Jenzi Angelschnur 500 m.Spule Zander
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Angelschnur 500 m.Spule Zander
Die Modellbezeichnung dieser Familie nennt einen Raubfisch, und damit auch das Umfeld, in dem solche Schnüre gewöhnlich gebraucht werden: Gewässer mit Strömung oder tiefen Kanten, Köderführung in Grundnähe, Angelstunden in der Dämmerung und nachts. Dazu kommt eine Spulenlänge von 500 m, die zwischen der einzelnen Rollenfüllung und dem Großvorrat liegt. Mehrere Rollen lassen sich daraus versorgen, ohne dass dafür ein eigener Lagerplatz freigeräumt werden muss.
Das Angeln auf Zander findet häufig in den Randstunden des Tages statt, in der Dämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit. Der Schnurkontakt spielt dann eine größere Rolle als am hellen Tag, denn alles Nichtsichtbare muss fühlbar werden — der Bodenkontakt des Köders, das Aufsetzen nach dem Absinken, der kurze Widerstand beim Einholen. Die Hauptschnur ist in dieser Kette das verbindende Element zwischen Hand und Köder, und ihr Durchmesser gehört zu den Größen, die diesen Kontakt mitbestimmen.
Innerhalb der Familie wird ausschließlich über den Schnurdurchmesser entschieden. Zur Wahl stehen drei Stufen, und sie liegen bewusst dicht beieinander: 0,250 mm, 0,280 mm und 0,300 mm. Der Abstand von einer Stufe zur nächsten beträgt nur drei beziehungsweise zwei Hundertstelmillimeter. Ein Wechsel zwischen zwei benachbarten Werten verändert damit weniger das Einsatzgebiet als die Feinabstimmung innerhalb eines Einsatzgebiets.
Solche kleinen Schritte sind in der Praxis durchaus spürbar. Ein geringfügig schlankerer Durchmesser schneidet etwas leichter durch Strömung, nimmt weniger Wasserdruck auf und bringt bei gleichem Spulenvolumen mehr Meter auf die Rolle. Eine geringfügig stärkere Stufe ist dagegen die übliche Antwort auf scheuernden Grund, auf Totholz und auf Steinpackungen, wie sie an Kanälen und Buhnenfeldern vorkommen. Beide Richtungen sind hier abgedeckt, ohne dass die Familie ihren Charakter wechselt.
500 m sind in dieser Hinsicht ein bewusster Mittelweg. Eine Spule, die nur für eine einzelne Rollenfüllung reicht, ist nach einem Saisonwechsel verbraucht; ein Vorrat von mehreren tausend Metern beansprucht einen eigenen Platz und wird in kleineren Beständen selten aufgebraucht. Die mittlere Länge liegt zwischen diesen beiden Enden: Sie findet noch in einer Gerätekiste Platz und deckt gleichzeitig deutlich mehr als einen Rollenwechsel ab.
Mit dem Durchmesser hängt auch die Montage zusammen. Beim Angeln mit Kunstködern wird die Hauptschnur üblicherweise über ein kurzes Verbindungsstück an den Köder angebunden; beim Ansitz mit Naturködern übernimmt die Hauptschnur dagegen den Kontakt bis zum Haken. Je nach Vorgehen fällt die Wahl innerhalb der drei Stufen anders aus, und es ist nicht unüblich, zwei Rollen mit zwei benachbarten Durchmessern nebeneinander zu führen.
Die Verbindung zwischen Hauptschnur und Montage wird je nach Vorgehen unterschiedlich gelöst: über einen direkten Knoten, über einen Wirbel oder über eine Schlaufenverbindung. Jede dieser Lösungen verträgt sich mit manchen Durchmessern besser als mit anderen, weshalb ein Wechsel der Stufe gelegentlich auch die gewohnte Verbindung mitverändert.
Im Laufe einer Saison verändert sich die oberste Schnurlage am stärksten, weil sie Wurf für Wurf über die Ringe und durch das Wasser läuft. Üblich ist daher, vor dem Saisonstart die ersten Meter zu prüfen und bei Bedarf zu kürzen, und in den warmen Monaten häufiger nachzusehen als im kühlen Frühjahr. Eine Spule im Hintergrund macht diesen Schritt zur Routine statt zur Ausnahme.
500 m auf einer Spule reichen für mehrere vollständige Rollenfüllungen und darüber hinaus für das, was im Laufe einer Saison abgeschnitten wird: Schnurenden nach Hängern, abgeriebene Abschnitte, neu gebundene Verbindungen. Wird die Schnur von der ruhenden Spule abgezogen und mit gleichmäßiger Spannung aufgewickelt, liegt die Wicklung später sauber auf der Rollenspule und löst sich beim Wurf gleichmäßig ab.
Ein kurzer Blick auf das, was neben der Hauptschnur meist mitgeführt wird: Vorfachmaterial und Verbindungsstücke werden getrennt gelagert und finden sich im Bereich Vorfachschnur. Geflochtene Bauarten, die beim Kunstköderangeln häufig als Alternative zur Hauptschnur dienen, sind unter Geflochtene Angelschnur versammelt.
Die Varianten im Überblick:
- Schnurdurchmesser 0,250 mm — Artikelnummer 60670.1, Herstellernummer 3725025
- Schnurdurchmesser 0,280 mm — Artikelnummer 60671, Herstellernummer 3725028
- Schnurdurchmesser 0,300 mm — Artikelnummer 60672, Herstellernummer 3725030
Die Gewichtsangaben folgen den Stufen: etwa 0,030 kg bei 0,250 mm, rund 0,041 kg bei 0,280 mm und ungefähr 0,048 kg bei 0,300 mm. Die Abstände zeigen den gleichen feinen Raster wie die Durchmesser selbst.
Als Hersteller ist Jenzi eingetragen. Spulenlänge und Modellbezeichnung bleiben über alle drei Varianten unverändert; unterschieden werden sie an der Durchmesserangabe und an der Artikelnummer, die auf dem Spulenkern vermerkt wird, sobald mehrere Spulen gemeinsam im Regal liegen.
Nachbarsortimente führt die Kategorie Angelschnur; die Einordnung dieser Familie erfolgt im Bereich Monofile Angelschnur.
Produktdetails
- Produktnummer 60671
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 3725028
- Gewicht 0,0413 kg