleck bereitwillig an, sobald er ruhig daliegt. Im Frühjahr stehen diese Arten flach über erwärmtem Grund dicht am Schilf, im Sommer am Krautrand und in den Lücken zwischen den Seerosen, im Herbst über der tieferen Mulde in der Seemitte. Jede dieser Phasen verlangt lediglich eine andere Stufe aus derselben Reihe und kein anderes Gerät.
Die Gewichte decken das leichte Fach ab und richten sich nach Wurfweite und Tiefe:
- 10g für kurze Würfe dicht unter Land, flache Buchten und Fische, die auf jedes Geräusch ausweichen.
- 15g für Distanzen bis etwa fünfzehn Meter und feine Spitzenruten, die sanft arbeiten sollen.
- 20g als sichere Mitte für Rotaugen, Schleien und kleinere Brassen auf mittlerer Entfernung.
- 30g wenn der Wind die Oberfläche kräuselt oder etwas mehr Futter pro Wurf an den Platz soll.
- 40g als obere Stufe für weitere Würfe über freies Wasser und tiefere Mulden im See.
Dieses Fach verlangt feines Gerät. Eine Matchrute, ein Winkelpicker oder eine leichte Spitzenrute überträgt die kleinen Gewichte sauber, während eine schwere Gerte den Korb nur hinauswirft, ohne die Bisse abzubilden. Das Gerät arbeitet in Ruhe: zwei bis drei kurze Würfe zum Anlegen des Platzes, danach alle wenigen Minuten ein Nachschub, immer auf dieselbe Marke am Clip. Wo Fische dicht unter der Oberfläche ziehen, ergänzt eine schlanke Pose aus der Auswahl der Friedfischposen das Bild und zeigt, in welcher Schicht sich etwas abspielt.
Der Platz entsteht vor dem ersten Biss. Zwei feste Punkte am gegenüberliegenden Ufer als Richtmarke, eine abgezählte Schnurlänge im Clip und ein kurzes Abloten genügen, um die Fläche festzulegen. Seitenwind drückt die Schnur zur Seite und verschiebt den Einschlag; an solchen Tagen hilft ein flacher Wurf gegen die Windrichtung oder ein Platz im Windschatten einer Landzunge. Auf hartem Grund trägt eine Stufe weniger, über weichem Schlamm darf es eine Stufe mehr sein.
Zum leichten Korb passen kleine Köder: Maden, Caster, Pinkies, Dosenmais und Teigflocken am feinen Haken. Das Vorfach bleibt kurz, zwanzig bis vierzig Zentimeter, damit der Köder nahe am Futterfleck liegt. Beim Futter arbeitet eine eher feine, leicht fallende Mischung gut, die sich im stillen Wasser zügig öffnet und eine kleine Wolke bildet. Mehr Trägheit braucht es hier nicht, denn nichts transportiert das Material fort. Flache Plattformen für klebrige Pasten stehen unter Methodfeederkörbe bereit, und besondere Bauformen für Sonderfälle sammelt die Abteilung Spezialfutterkörbe.
Im Kraut zahlt die runde Kontur noch ein zweites Mal ein. Beim Anhieb steigt der Körper früh von der Sohle auf und schiebt sich über Halme hinweg, anstatt sich mit einer Ecke darin festzusetzen. Dadurch bleiben auch Drills mit Schleien in dichter Vegetation beherrschbar: Der Fisch wird mit erhobener Rute über die Pflanzen geführt, der Korb folgt oberhalb der Hindernisse. An Tagen mit vielen Kleinfischen lässt sich die Menge je Wurf fein dosieren, indem nur die untere Hälfte der Kammer gefüllt wird; der Platz wächst dann langsamer, bleibt aber über Stunden anziehend.
Zum Abschluss des Tages werden Reste ausgeklopft, der Körper abgespült und offen getrocknet. In der Box nebeneinander aufbewahrt, erlauben die fünf Stufen eine schnelle Anpassung, wenn der Wind auffrischt oder der Schwarm weiter nach draußen zieht.
- Produktnummer SW23174.1
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8668010
- Gewicht 0.0163 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com