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- Produktnummer 62683
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 5758002
- Gewicht 0.0053 kg
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Jenzi Barsch-Hegene Softplastik 3 Arme
Zur Wahl stehen vier Ausführungen, die als Muster 1, Muster 2, Muster 3 und Muster 4 geführt werden. Der Aufbau bleibt dabei gleich, unterschieden wird allein das Muster der Köder an den Armen. In der Praxis empfiehlt es sich, mehr als eine Ausführung dabeizuhaben: An klaren Tagen über hellem Grund greifen Barsche oft zu einem anderen Muster als an trüben Tagen oder in der Dämmerung. Wer wechselt, statt die Stelle aufzugeben, bekommt an einem Schwarm häufig noch eine zweite Chance.
- Muster 1 als erste Wahl zum Abtasten einer neuen Stelle
- Muster 2 als Wechsel, wenn die Bisse am gleichen Platz ausbleiben
- Muster 3 für veränderte Lichtverhältnisse im Tagesverlauf
- Muster 4 als weitere Ausführung für den Wechsel am Schwarm
Eine Hegene arbeitet mit mehreren Ködern an kurzen Seitenarmen, die vom Hauptteil abstehen. Diese Montage trägt drei Arme. Dadurch bewegen sich drei Köder gleichzeitig in verschiedenen Höhen durch dieselbe Wasserschicht, und der Schwarm bekommt nicht einen einzelnen Happen zu sehen, sondern eine kleine Gruppe. Gerade Barsche reagieren auf dieses Bild, weil sie ihre Beute in Trupps verfolgen und ein einzelner Köder weniger Reiz auslöst als mehrere.
Die Bauform stammt aus der Angelei auf Renken und Felchen in tiefen Voralpenseen und hat sich von dort in andere Bereiche ausgebreitet. Auf Barsch abgestimmt, wird sie kräftiger aufgebaut und mit auffälligeren Ködern besetzt, weil Barsche entschlossener zugreifen als Renken. Das Grundprinzip bleibt erhalten: Mehrere kleine Köder hängen übereinander an kurzen Armen und werden in einer festen Ebene gehalten, statt die Wasserschicht waagerecht zu durchkämmen.
Die Köder dieser Ausführung bestehen aus Softplastik. Weiches Material bewegt sich schon bei kleinen Impulsen und läuft nach einem Heber noch nach, wenn die Montage wieder steht. Dieses Nachlaufen in der Pause bringt beim Barschangeln viele Bisse, denn die Fische stellen sich oft erst neben den Köder und greifen dann zu, wenn er für einen Moment ruhig hängt und nur noch leicht zittert.
Geangelt wird die Montage senkrecht, meist vom Boot über tieferem Wasser, an Kanten, über Krautfeldern oder an Steinpackungen. Die Hegene wird abgesenkt, bis sie die Ebene des Schwarms erreicht, und dann mit kurzen Hebern geführt. Zwischen den Hebern folgt eine Pause, in der die Arme ausschwingen. Im Winter und im späten Herbst stehen Barsche dicht gedrängt in bestimmten Tiefen, und dort entfaltet eine Hegene ihre Stärke, weil sie in dieser Ebene bleibt, statt sie nur zu durchqueren.
Im Jahresverlauf wandert der Schwarm. Im Frühjahr halten sich Barsche flach an erwärmten Ufern auf, im Sommer verteilen sie sich entlang von Krautkanten, und mit kälterem Wasser ziehen sie in tiefere Bereiche und bilden dort dichte Gruppen. Diese kalte Zeit ist die eigentliche Stunde der Hegene, denn dann genügt ein kleiner Köder in der richtigen Tiefe, während große Köder häufig unbeachtet bleiben. Sobald ein Schwarm gefunden ist, zahlt sich Geduld an derselben Stelle aus, weil mehrere Fische in Folge zugreifen können, wenn der Platz nicht zu früh verlassen wird.
Beim Gerät kommt es auf feine Rückmeldung an. Eine gestraffte Schnur überträgt die kleinen Stöße, mit denen Barsche den Köder annehmen, bis in die Rutenhand. Der Heber selbst bleibt klein, wenige Zentimeter genügen, damit die Arme ausschwingen. Danach wird die Montage für zwei bis drei Sekunden ruhig gehalten. Dieses Muster aus kurzem Impuls und ruhiger Phase wird über längere Zeit wiederholt, bis der erste Fisch die Höhe verrät, in der der Schwarm steht.
Am unteren Ende wird üblicherweise ein Gewicht eingehängt, das die Montage strafft und senkrecht hält. Die Schwere dieses Gewichts richtet sich an Tiefe und Drift aus. Oben wird die Hegene in die Hauptschnur eingeschlauft. Sitzt alles unter Spannung, stehen die Arme sauber ab, und die Köder verwickeln sich beim Absenken nicht miteinander. Beim Einholen ist langsames Arbeiten sinnvoll, damit die Arme nicht um den Hauptteil schlagen.
Im Drill hängen mitunter zwei Fische gleichzeitig an der Montage, weil die Nachbarn eines gehakten Barsches dem Köder folgen. Dann wird gleichmäßig und ohne Rucke eingeholt, damit die Arme nicht gegeneinander arbeiten. Am Boot wird die Montage mit der Hand übernommen und gestreckt gehalten, bevor die Fische gelöst werden.
Nach dem Einsatz wird die Montage gestreckt verstaut, am besten auf einem Wickelbrett oder in einem langen Fach. Weiches Ködermaterial nimmt Druckstellen an, wenn es dauerhaft gebogen liegt. Trocken und gestreckt gelagert bleiben die Arme in Form und die Hegene ist beim nächsten Mal sofort einsatzbereit.
Weitere Montagen dieser Bauart stehen in der Kategorie Fliegen, und das gesamte Sortiment zeigt die Übersicht Kunstköder. Für das senkrechte Angeln auf Barsch bieten sich außerdem Mormyschkas und kleine Gummifische an.
- Produktnummer 62683
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 5758002
- Gewicht 0.0053 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com