Dr. Liebig Fluglochkeil aus Holz, 390 x 18 x 18 mm
Bienen Ruck GmbH
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Beschreibung
Dr. Liebig Fluglochkeil aus Holz, 390 x 18 x 18 mm
Ein Fluglochkeil ist klein, wird aber im Laufe des Bienenjahres häufiger in die Hand genommen als viele größere Beutenteile. Dieser Keil wird beim Hersteller als „Liebig Fluglochkeil extra“ geführt, also als einzeln erhältliches Teil für die Dr. Liebig Beute. Die Gesamtlänge beträgt laut Hersteller 390 mm, der Querschnitt 18 x 18 mm.
Das Bild zeigt eine schlichte Holzleiste mit quadratischem Querschnitt. Auf einer Seite sind mehrere Aussparungen unterschiedlicher Breite eingefräst: zwei lange, flache Ausschnitte an den Enden und eine kleinere Aussparung in der Mitte. Durch Drehen der Leiste wird festgelegt, welche Öffnung zum Flugloch zeigt. So ergeben sich je nach Lage verschiedene Durchgangsbreiten, oder das Flugloch bleibt mit der geschlossenen Seite weitgehend zu.
Die Einstellung folgt dem Zustand des Volkes:
- Schwache Völker, Ableger und Kunstschwärme erhalten eine kleine Öffnung, damit sie den Eingang gut bewachen können.
- In der Haupttracht wird die größte Öffnung gewählt oder der Keil ganz herausgenommen, damit der Flugverkehr nicht stockt.
- Bei Räubereigefahr im Spätsommer und während der Fütterung wird wieder verengt.
- Im Winter bleibt eine kleine Öffnung für Luftaustausch und Reinigungsflüge.
Ein Ersatzkeil wird gebraucht, wenn der alte verloren gegangen, festgekittet und beim Lösen gebrochen oder durch Nässe verzogen ist. Auch Imker, die einen gebrauchten Boden ohne Keil übernehmen, ergänzen so ihre Ausstattung. Mit 390 mm Länge ist der Keil auf die Fluglochbreite der Liebig Böden ausgelegt. Vor dem Einsetzen sollte er probehalber eingeführt werden, damit er stramm, aber ohne Klemmen sitzt. Ist er etwas zu stramm, hilft vorsichtiges Nachschleifen mit Schleifpapier.
Bienen kitten Spalten gern mit Propolis zu, auch die Fuge zwischen Keil und Boden. Bei jeder Durchsicht lohnt ein kurzer Ruck am Keil, damit er nicht festwächst. Lässt er sich nicht mehr bewegen, wird er mit einem Stockmeißel seitlich angehoben. Gereinigt wird durch Abkratzen, Holzteile lassen sich außerdem kurz abflammen, um Wachs und Propolis zu entfernen. Danach trocken lagern.
Der Keil eignet sich für alle, die mit Liebig Beuten arbeiten und ihr Flugloch flexibel regeln möchten. Wer viele Völker führt, hält ein paar Reservekeile im Werkzeugkasten, um bei Bedarf sofort reagieren zu können.
Beim Umstecken während des Flugbetriebs wird zur Seite gearbeitet, nie direkt vor dem Flugloch. Schleier und Handschuhe schützen, falls Wächterbienen reagieren. Bewegungen langsam und ruhig ausführen, damit keine Bienen zwischen Keil und Boden eingeklemmt werden.
Der quadratische Querschnitt von 18 x 18 mm hat einen praktischen Vorteil: Die Leiste liegt in jeder Drehlage gleich hoch im Flugloch und sitzt stabil. Unterschiedliche Fluglochweiten entstehen nur durch die Aussparungen, nicht durch eine andere Höhe des Keils. Damit bleibt der Anschluss an Zarge und Boden dicht, und es entstehen keine ungewollten Nebeneingänge an den Seiten.
In der Wanderimkerei spielt der Keil eine zusätzliche Rolle. Vor dem Verladen werden die Fluglöcher häufig geschlossen, damit keine Bienen beim Transport entweichen. Ob dafür die geschlossene Seite des Keils ausreicht oder ein separater Wanderverschluss mit Gitter nötig ist, hängt von Volksstärke, Temperatur und Fahrdauer ab. An warmen Tagen braucht ein geschlossenes Volk unbedingt eine ausreichende Belüftung, sonst droht Überhitzung. Am Zielort wird der Keil auf die gewünschte Öffnung gedreht, sobald sich die Bienen beruhigt haben.
Unbehandeltes Holz arbeitet mit der Feuchtigkeit. Damit der Keil sich nicht verzieht, wird er nach dem Reinigen flach liegend getrocknet. Ein Anstrich ist meist nicht nötig, weil der Keil im geschützten Bereich unter der Zarge sitzt. Wer ihn dennoch streichen möchte, verwendet eine bienenverträgliche Lasur und lässt diese gut ablüften, bevor der Keil wieder ins Flugloch kommt.
Mit Kreide oder einem Bleistift lassen sich die einzelnen Öffnungen auf der Oberseite markieren. Gerade in der Dämmerung oder beim schnellen Umstellen vieler Völker erleichtert das die Arbeit, weil sofort klar ist, welche Seite gerade zum Flugloch zeigt.
Die passenden Böden der Liebig Beute sind unter Zandermaß und Normalmaß zu finden. Mäusegitter, Schieber und weitere Kleinteile stehen in Beutenzubehör.
Produktdetails
- Produktnummer SW42578
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 60151-04
- Gewicht 0.212 kg