Dr. Liebig Anflugbrett 200 mm aus Siebdruckplatte für Flachboden
Bienen Ruck GmbH
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Beschreibung
Dr. Liebig Anflugbrett 200 mm aus Siebdruckplatte für Flachboden
Dieses Anflugbrett verlängert den Landeplatz vor dem Flugloch eines Liebig Flachbodens um 200 mm. Es besteht laut Hersteller aus einer wasserabweisenden Siebdruckplatte und wird mit bereits montiertem Anschraubbrett geliefert. Der Hersteller gibt als Außenmaß 200 mm x 378 mm x 8 mm an. Das Brett ist zum Einschieben in den Flachboden vorgesehen, sodass es ohne Umbau an vorhandenen Böden ergänzt werden kann.
Auf dem Produktfoto ist die typische dunkelbraune, glatte Filmbeschichtung einer Siebdruckplatte zu erkennen. An den Schnittkanten zeigt sich das helle Schichtholz des Plattenkerns. Unter dem Brett sitzt ein heller, keilförmiger Holzklotz, über den das Brett schräg nach vorn abfällt. Mehrere vorgebohrte Schraublöcher markieren die Verbindung zum Anschraubbrett.
Der Zweck ist einfach erklärt: Heimkehrende Sammlerinnen, die schwer mit Nektar oder Pollen beladen sind, landen nicht immer punktgenau im Flugloch. Eine breite, leicht geneigte Fläche fängt sie auf, und sie laufen den Rest des Weges zu Fuß in die Beute. Der Hersteller beschreibt das als besseren Einstieg in die Beute. Besonders an Ständen mit hohem Flugbetrieb in der Tracht oder bei windigem Wetter wird der Effekt deutlich, weil weniger Bienen vor dem Kasten ins Gras fallen.
Für die Montage am Liebig Flachboden empfiehlt sich dieser Ablauf:
- Anflugbrett mit dem Anschraubbrett nach hinten vor das Flugloch halten und die Passform zur Fluglochfront prüfen.
- Brett in den Flachboden einschieben, wie beim Hersteller angegeben, bis es satt anliegt.
- Sicherstellen, dass die Fläche leicht nach vorn abfällt, damit Regenwasser abläuft und nicht zum Flugloch hin steht.
- Fluglochkeil wieder einsetzen bzw. Fluglochweite kontrollieren.
Siebdruckplatten gelten als widerstandsfähig gegen Nässe, ihre Schwachstelle sind jedoch die offenen Kanten. Der Hersteller gibt deshalb den Tipp, Kanten und Ränder mit einem wasserfesten Leim einzustreichen, als Beispiel nennt der Hersteller den Artikel 3203. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit in die Holzschichten zieht und das Brett aufquillt. Das lohnt sich vor der ersten Saison und erneut, wenn die Kanten nach einigen Jahren angegriffen wirken.
Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Abkratzen von Propolis, Kot und Wachsresten mit dem Stockmeißel. Anschließend genügt ein feuchtes Tuch. Die beschichtete Oberfläche sollte nicht mit scharfen Kanten aufgeritzt werden, weil sonst Wasser an diesen Stellen eindringen kann. Im Winter kann das Brett am Volk bleiben, sofern Schnee und Eis nicht dauerhaft vor dem Flugloch liegen bleiben. Wer Mäusegitter oder Fluglochverengungen einsetzt, prüft, ob diese mit dem eingeschobenen Brett zusammen funktionieren.
Gedacht ist das Anflugbrett für Imkerinnen und Imker mit Dr. Liebig Beuten und Flachboden, die ihren Völkern eine großzügigere Landefläche anbieten möchten. Für Wanderimker ist zu bedenken, dass ein vorstehendes Brett beim Verladen im Weg sein kann. Da es eingeschoben und nicht fest verschraubt wird, lässt es sich vor dem Transport abnehmen und am neuen Standort wieder anbringen.
Bei Arbeiten am Flugloch eines besetzten Volkes ist Schutzkleidung sinnvoll. Ein ruhiges Vorgehen von der Seite her, nicht direkt in der Flugbahn, verhindert, dass sich die Wächterbienen gestört fühlen. Wird das Brett während des Flugbetriebs eingesetzt, sollte es langsam und ohne Erschütterung eingeschoben werden.
Das Anflugbrett kann auch bei der Beobachtung des Volkes helfen. Auf der dunklen, glatten Fläche fallen eingetragene Pollenhöschen, tote Bienen oder auffällige Verhaltensweisen wie Krabbler mit verkrüppelten Flügeln schneller ins Auge als im Gras. Ein kurzer Blick auf das Flugbrett gehört daher für viele Imker zum täglichen Rundgang am Stand, ohne dass dafür eine Beute geöffnet werden muss. Auch Wächterbienen, Ventilieren am Flugloch oder beginnende Räuberei lassen sich auf einer freien Landefläche gut erkennen.
Zu beachten ist die Bodenfreiheit vor der Beute. Steht der Kasten sehr niedrig, kann hoch wachsendes Gras die Anflugfläche verdecken. Ein Beutenbock mit ausreichender Höhe und regelmäßiges Mähen vor den Fluglöchern halten den Landeplatz frei. Bei mehreren Beuten nebeneinander wird darauf geachtet, dass sich die Anflugbretter nicht berühren, damit sich die Flugbahnen nicht vermischen und kein Verflug entsteht.
Passende Böden, Zargen und Deckel für die Liebig Beute sind in der Kategorie Zandermaß zu finden. Weitere Kleinteile rund um Flugloch und Boden stehen unter Beutenzubehör bereit, eine solide Aufstellung der Beute ermöglichen die Produkte unter Beutenböcke & Stände.
Produktdetails
- Produktnummer SW42573
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 60120
- Gewicht 1.06 kg