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Jenzi Allround-Pose
Jenzi Allround-Pose

Jenzi Allround-Pose

Ohne eingebautes Blei bleibt die Entscheidung über die Bleimenge beim Angler. Genau darin liegt der Reiz dieser Reihe: Der nackte Körper gibt nur den Rahmen vor, und wie viel Blei darin verschwindet, in welchen Portionen und an welcher Stelle der Schnur, legt der Tag am Wasser fest. Dieselbe Pose kann morgens mit konzentrierter Bleimenge tief im Kanal arbeiten und am Abend mit verteilten Schroten im Flachen ein langsam sinkendes Köderbild zeigen.

Die Staffel reicht von 2g bis 5g. Jeder Wert benennt die Bleimenge, die der Körper bis zur Wasserlinie aufnimmt:

  • 2g: Flachwasser bis etwa anderthalb Meter, nahe Distanzen und kleine Köder. Zum Austarieren genügen wenige Schrote, und der Köder taumelt lange in der Wassersäule.
  • 3g: der Wert für mittlere Tiefen und kurze bis mittlere Würfe. Lässt sich sowohl konzentriert als auch verteilt bebleien und wird dadurch zum häufigsten Griff in der Box.
  • 4g: mehr Last für tiefere Stellen, für kräftigere Vorfächer und für Tage, an denen die Oberfläche in Bewegung ist. Der Köder erreicht die Zielschicht deutlich zügiger.
  • 5g: die obere Stufe für Distanz, Tiefe und Köder mit Volumen. Mit einem einzelnen Olivenblei in der Mitte der Montage lässt sich damit auch gegen leichten Zug fischen.

Bei der Verteilung der Bleimenge haben sich drei Wege bewährt:

  • Gesammelt: die gesamte Menge als Olivenblei oder Schrotgruppe auf einem Punkt. Der Köder sinkt schnell, Beifisch im Mittelwasser wird übergangen, und die Montage steht sofort.
  • Verteilt: viele kleine Schrote in zunehmenden Abständen nach unten. Der Köder sinkt langsam und bleibt lange im Blickfeld der Fische.
  • Geteilt: zwei Drittel der Menge gesammelt in der Mitte, ein Drittel in zwei kleinen Schroten über dem Vorfach. Der Kompromiss für Tage, an denen beides passen soll.

Das Tarieren selbst dauert wenige Minuten. Die Montage wird am Ufer ins Wasser gelegt und so lange mit kleinen Schroten ergänzt, bis nur die Spitze aus der Oberfläche schaut. Ein zu hoch stehender Körper verschluckt zarte Bisse, ein zu tief liegender taucht bei jeder Welle weg. Zwischen diesen beiden Fehlern liegt ein schmales Fenster, das sich mit dem kleinsten Schrot der Box findet.

Die Einsatzbreite ist entsprechend groß. Am Vereinssee hält die Montage Mais über dem Futterplatz, am Kanal driftet sie mit dem leichten Schub an der Spundwand entlang, und am Fluss steht sie im Kehrwasser hinter einer Buhne. Für Friedfische in all diesen Lagen passt die Reihe ohne Umbau; verwandte Modelle mit feiner Antenne liegen bei den Friedfischposen.

Über das Jahr hinweg verschiebt sich vor allem die Verteilung, nicht die Stufe. Im kalten Wasser des Vorfrühlings sammeln die Fische sich dicht am Boden; dann wandert das Blei nach unten zusammen, und der Köder liegt nahezu still. Mit steigender Temperatur steigen die Fische auf, und die gleiche Pose wird mit gestreuten Schroten gefischt, damit der Köder durch mehrere Schichten sinkt. Im Spätsommer, wenn Kleinfisch an jeder Made zerrt, hilft wieder die gesammelte Variante, weil sie den Köder schnell nach unten bringt.

Auch die Befestigungsart bleibt offen. Zwei Posengummis halten den Körper fest auf der Schnur, was sich im flachen Wasser bewährt. Für tiefe Stellen wird derselbe Körper als Laufvariante gefischt, mit einem Stopper oberhalb, der die Tiefe begrenzt. Diese Umstellung erfordert keine neue Pose, sondern nur zwei Griffe an der Montage. Bauformen mit eingebauter Vorbleiung stehen unter Allroundposen.

Bei Schnur und Rolle gelten keine Besonderheiten, wohl aber zwei Feinheiten. Eine monofile Hauptschnur, die auf der Oberfläche liegt, zieht beim Anhieb einen Bogen hinter sich her und frisst Kraft; schwimmfähige Schnur mit kurzem Bogen bringt mehr davon am Haken an. Und eine Rolle mit flacher Spule gibt die Schnur beim Wurf leichter frei, was den feinen Stufen zugutekommt, weil sie von sich aus wenig Masse mitbringen.

Zur Ausstattung der Box gehört bei dieser Arbeitsweise ein Sortiment kleiner Schrote in mehreren Größen. Erst damit entfaltet die unbebleite Bauform ihren Vorteil, denn jeder Zwischenschritt in der Bleimenge ist dann möglich. Eine Zange mit weichen Backen setzt die Schrote, ohne die Schnur zu verletzen, und ein kleines Döschen hält die geöffneten Größen getrennt. Wer die einmal gefundene Abstimmung notiert, hat sie am nächsten Tag am gleichen Platz sofort wieder parat. Wer zusätzlich im Dunkeln fischt, ergänzt die Box um Modelle aus dem Bereich Knicklichtposen.

Als Fazit bleibt eine Reihe für Angler, die ihre Montage selbst zusammenstellen. Die vier Stufen 2g, 3g, 4g und 5g geben den Rahmen, die eigene Bebleiung füllt ihn aus, und beides zusammen ergibt eine Montage, die sich an Tiefe, Wind und Bissverhalten anpassen lässt.

  • Produktnummer 63048
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 6166050
  • Gewicht 0.0042 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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