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Jenzi Balsaholz-Stipppose
Jenzi Balsaholz-Stipppose

Jenzi Balsaholz-Stipppose

Beim Stippen setzt der Angler den Köder unmittelbar vor sich ab. Die Montage ist so lang wie die Rute, zwischen Hand und Fisch liegt keine Rolle, und jede Regung an der Spitze des Schwimmers ist ohne Umweg zu sehen. Für diese Art zu angeln ist die Balsaholz-Stipppose von Jenzi gedacht, die in fünf Tragstufen geführt wird und bewusst auf kurze Wege ausgelegt ist.

Balsaholz ist leicht, lässt sich sauber in Form bringen und trägt mehr, als sein Eigengewicht vermuten lässt. Im Posenbau hat der Werkstoff deshalb eine lange Geschichte. Ein Körper aus Balsaholz nimmt Zug an der Schnur ohne Verzögerung auf und kehrt nach dem Eintauchen von selbst in die aufrechte Lage zurück. Das zahlt sich dort aus, wo ein Fisch den Köder nur anhebt und wieder fallen lässt.

Fünf Tragstufen stehen zur Wahl:

  • 2g für stilles Wasser und zurückhaltende Fische
  • 3g als feine Standardwahl am Platz
  • 4g bei leichter Bewegung auf der Oberfläche
  • 5g für kräftigere Köder und mehr Wassertiefe
  • 6g, wenn Wind oder leichter Zug die Montage versetzen würden

Die Bebleiung entscheidet über die Anzeige. Verteilt der Angler die Schrote in einer Kette, sinkt der Köder langsam und der Fisch nimmt ihn im Fallen; sitzt das Gewicht gebündelt nahe am Vorfach, steht die Montage schneller und ruhiger. In beiden Fällen wird nur so viel Blei gesetzt, dass ein kurzes Stück der Spitze aus dem Wasser schaut. Je weniger davon zu sehen ist, desto deutlicher fällt der kleine Biss auf, und desto eher verrät sich auch ein vorsichtiger Fisch am Haken.

Gelotet wird vor dem ersten Köder, und zwar genau dort, wo später gefischt wird. Mit einem Lotblei am Haken tastet der Angler die Stelle ab, bis die Spitze knapp aus dem Wasser steht; danach wird der Schwimmer um wenige Zentimeter verschoben, je nachdem, ob der Köder auf dem Grund liegen oder darüber schweben soll. Am Stippplatz ändert sich die Tiefe auf kurzer Strecke oft deutlich, weshalb zwei oder drei Messpunkte nebeneinander Klarheit bringen.

Die kurze Distanz bringt ihre eigenen Vorteile. Der Köder landet auf den Zentimeter dort, wo gefüttert wurde, die Montage hängt senkrecht im Wasser, und der Anschlag kommt ohne Schnurbogen an. Wer am Platz bleibt und regelmäßig kleine Gaben füttert, sammelt die Fische auf wenigen Quadratmetern und braucht keine Wurfweite. Gerade an überbauten Stellen, unter Bäumen und an schmalen Gräben ist das der einzige Weg, den Köder ruhig anzubieten.

Gefüttert wird in kleinen Portionen und immer an dieselbe Stelle. Eine Handvoll feuchtes Futter, dazu ein paar Maden oder Maiskörner, hält die Fische am Platz, ohne sie zu sättigen. Da der Köder senkrecht über dem Futter hängt, genügt eine geringe Menge; größere Gaben locken vor allem Kleinfisch an die Oberfläche. Nachgefüttert wird nach einem gelandeten Fisch, nicht nach der Uhr.

Zum Gerät passt eine leichte Stippe oder Kopfrute mit weicher Spitze, dazu ein dünnes Vorfach und ein kleiner Haken. Rotaugen, Lauben, Güster, Karauschen und Barsche bilden den gewohnten Fang, im Sommer kommen Rotfedern dazu. Am Vereinsteich, im Altarm und in ruhigen Flussbuchten genügen die feinen Stufen, in bewegtem Wasser greift der Angler zu 5g oder 6g, damit die Montage an der Stelle bleibt.

Im Frühjahr und Sommer stehen Rotaugen und Lauben dicht unter der Oberfläche und nehmen den Köder im Fallen, dann passt die feinste Abstimmung mit 2g. In kühlem Wasser rücken die Fische an den Grund und beißen zurückhaltend; eine ruhige Montage mit 5g, die den Köder still über dem Boden hält, bringt dort mehr Kontakt. An windigen Tagen hilft die Stufe 6g, weil Wellen eine leichte Pose sonst über den Platz schieben.

Die Montage selbst bleibt überschaubar: Hauptschnur in Rutenlänge, Schwimmer, Schrotkette, ein kurzes Vorfach und ein kleiner Haken. An der Kopfrute übernimmt der Gummizug die Stöße eines größeren Fisches, an der klassischen Stippe muss die Rutenspitze diese Arbeit leisten, weshalb das Vorfach dort nicht zu dünn ausfallen darf. Gelandet wird auf kurzem Weg über den Kescher, ohne die Montage durch die Luft zu heben.

Holzkörper mögen keinen Dauerkontakt mit Wasser in der Kiste. Nach dem Angeln trocknet der Schwimmer offen, bevor er in den Köcher wandert; so bleibt das Tragverhalten gleich. Stöße gegen harte Kanten hinterlassen auf Balsaholz leichter Spuren als auf Kunststoff, weshalb ein Fach mit weicher Auflage die beste Ablage ist. Die Beschreibung wird am Hauptartikel gepflegt und gilt für alle fünf Tragstufen gleichermaßen; weitere Modelle für diese Art zu angeln stehen unter Stippposen.

  • Produktnummer 63341
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 6285040
  • Gewicht 0.0021 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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