Dr. Liebig Deckel für Vertikal aus MDF, 520 x 210 mm, mit Spundloch
Bienen Ruck GmbH
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Beschreibung
Dr. Liebig Deckel für Vertikal aus MDF, 520 x 210 mm, mit Spundloch
Mit 520 mm Länge und 210 mm Breite ist dieser Deckel deutlich schmaler als eine vollständige Liebig Abdeckung. Der Hersteller bezeichnet ihn als Deckel für Vertikal und führt ihn in der Rubrik Deckel der Dr. Liebig Zander Beute. Die Länge von 520 mm entspricht dem Zargen-Außenmaß der Liebig Beute, die Breite von 210 mm ist ziemlich genau die Hälfte der Zargenbreite von 420 mm. Gefertigt ist er laut Hersteller aus einer 15 mm starken MDF-Platte.
Im Deckel ist ein rundes Spundloch ausgespart, das laut Hersteller zum Füttern dient. Zum Lieferumfang gehört ein Spundlochdeckel. Auf dem Foto ist das eine kleine, quadratische Platte mit dunkler Beschichtung und hellen Kanten, die über die Öffnung gelegt wird. Ist das Loch abgedeckt, bleibt der Innenraum geschlossen. Wird die Platte abgenommen, lässt sich ein Futtergefäß aufsetzen, ohne den Deckel anzuheben.
Der Vorteil eines Spundlochs liegt in der ruhigen Fütterung. Statt die gesamte Abdeckung abzunehmen und das Volk zu stören, wird nur die kleine Platte entfernt. Das spart Wärme, reduziert Unruhe und verkürzt die Zeit, in der Futtergeruch frei wird. Gerade bei kleinen Einheiten, bei denen Räuberei ein Thema sein kann, ist das hilfreich. Gefüttert wird bevorzugt am Abend, verschüttetes Futter wird sofort entfernt.
Ablauf beim Füttern über das Spundloch:
- Spundlochdeckel abheben und zur Seite legen.
- Futtergefäß, etwa ein umgedrehtes Glas mit gelochtem Deckel oder einen Aufsatzfütterer, über die Öffnung setzen.
- Ein Leerzargenstück oder eine Abdeckung darüber stellen, damit keine fremden Bienen an das Futter gelangen.
- Nach dem Abtragen Gefäß entfernen und das Loch wieder mit dem Spundlochdeckel verschließen.
Wofür genau die Bezeichnung „Vertikal“ steht, beschreibt der Hersteller nicht näher. Aus den Maßen lässt sich ableiten, dass der Deckel eine halbe Liebig Zargenfläche abdeckt. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob das eigene Vorhaben, etwa eine mit Schied geteilte Zarge, zu diesem Format passt.
MDF ist ein maßhaltiger, glatter Holzwerkstoff, reagiert aber empfindlich auf dauerhafte Nässe. Unter einem Blechdach oder einer zusätzlichen Abdeckung ist der Deckel gut geschützt. Steht er offen im Regen, können die Kanten aufquellen. Ein Anstrich der Außenseite und besonders der Schnittkanten mit einer geeigneten Farbe verlängert die Lebensdauer. Gereinigt wird mit einem Stockmeißel, der Wachs und Propolis von der Unterseite schabt, danach wird trocken gewischt. Abflammen ist bei MDF nicht empfehlenswert.
Beim Abnehmen des Spundlochdeckels über einem aktiven Volk empfiehlt sich ein Schleier. Bienen, die sich auf der kleinen Platte sammeln, werden vorsichtig abgestreift, bevor sie wieder aufgelegt wird.
Die Wahl des Futtergefäßes richtet sich nach dem Durchmesser der Öffnung. Ein Futterglas mit fein gelochtem Schraubdeckel wird kopfüber aufgesetzt, sodass ein leichter Unterdruck entsteht und der Sirup nur tropfenweise austritt. Vor dem Aufsetzen wird das Glas über einem Eimer umgedreht, bis das anfängliche Tropfen aufhört. Erst dann kommt es auf das Spundloch. So gelangt kein Futter auf den Deckel, das fremde Bienen anlocken könnte. Für größere Mengen eignen sich Aufsatzfütterer, deren Boden die Öffnung vollständig überdeckt.
Auch außerhalb der Fütterung lässt sich das Spundloch nutzen. Mit aufgelegter Platte bleibt der Deckel geschlossen, mit einem aufgesetzten Gitter kann zusätzliche Belüftung geschaffen werden, etwa bei einem Transport an heißen Tagen. Ein kurzer Blick durch die Öffnung zeigt außerdem, ob die Bienen bis unter den Deckel sitzen, ohne dass die Einheit geöffnet werden muss.
Wer mit mehreren Kleinvölkern oder geteilten Zargen arbeitet, beschriftet die Deckel am besten mit Kreide oder einem wetterfesten Stift. Datum der letzten Fütterung, Königinnenstatus und Volksnummer stehen dann direkt auf der Abdeckung und sind beim nächsten Rundgang sofort sichtbar. Auf der glatten MDF-Oberfläche lässt sich gut schreiben.
Die übrigen Systemteile der Dr. Liebig Beute sind unter Zandermaß zusammengestellt. Fütterer, Schiede und weitere Zubehörteile stehen in Beutenzubehör bereit.
Produktdetails
- Produktnummer SW42576
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 60126
- Gewicht 1.06 kg