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- Produktnummer 61886
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 5433408
- Gewicht 0.0117 kg
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Jenzi Belly-Tail-Twister 8 cm
Dieser Twister von Jenzi fällt durch seinen betont kräftigen Bauch auf, an den sich ein kleiner Button-Tail anschließt. Laut Hersteller ergibt diese Kombination ein aktionsreiches und druckvolles Laufverhalten – der voluminöse Rumpf verdrängt Wasser, der knappe Schwanz schlägt dagegen schnell. Zusätzlich ist der Körper UV-beschichtet. Die Länge liegt bei 8 cm.
Zwei Bauteile greifen hier ineinander. Ein dicker Rumpf schiebt beim Einholen eine spürbare Welle vor sich her, die Fische auch außerhalb der Sichtweite wahrnehmen. Ein kurzer, rund auslaufender Schwanz braucht dagegen kaum Anströmung, um auszuschlagen, und arbeitet bereits, wenn der Köder lediglich absinkt. Zusammen ergibt das einen Köder, der im Stillstand nicht stumm wird – anders als schlanke Modelle, die Tempo brauchen, um überhaupt ein Signal zu erzeugen.
Die Bauform zahlt sich dort aus, wo langsam geführt werden muss. In einem Kanal mit Schiffsverkehr, über einer verkrauteten Flachbucht oder im Winterhafen bringt hohe Einholgeschwindigkeit selten Fisch; gebraucht wird ein Köder, der auch beim Schleichen noch arbeitet. Ebenso an Spundwänden und Steinschüttungen, wo der Köder dicht an der Kante geführt wird und nach jedem Meter eine Pause bekommt. Auch im Frühjahr über flachen, sich erwärmenden Platten passt die ruhige Gangart.
Hecht, Zander und Barsch stehen als Zielfische im Vordergrund. Für Hechte im Schilfgürtel wird der Köder gern flach und mit langen Pausen geführt, sodass er zwischen zwei Kurbelumdrehungen kippelnd absinkt. Zander im tieferen Bereich bekommen ihn eher am Grund serviert, mit zwei kurzen Schlägen und anschließendem Nachlassen. Barsche fassen häufig im Moment des Absinkens zu, deshalb lohnt es sich, die Schnur dabei nur leicht auf Spannung zu halten statt straff durchzuziehen.
Beim Beschweren gilt: so wenig Blei wie möglich. Ein schwerer Kopf reißt den Rumpf durch das Wasser und nimmt dem Schwanz die Zeit zum Ausschlagen. Besser passt ein Kopf, mit dem der Köder gerade noch Bodenkontakt hält. In verkrauteten Abschnitten kann ein versenkt geführter Haken sinnvoll sein, bei dem die Spitze im Rücken des Köders liegt; der Belly-Tail hat durch seinen Bauchumfang genügend Material, um einen solchen Haken aufzunehmen, ohne dass der Köderkörper einreißt.
Die Farbauswahl deckt klare und trübe Verhältnisse ab:
- Olive Glitter – naturnah mit Glanzpunkten für klares Wasser
- Chartreuse/Schwarz – greller Rücken über dunkler Unterseite
- Braun/Gold – gedeckter Ton für sonnige Tage über Sand und Kies
- Weiß/Rot – heller Körper mit Reizpunkt am Kopf
- Weiß/Grün – auffällige Mischung für angetrübtes Wasser
Die UV-Beschichtung spielt ihre Rolle vor allem in der Dämmerung, bei bedecktem Himmel und in tieferen Schichten. Dort fällt der langwellige Rotanteil des Lichts früh aus, während kurzwellige Anteile länger wirksam bleiben. Ein UV-aktiver Körper hebt sich unter diesen Bedingungen deutlicher vom Hintergrund ab als ein rein pigmentierter. Für die Abendstunden am See greifen viele Angler daher zu den helleren Stellungen und wechseln bei hohem Sonnenstand zurück auf die gedeckten.
Vor einem Hecht gehört ein bissfestes Zwischenstück zwischen Hauptschnur und Köder. Acht Zentimeter Körperlänge liegen genau in jenem Bereich, in dem neben Zandern regelmäßig auch Hechte zufassen, und eine durchtrennte Schnur bedeutet nicht nur den Verlust des Köders, sie lässt den Fisch mit Haken im Maul zurück. Ein kurzes Stahl- oder Hardmonostück vor dem Jigkopf ändert am Laufbild wenig, solange es geschmeidig genug ist und nicht als starrer Draht vor dem Köder steht.
Die Führung lässt sich in wenigen Varianten durchspielen. Beim Faulenzen liegt der Köder nach dem Absinken kurz am Boden und wird mit zwei Kurbelumdrehungen wieder angehoben. Beim gleichmäßigen Einholen über Kraut bleibt er dicht unter der Oberfläche und zieht eine sichtbare Spur. Am Hindernis hilft das Absenken an gespannter Schnur, weil der Köder dann bogenförmig zum Grund gleitet und dabei durchgehend arbeitet. Alle drei Wege haben dasselbe Ziel: viel Zeit in jener Zone, in der der Fisch tatsächlich steht.
Im Laufe einer Saison lohnt es, von jeder Farbe mehrere Exemplare vorzuhalten, denn Hechtzähne setzen Weichplastik zu, und ein aufgerissener Rumpf verändert das Laufbild sofort. Angerissene Köder lassen sich noch eine Weile weiterfischen, solange der Schwanz unbeschädigt ist. Gelagert werden sie liegend und trocken, möglichst getrennt von Modellen anderer Serien, damit die Oberflächen nicht aneinander abfärben.
Im Bereich Twister stehen weitere Modelle mit vergleichbarer Schwanzform. Breitere Profile führt die Abteilung Gummifische, feine Reizköder für zögerliche Fische finden sich unter Kunstmaden & Kunstwürmer, und über allem steht die Übersicht Angeln.
- Produktnummer 61886
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 5433408
- Gewicht 0.0117 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com