Jenzi 8-Braid Green 150 m
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi 8-Braid Green 150 m
Am Spinngerät entscheidet sich vieles in der ersten Sekunde nach dem Aufschlag des Köders. Die Rolle gibt Schnur frei, der Köder kippt ab, und beim Einkurbeln soll jeder Impuls ohne Verzögerung an der Rutenspitze ankommen. Jenzi legt diese achtfach geflochtene Hauptschnur in der Farbe Green auf Spulen mit 150 Metern auf. Das ist die Menge, mit der eine mittlere Stationärrolle in einem einzigen Durchgang gefüllt wird, ohne dass eine zweite Spule angesetzt werden muss.
Geflochtenes Material gibt unter Zug kaum nach. Dieser Umstand prägt das Spinnfischen stärker als jede andere Eigenschaft einer Hauptschnur: ein kurzes Zupfen am Blank wandert unmittelbar zum Köder, und ein vorsichtiger Kontakt in zwanzig Metern Entfernung bleibt in der Hand spürbar. Die achtfache Flechtung ergibt eine runde, glatte Oberfläche, die ruhig über die Rutenringe läuft und sich dicht auf dem Spulenkörper ablegt.
Für das Spinnfischen vom Ufer sind 150 Meter eine durchdachte Menge. Die wenigsten Würfe gehen über fünfzig Meter hinaus, und was darüber hinaus auf dem Spulenkörper liegt, dient als Reserve für die Flucht eines großen Fisches und als Unterbau, der die Füllhöhe hält. Nach einer harten Saison werden die ersten zwanzig oder dreißig Meter stumpf und laufen rauer durch die Finger; sie lassen sich abtrennen, ohne dass die Rolle danach leer wirkt. Wer die Füllung zusätzlich einmal umdreht, bringt den unberührten inneren Abschnitt nach außen und bleibt eine weitere Saison an derselben Rute.
Der Farbton Green richtet sich an den Blick ins Wasser und nicht an den Blick von oben. Über Kies im klaren Flachwasser, an der Kante eines Krautfeldes und unter überhängendem Uferbewuchs liegt dieses Grün nahe am Farbeindruck des Umfelds. Beim Werfen und Führen orientiert sich die Hand ohnehin an der Rutenspitze und am Lauf des Köders, sodass die Schnur selbst nicht auffallen muss. Für Gewässer mit Kraut, Schilfkanten und grünlich getrübtem Wasser ist dieser Ton die naheliegende Wahl, während stark signalfarbene Schnüre dort eher für die Beobachtung über der Wasseroberfläche gedacht sind.
Der Schnurdurchmesser bestimmt, wie viel Wind und Strömung an der ausgeworfenen Schnur ziehen und wie weit ein leichter Köder überhaupt fliegt. 0,100mm gehört an feine Ruten mit kleinen Gummifischen, Spinnern und Miniwobblern, etwa im Hafenbecken oder am klaren Kanal. 0,120mm deckt denselben Bereich mit etwas mehr Reserve ab und ist eine ruhige Wahl für den Einstieg in das leichte Spinnfischen. 0,140mm gilt am Zandergerät als Standard und verträgt auch längere Drifts im Fluss. 0,160mm nimmt größere Gummifische und flach laufende Wobbler auf. 0,180mm passt an kräftigere Ruten, wenn der Weg zum Fisch über Steinpackungen oder Totholz führt. 0,200mm bleibt den schweren Ködern, dem Hechtgerät und jenen Stellen vorbehalten, an denen die Schnur regelmäßig an Hindernissen entlanggeführt wird.
Vor das Geflecht gehört ein Vorfach. Bei Barsch und Zander übernimmt ein Stück Fluorocarbon diese Aufgabe und nimmt den Abrieb an Muschelbänken auf. Sobald Hecht in Betracht kommt, führt der Weg zum Stahlvorfach. Die Verbindung zwischen Geflecht und Vorfach hält am besten, wenn der Knoten angefeuchtet und langsam geschlossen wird; hastiges Zuziehen verzeiht geflochtenes Material schlecht.
Über das Jahr verteilt sich der Einsatz auf recht unterschiedliche Bilder. Im Frühjahr stehen Barsche an den Spundwänden des Kanals, und der Köder wird dicht an der Wand geführt, wo die Schnur bei jedem Wurf an Beton vorbeiläuft. Im Sommer verlagert sich das Geschehen über die Krautfelder flacher Seen, wo ein oberflächennah geführter Gummifisch über die Pflanzendecke gezogen wird. Im Herbst folgen die Zander in den Buhnenfeldern des Stroms, und dort entscheidet der Kontakt zum Grund. Alle drei Bilder verbindet eine Gemeinsamkeit: der Köder arbeitet nahe an Strukturen, und die Hauptschnur meldet jede Berührung sofort weiter.
Geflochtenes Material ist an den Rutenringen anspruchsvoller als monofile Schnur. Eine ausgeschlagene Einlage im Spitzenring arbeitet sich an der glatten Oberfläche schnell weiter ein, weshalb ein kurzer Blick über die Ringe vor dem Bespulen zur Routine gehört. Der Schnurclip an der Rollenspule bleibt besser unbenutzt, denn eingeklemmtes Geflecht knickt an dieser Stelle dauerhaft. Stattdessen wird das freie Ende locker um den Rollenfuß geschlungen oder mit einem Gummiband an der Rute gesichert.
Beim Aufspulen bleibt die Schnur unter leichtem Zug, damit sie sich dicht ablegt und beim Wurf nicht in Schlaufen von der Spule springt. Ein bis zwei Millimeter Abstand zur Spulenkante genügen. Nach Einsätzen im Brackwasser wird die gefüllte Rolle mit klarem Wasser abgespült und offen getrocknet. Nach einer langen Saison lässt sich die Füllung umdrehen, sodass der bislang innen liegende Abschnitt nach außen wandert.
Jede Spule enthält 150 Meter in der Farbe Green. Geführt werden die Durchmesser 0,140mm, 0,160mm, 0,100mm, 0,120mm, 0,180mm und 0,200mm, jeweils einzeln, sodass sich ein ganzer Rutensatz mit abgestuften Füllungen zusammenstellen lässt. Für den laufenden Nachschub über mehrere Rollen hinweg steht dieselbe Schnur zusätzlich als Großspule bereit.
Produktdetails
- Produktnummer SW23201
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 3127012
- Gewicht 0,0106 kg