Dr. Liebig Holzbausperre aus Weymouthskiefer für Wanderboden
Bienen Ruck GmbH
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Beschreibung
Dr. Liebig Holzbausperre aus Weymouthskiefer für Wanderboden
Hohe Böden bieten unter den Rähmchen viel freien Raum. Das ist für Belüftung und Wanderung gewollt, verleitet die Bienen aber dazu, Waben von den Rähmchenunterkanten nach unten in den Boden zu bauen. Diese Holzbausperre soll genau das verhindern. Laut Hersteller wird sie in den hohen Boden eingelegt und soll das Bauen nach unten unterbinden.
Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass die Bausperre nur für den Liebig Wanderboden mit der Artikelnummer 60141 passt. Für Flachböden oder Böden anderer Hersteller ist sie nicht vorgesehen. Das Außenmaß beträgt laut Hersteller 470 mm x 395 mm, das Material ist Weymouthskiefer ohne Farbanstrich.
Auf dem Produktbild ist ein Rost aus zahlreichen schmalen, parallel angeordneten Holzleisten zu sehen. Die Leisten liegen mit gleichmäßigen Zwischenräumen auf zwei quer darunter angebrachten Klötzen. Durch diese Bauweise bleibt der Boden luftdurchlässig, und Gemüll sowie abgefallene Milben fallen weiterhin durch die Spalten nach unten. Gleichzeitig wird der Hohlraum unter den Waben so gegliedert, dass die Bienen keinen großen freien Bauraum mehr vorfinden.
Weymouthskiefer ist ein helles, vergleichsweise leichtes und harzarmes Nadelholz, das in der Beutenherstellung verbreitet ist. Ohne Anstrich bleibt das Holz naturbelassen, was im Innenraum der Beute gewünscht ist. Ein Anstrich ist hier auch nicht erforderlich, da die Bausperre vollständig im Inneren des Bodens liegt.
Einsetzen in den Liebig Wanderboden:
- Den Wanderboden 60141 leeren und Gemüll sowie eventuelle Wildbaureste entfernen.
- Die Bausperre mit den Querklötzen nach unten flach in den hohen Boden legen.
- Kontrollieren, dass sie plan aufliegt und nicht wackelt.
- Zarge aufsetzen und prüfen, ob zwischen Rähmchenunterkante und Rost ein gleichmäßiger Abstand bleibt.
Wildbau im Boden hat mehrere Nachteile. Die Waben verbinden Zarge und Boden fest miteinander, sodass beim Abheben Waben abreißen und Honig ausläuft, was Räuberei auslöst. Außerdem legt die Königin in solche Waben häufig Drohnenbrut an, die bei Kontrollen schlecht zu erreichen ist. Eine Bausperre hält den Raum geordnet und erleichtert die Durchsicht.
Die Bausperre richtet sich an Imkerinnen und Imker, die mit dem hohen Liebig Wanderboden arbeiten und dessen Vorteile bei der Wanderung nutzen möchten, ohne den Wildbau in Kauf zu nehmen. Bei Wanderungen in die Tracht steht das Volk oft dicht und mit viel Bauwillen, gerade dann ist der freie Raum im Boden ein Anziehungspunkt. Mit eingelegter Bausperre bleibt die Ordnung erhalten.
Gelegentlich bauen Bienen trotzdem kleine Brücken zwischen Rost und Rähmchen. Diese werden bei der Durchsicht mit dem Stockmeißel abgeschnitten. Einmal im Jahr wird die Bausperre herausgenommen, abgekratzt und kurz abgeflammt. Holzleisten verziehen sich bei Nässe, daher wird die Bausperre nach der Reinigung gut getrocknet und flach liegend gelagert. Gebrochene Leisten sollten ersetzt werden, damit keine Lücken für Wildbau entstehen.
Zur Kontrolle von Milbenfall und Gemüll ist eine Unterlage unter dem Rost sinnvoll. Je nach Bodenaufbau wird diese über den Varroaschieber des Bodens gelöst, sodass die Bausperre die Diagnose nicht behindert.
Bei Arbeiten im Boden eines besetzten Volkes werden Schleier und Handschuhe getragen. Die Zargen werden ruhig abgehoben und auf einem umgedrehten Deckel abgestellt, damit Bienen und Königin nicht gequetscht werden.
Beim Wandern zeigt sich der Nutzen besonders deutlich. Der hohe Boden schafft unter den Waben einen Luftraum, in dem sich die Bienen während des Transports sammeln können, ohne dass es auf den Waben zu eng wird. Diese sogenannte Wandertraube unter dem Wabenwerk bleibt auch mit eingelegter Bausperre möglich, weil der Rost nur wenige Zentimeter Höhe einnimmt und der Raum darunter frei bleibt. Nach der Wanderung, wenn die Tracht einsetzt und der Bautrieb steigt, verhindert der Rost, dass dieser Luftraum zugebaut wird.
Die Maße von 470 x 395 mm sind auf den Innenraum des Wanderbodens abgestimmt. Ein gewisses Spiel ist gewollt, damit sich die Bausperre auch nach einigen Jahren mit Propolisauflagen noch herausnehmen lässt. Passt sie nach dem Abflammen etwas stramm, wird der Rand leicht nachgeschliffen.
Den hohen Wanderboden und alle übrigen Teile der Liebig Beute führt Zandermaß. Weitere Einlagen, Absperrgitter und Kleinteile sind unter Beutenzubehör gelistet.
Produktdetails
- Produktnummer SW42582
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 60173
- Gewicht 0.212 kg