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HIKMICRO HM-L028IR IR-Taschenlampe 850 nm für Gryphon
HIKMICRO HM-L028IR IR-Taschenlampe 850 nm für Gryphon

HIKMICRO HM-L028IR IR-Taschenlampe 850 nm für Gryphon


Die HM-L028IR ist ein Infrarot-Aufheller für die Gryphon- und die Gryphon-LRF-Serie. Sie setzt dort an, wo der optische Kanal an seine Grenze stößt. Der Wärmebildkanal arbeitet unabhängig vom Umgebungslicht, der Tageslichtkanal braucht Restlicht. Fällt dieses in einer bedeckten Nacht oder unter dichtem Kronendach weg, bleibt das optische Bild leer. Der Aufheller schließt die Lücke mit Infrarotlicht, das der Sensor auswertet und das Auge nicht wahrnimmt.

Ein Infrarot-Aufheller ist eine Lampe, deren Emitter Strahlung jenseits des sichtbaren Spektrums abgibt. Die LED arbeitet mit 850 nm und liefert eine optische IR-Leistung von bis zu 850 mW. Der Bildsensor eines digitalen Geräts bleibt in diesem Bereich empfindlich, weil vor ihm kein Sperrfilter für Infrarot sitzt. Für die Elektronik ist die Fläche hell ausgeleuchtet, für jeden Beobachter ohne Technik bleibt sie dunkel. Das macht den Aufheller an digitalen Nachtsichtgeräte sinnvoll.

Die Angabe 850 nm beschreibt die Lage im nahen Infrarot, dicht oberhalb des tiefroten Endes der menschlichen Wahrnehmung. Vollständig unsichtbar ist diese Wellenlänge deshalb nicht: Aus kurzer Entfernung frontal betrachtet zeigt der Emitter ein schwaches dunkelrotes Glimmen. Der ausgeleuchtete Bereich in der Ferne bleibt für das bloße Auge dagegen dunkel. Höhere Wellenlängen glimmen dezenter, geben am Sensor aber weniger Helligkeit ab.

Der Abstrahlwinkel beträgt 15° und ergibt einen eng gefassten Kegel. Diese Bündelung trägt den angegebenen Bestrahlungsabstand von bis zu 200 m, denn dieselbe Leistung verteilt sich auf eine kleine Fläche. Wie weit das Bild tatsächlich trägt, hängt zusätzlich vom Rückstrahlvermögen der Szene ab: Helle Stoppel oder ein heller Wildkörper werfen deutlich mehr zurück als nasses Falllaub und dunkler Waldboden.

Für die Montage wird zusätzlich die passende Klemme für IR-Taschenlampen benötigt, die nicht Teil des Lieferumfangs ist. Sie führt den Lampenkörper seitlich neben dem Gerät. Entscheidend ist die Ausrichtung, denn Leuchtkegel und Blickachse müssen parallel laufen, sonst wandert der helle Fleck aus der Bildmitte. Die Feinjustage machst Du vor dem Ansitz an einer Wand in der erwarteten Entfernung und ziehst danach alle Schrauben nach.

Im Zusammenspiel übernimmt jeder Kanal seine Aufgabe. Der thermische Kanal findet das Stück über Temperaturunterschiede und braucht keinerlei Beleuchtung. Der optische Kanal liefert Kontur und Struktur, benötigt dafür aber Licht. Zu viel davon auf nahe Objekte führt zur Überstrahlung: Ein Zweig vor dem Objektiv wirft so viel Infrarot zurück, dass die Automatik das ganze Bild abdunkelt.

Die Stromversorgung läuft über den Akku HM-3633DC mit 3,35 Ah und 3,6 V Ausgangsspannung, der separat dazukommt. Damit erreicht die Lampe eine Betriebsdauer von bis zu 5,5 h. Dieser Wert gilt für gemäßigte Temperaturen; in Frostnächten sinkt die entnehmbare Kapazität wie bei jeder Lithiumzelle spürbar. Für eine feste Ladeordnung findest Du passende Akkus & Ladegeräte.

Bei Nebel, Schneetreiben oder starkem Regen stößt jede aktive Beleuchtung an eine physikalische Grenze. Die Tröpfchen in der Luft streuen das Infrarot und werfen einen Teil direkt in das Objektiv zurück. Im Bild entsteht ein heller Schleier, der den Kontrast frisst, und mehr Leistung verschlimmert das eher. In solchen Lagen bleibt der thermische Kanal die zuverlässigere Wahl.

Der Einsatz künstlicher Lichtquellen und nachtsichttauglicher Technik bei der Jagd ist in Deutschland Sache der Länder und im jeweiligen Landesjagdgesetz geregelt. Die Vorgaben unterscheiden sich zwischen den Bundesländern deutlich und werden regelmäßig überarbeitet. Hier steht dazu bewusst keine Rechtsauskunft. Kläre den zulässigen Rahmen vorab selbst mit der zuständigen Jagdbehörde. Weidgerecht bleibt der Einsatz, wenn die bessere Sicht dem sauberen Ansprechen und dem sicheren Kugelfang dient.

Die Pflege beschränkt sich auf wenige Handgriffe. Die Frontlinse wischst Du nur mit einem sauberen Mikrofasertuch ab; groben Staub bläst Du vorher weg, damit nichts über das Glas geschmirgelt wird. Nach nassen Nächten trocknest Du das Gehäuse ab, sonst beschlägt es beim nächsten Temperatursprung von innen. Tücher und Aufbewahrung findest Du im Zubehör für Optik & Nachtsicht.

Die Grenzen der Anwendung sollten klar sein. Der Aufheller hellt ausschließlich den optischen Kanal auf und ändert am Wärmebild nichts. Er durchdringt weder Bewuchs noch Deckung. Mit 15° ist er kein Suchscheinwerfer für eine ganze Feldlage. Unsichtbar ist er ebenfalls nicht: Jeder Beobachter mit digitaler Nachtsicht sieht den Kegel, und auch Wildkameras mit IR-Blitz reagieren darauf.

Vor dem Kauf planst Du drei Teile ein: die Lampe, den Akku HM-3633DC und die Klemme. Erst zusammen ergeben sie eine einsatzfähige Einheit. Das Gehäuse aus Metall und Kunststoff arbeitet zwischen minus 20 und plus 50 Grad Celsius. Mit 95 g verändert die Lampe das Handling des Monokulars kaum.

Die technischen Eckdaten im Überblick.

  • Modell: HM-L028IR
  • Passend für: HIKMICRO Gryphon und Gryphon LRF Serie
  • Emitter: LED
  • IR-Wellenlänge: 850 nm
  • Optische IR-Leistung: bis zu 850 mW
  • Abstrahlwinkel: 15°
  • Bestrahlungsabstand: bis zu 200 m
  • Batteriekapazität: 3,35 Ah
  • Betriebsdauer: bis zu 5,5 h
  • Batterietyp: HIKMICRO HM-3633DC (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Ausgangsspannung: 3,6 V
  • Betriebstemperatur: –20 °C bis +50 °C
  • Material: Metall und Kunststoff
  • Abmessungen: 121,2 × 30,7 × 25,2 mm
  • Gewicht: 95 g

Geliefert wird der folgende Umfang.

  • HIKMICRO IR-Taschenlampe HM-L028IR
  • Schutzverpackung
  • Bedienungsanleitung
  • Produktnummer SW24982
  • Hersteller HIKMICRO
  • Herstellernummer 50-2-040
  • Gewicht 0.72 kg

Herstellerangaben

Hangzhou Microimage Software Co., Ltd
Gebäude A1, Nr. 299, Qiushi Road, Tonglu Economic Development Zone
China

Mail: techsupport.cee@hikmicrotech.com
Web: https://www.hikmicrotech.com/